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WKN: A1H81M / ISIN: CH0126881561

ROUNDUP 2/Studie: Gewitterfronten verursachten 2023 immense Schäden


07.12.23 15:49
dpa-AFX

(neu: mehr Details und Hintergrund)



ZÜRICH (dpa-AFX) - Eine Reihe von Gewitterfronten hat im laufenden Jahr weltweit große und teure Schäden angerichtet.

Besonders die USA waren stark betroffen. Aber auch in Europa treten immer häufiger verheerende Gewitter auf und sorgen bei den Versicherern für hohe Kosten. Insgesamt dürften Katastrophen im laufenden Jahr wirtschaftliche Schäden von 269 Milliarden US-Dollar angerichtet haben, schätzt der Schweizer Rückversicherer Swiss Re in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Das waren zwar 9 Prozent weniger als 2022, doch deutlich mehr als der 10-Jahres-Durchschnitt von 235 Milliarden.



Ein wesentlicher Teil der Katastrophenschäden wird von Erstversicherern wie Allianz und Axa und Rückversicherern wie der Swiss Re und ihren deutschen Konkurrenten Munich Re und Hannover Rück getragen. Der Swiss Re zufolge waren geschätzt 108 Milliarden Dollar der Schäden versichert - deutlich weniger als die 141 Milliarden ein Jahr zuvor. Allein Zerstörungen durch Naturkatastrophen kosteten die Branche demnach 100 Milliarden Dollar. Der Swiss Re zufolge wurde damit die 100-Milliarden-Marke zum vierten Mal infolge erreicht oder überschritten.



Nicht Hurrikans, sondern Gewitterfronten prägten diesmal die Schadensbilanz. Allein in den USA hätten Gewitter erstmals versicherte Schäden von über 50 Milliarden Dollar verursacht, heißt es in der Studie. Die Experten der Swiss Re zählten dabei in den USA 18 Gewitter mit Kosten von jeweils einer Milliarde oder mehr.



Auch in Europa tobten die Gewitter diesmal besonders stark, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie in den USA. Italien war laut Studie davon mit einer versicherten Schadenssumme von gut 3,3 Milliarden Dollar am stärksten betroffen, nachdem 2022 Gewitter in Frankreich die höchsten Kosten in Europa verursacht hatten.



Eine Nebenrolle nahmen 2023 Hurrikane, Flutkatastrophen, Waldbrände oder Erdbeben ein, auch wenn diese Ereignisse einzeln betrachtet zum Teil sehr hohe Schäden verursachten. Am stärksten belastete das Erdbeben in der Türkei und Syrien zu Jahresanfang mit Kosten von 6 Milliarden Dollar die Bilanzen der Versicherer. Teuer waren auch die Waldbrände auf Hawaii (3,5 Milliarden) sowie ein Zyklon der über Neuseeland hinwegfegte (2,4 Milliarden).



An der von Hurrikans bedrohten Ostküste der USA ist es hingegen bislang ziemlich ruhig geblieben. Wetterinstitute hatten vor der im Sommer beginnenden Hurrikan-Saison aufgrund der unüblich hohen Meerestemperaturen noch eine "aktive Saison" vorausgesagt.



Was Hurrikane anrichten können, hatte das Sturmtief "Ian" im letzten Jahr gezeigt. Der Sturm hatte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde Versicherungsschäden im Umfang von rund 53 Milliarden Dollar zur Folge. Spitzenreiter ist Hurrikan "Katrina" aus dem Jahr 2005 mit Kosten von knapp 90 Milliarden Dollar./mk/tv/uh/AWP/stw/jha/








 
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