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Fr, 12. August 2022, 19:49 Uhr

Steinhoff Aktie: Mehr Licht als Schatten im ersten Halbjahr. Fortschritte bei Zinslast und Verschuldung essentiell!


24.06.22 16:11
Nebenwerte Magazin

Steinhoff Aktie Quartalszahlen.


Die Steinhoff Aktie auf dem Weg zur Normalität? Noch steht die Reduzierung der immensen Verschuldung und Senkung der Zinslasten, die derzeit annähernd 10% für die „alten“ Unternehmensschulden betragen – rund 1 Mrd EUR jährlich – im Vordergrund. Und die heute im Vorfeld der Gesamtkonzernbilanzen veröffentlichten Halbjahreszahlen der Konzerntochter Steinhoff INVESTMENT Holdings weisen auf Zukunft hin. Die Steinhoff Investment Holdings fasst die „südafrikanischen Interessen“ des Konzerns zusammen: Operative Einheit ist der Anteil an der Pepkor Group, die bereits ihre  Halbjahresergebnisse veröffentlichte. Bei der 100% Mutter, der Steinhoff International Holding NV spielen die „negativen Effekte“ der Passivseite der Bilanz in das Halbjahresergebnis hinein.Hier zur Konzernergebnis.


Steinhoff Aktie ist noch nicht am Ziel – aber lebt. Noch! Mehr als viele vor zwei,drei Jahren für möglich gehalten haben

Die ersten sechs Monate zeigen Stärke in wirtschaftlich schweren Umfeld. Gerade hat man die Folgen der Lockdowns zumindest in der zweiten Hälfte der zum 31.03.2022 bilanzierten Halbjahreszahlen überwunden, kommen Lieferkettenprobleme, Rezessionsankündigungen, extrem gestiegene Logistikkosten und teilweise Nichtlieferbarkeit von Produkten „in die Quere“. Weiterhin sind drei Hauptmärkte der Pepco Group vom Ukraine-Krieg betroffen als direkte „Nachbarstaaten“, dazu ahben Überschwmmungen in Südafrika ein Logistikzentrum Pepkors beschädigt, das es bis heute nicht operativ ist. Als „preisaggressiver Anbieter“ kommen die Konzerngesellschaften damit jedoch wohl besser zurecht als andere Handels-Konzerne. Ausnahme ist Greenlit Brands, die unter zurückgehenden Umsätzen leiden.Währenddessen konnte Mattres Inc. wieder seine Umsätze und gewinne steigern – auch wenn nicht in der Bilanz konsolidiert wichtig für das Gesamtbild.


Dazu kommt der psoitive aspekt: Was Verluste machte, ist weg – geschlossen, verkauft oder verschenkt, wie beispielsweise Conforama Frankreich. Es bleibt viel Wachstum für die Steinhoff Aktie – operativ. Wenn nur die Vorgeschchte nicht wäre – mit extrem hohem Schuldenstand zu exrtrem schlechten Konditionen fianziert. Natürlich begründet durch die Schieflage und drohende Insolvenz aufgrund der „untragbaren Schadensersatzforderungen“.


Brief an die Aktionäre fokussiert – Steinhoff Aktie seziert

Natürlich beginnt das Management in seinem „Wort an die Aktionäre“ mit einem zufriedenen Blick auf die Erledigung von zwei der drei Hauptaufgaben des Managements nach Entdeckung der Bilanzbetrügereien, um den Steinhoff-Konzern wieder überlebensfähig zu machen. Punkt 1 kurzfristige Liquiditätssicherung und Verienbarungen mit den Gläubigern war am 13.08.2019 mehr oder weniger vollständig abgeschlossen und Punkt 2 Lösung der Rechtstsreitigkeiten/Schadensersatzforderungen ist offensichtlich als Managementaufgabe ebenfalls erledigt, auch wenn die Zahlungsabwicklung noch viele  Monate dauern wird – 1,7 Mrd EUR und Pepkor-Aktien werden dann der Preis für die Vergangenheit sein. Und nun gilt es das letzte Hindernis zu beseitigen, dass zwischen Steinhoff und einem „normalen Retailkonzern“ steht: Lösung der extrem hohen Verschuldung und vordringlich Reduktion der extrem hohen Zinszahlungen von durchschnittlich 10 %.


Hier macht man Hoffnung: Die ca. 10 Mrd EUR Konzernschulden sind „zersplittert“ in verschiedene Klassen mit unterschiedlichen Absicherungen, Mitspracherechten, Forderunsginhabern und Zinssätzen. Und die Mammutaufgabe hier individuelle Lösungen und Fortschritte zu erreichen schient zumidnest „im Fluss“: Notwithstanding these challenges, we have made progress with regard to step 3 and further information will be provided to the market as and
when appropriate.“


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Pepco und Pepkor wachsen weiterhin kräftig. Mattres Inc. (als Beteiligung verbucht) steigert ebenfalls Kennzahlen, während Greenlit Brands unter Umsatzrückgängen leidet

Nach den operativ überzeugenden Ergebnissen des Geschäftsjahres 2020/2021, sieht es jetzt nach dem ersten Halbjahr zum 31.03.2022 operativ zwar insgesamt gut und „über alles“ gegenüber dem Q1 nicht eingetrübt. Der Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg aus fortgeführten Aktivitäten um 12 % auf 5.152 Mio EUR für die Berichtsperiode (Vorjahresperiode: 4.585 Mio EUR). Und das EBITDA der fortgeführten Einheiten stieg um 13 % auf 760 Mio EUR (Vorjahresperiode: 675 Mio). Dazu stieg das „bereinigte“ EBIT um 12% auf 421 Mio EUR (Vorjahresperiode: 376 Mio EUR). Bei diesen Ergebnissen sind die Zahlen der „at Equity“ bilanzierten Mattres Inc. Beteiligung von – noch – 50,1 % nicht berücksichtigt. Diese 50,1 % werden sich reduzieren, da Management Optionsvereinbarungen in aktien „gezahlt“ werden. Und der Unternehemnserfolg macht diese „Zahlung“ fast sicher.


Darüber hinaus erreichte die nicht konsolidierte Mattres Firm. 13 % Umsatzsteigerung  auf 1.917 Mio EUR (Vorjahreszeitraum: 1.691 Mio EUR) – bei einem um 17 % erhöhten Gewinn von 169 Mio EUR (Vorjahresperiode: 139 Mio).


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Im Einzelnen! Steinhoff Aktie hat schöne Kinder

Die Zahlen Pepkors für das erste Halbjahr haben wir bereits ausführlich dargestellt, hier eine Kurzfassung: Umsatzwachstum von 3,3 % auf 42,0 Mrd ZAR. Den Verkauf der „John Craig-Stores“ berücksichtigt waren es sogar 3,7 %. Und das obwohl zum Q1 Ende immer noch 161 Geschäfte, die in den Juli-Unruhen in Kwa-Zulu Natal und Gauteng geplündert worden waren, noch nicht wiedereröffnet werden konnten – zu Beginn waren es 549 zerstörte und somit geschlossene Stores. Mittlerweile liegt man bei „nur noch“ 70 noch nicht wiedereröffneten Stores. Dazu bremste die geänderte, vorsichtigere Kleinkreditvergabe im Fintecharm die Umsatzentwicklung. Den operativen Gewinn steigerte man um 19,1 % auf 5,7 Mrd ZAR, Gewinn nach Steuern 3,33 Mrd ZAR! Und EPS steigen um 28,3 % auf 91,3 Cents. Bereinigte EPS immerhin um 12,1 % auf 79,9 Cents.


Und reine Erfolgsgeschichte sind die Zahlen Pepco’s für das Halbjahr, auch hier nach der bereits erfolgten ausführlichen Darstellung eine Zusammenfassung.Der Gruppenumsatz stieg auf 2,371 Mrd EUR in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres – ein Plus von 17,3 %. Die Marke Pepco steht für 28,9 % Wachstum mit insgesamt 235 Neueröffnungen im Zeitraum – gegenüber dem 31.03.2021 exakt 450 mehr Stores im Pepco-Konzern. Halbjahres-EBITDA von 347 Mio EUR  bedeutet ein Plus von 7.3% und traf die Prognose von 342 und 350 Mio EUR. Und die EPS (Earnings per share) stiegen um 25,5 % auf 0,20 EUR zum 31.03.2022. Insgesamt 235 neue Stores wurden im Berichtszeitraum eröffnet – auf Kurs für die mindestens 400 geplanten Neueröffnungen im gesamten Geschäftsjahr.


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Und Greenlit Brands?

Der Umsatz von Greenlit Brands ging um 4 % zurück auf 361 Mio EUR  (Vorjahresperiode: 375 Mio). Und wird als Folge von strengen Lockdownmassnahmen in Australien und Neuseeland wegen der Omicron-Variante gesehen. Diese Massnahmen wurden erst nach Ende der Berichtsperiode zurückgenommen. Dazu kamen Lieferkettenprobleme, die den florierenden Onlinehandel bremsten. Das alles und dazu kräftig gestiegene Logistikkosten führten zu einem um 24 % reduzierten EBITDA von 45 Mio EUR (Vorjahresperiode: 59 Mio), wobei das EBIT bei 12 Mio EUR sogar um 54 % abnahm. Mit einem Umsatz-Plus von 27 % glänzte der Onlinehandel trotz Lieferproblemen.


… und die Mattres Firm – nur „at the  money“ für die Steinhoff Aktie erfasst?

Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13 % (währungsbereinigt 7 %) auf 1.917 Mio EUR. Auf vergleichbarer Fläche erreichte man 9% Umsatzanstieg – getrieben durch einen um 13% gestiegenen „Bestellwert“ der einzelnen Kunden, trotz einer um 4% reduzierten Kundenzahl. Trend zu Luxusprodukten half hier extrem. Auch die vor Corona wichtigen Grossevents kamen wieder in den Blick – mit eien rWiederbelebung, die die Zurückhaltung der Einzelkunden kompensieren half.


Die Zahl der Geschäfte reduzierte sich weiter bis zum 31.03.2022 auf 2 338 (Vorjahresperiodenstichtag: 2 368). Und das Das EBITDA ging um 4 % zurück (10 % konstanten Wechselkursen), während das Periodenergebnis der Mattres Inc. anstieg um 17 % (8 % währungsbereinigt) – Grund hierfür die US-GAAP Bilanzierung bei Mattres Inc. und die Bilanzierung nach IFRS bei Stienhoff International Holding NV.


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Und natürlich die Zinsen auf die Konzernschulden bringen den Konzern in die roten Zahlen!

Reduktion der immensen Konzernschulden auf ein tragbares Niveau. Und genauso wichtig: Neuverhandlung der Konditionen, da nach dem  Vergleichsschluss ein wesentlicher Teil des Zins-Risiko-Aufschlags entfallen könnte. Insbesondere bei einer Zinslast von rund 10 % auf die Konzernschulden. KERNAUFGABE neben dem „Operativen“.


Aus dem „operating profit“ von 297 Mio EUR (Vorjahresperiode: 266 Mio EUR) werden nach 579 Mio EUR Zinslast (Vorjahresperiode: 598 Mio) und Steuern/Erträgen aus Anlagen insgesamt MINUS 377 Mio EUR (Vj: 325 Mio) für fortgeführte Aktivitäten – im Wesentlichen erhöhte Steuern erklären die Differenz. Und die nicht fortgeführten Geschäfte erhöhten das MINUS auf 413 Mio EUR. VOLLSTÄNDIGER HALBJAHRESBERICHT STEINHOFF INTERNATIONAL HOLDING NV.


Steinhoff könnte bald ein „normaler“ Retailkonzern werden

… mit wachstumsstarken Töchtern, die in ihren jeweiligen Märkten oftmals  besser als die Konkurrenz durch die Corona Krise gekommen sind. Und man ist nicht mehr ein Konzern, der sich mit Schadensersatzforderungen konfrontiert sieht, die bei weitem alle seine Vermögenswerte überschreiten. Jetzt ist man „nur noch“ ein überschuldeter Konzern, der seine Verschuldung und vornehmlich seine Zinslast reduzieren muss, wenn er dauerhaft überleben will.


Steinhoff Aktie Chartbild

 


Chart: Steinhoff International Holding NV | powered by GOYAX.de