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Mi, 5. Oktober 2022, 21:36 Uhr

Schumag

WKN: 721670 / ISIN: DE0007216707

Original-Research: SCHUMAG AG (von GSC Research GmbH): Halten


21.03.22 11:01
dpa-AFX

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Original-Research: SCHUMAG AG - von GSC Research GmbH



Einstufung von GSC Research GmbH zu SCHUMAG AG



Unternehmen: SCHUMAG AG


ISIN: DE0007216707



Anlass der Studie: Geschäftszahlen 2020/21


Empfehlung: Halten


seit: 21.03.2022


Kursziel: 1,80 Euro


Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten


Letzte Ratingänderung: 21.03.2022, vormals Kaufen


Analyst: Jens Nielsen



Massive Nachfragebelebung in 2020/21



Nachdem die SCHUMAG AG bis November 2020 noch Kurzarbeit angemeldet hatte,


sah sich das Unternehmen seit Jahresbeginn 2021 mit einer sprunghaft


angestiegenen und nachhaltig erhöhten Nachfrage konfrontiert.

Zwar wurden


diverse Initiativen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung umgesetzt


und weitere Investitionen in die maschinelle Ausstattung getätigt. Diese


Maßnahmen entfalteten jedoch noch nicht ihre volle Wirkung. Daher musste


zur Bewältigung des massiv gewachsenen Auftragsanfalls auf Wochenendarbeit


und zusätzliches Fremdpersonal zurückgegriffen werden, woraus entsprechende


Mehrkosten resultierten. Zudem führte das gestiegene Geschäftsvolumen


aufgrund des veralteten Maschinenparks, der liquiditätsbedingt nur


sukzessive erneuert werden kann, zu deutlich erhöhten


Instandhaltungsaufwendungen.



Trotz allem konnte die Produktionsleistung infolge der maschinell bedingten


Kapazitätsgrenzen jedoch letztlich nicht in dem zur Abarbeitung des


anhaltend hohen Orderaufkommens erforderlichen Maße gesteigert werden. So


baute sich zum einen ein zunehmender Lieferrückstand auf. Zum anderen


schlugen sich die gestiegenen Aufwendungen noch nicht vollumfänglich in der


Gesamtleistung nieder. Auch infolge höher als erwartet ausgefallener


Sondererträge konnte SCHUMAG das vergangene Geschäftsjahr 2020/21 aber


dennoch ertragsseitig sowohl über den eigenen als auch unseren Prognosen


abschließen. Dabei kam auch ein positives Nachsteuerergebnis zum Ausweis.



Die Unternehmensprognose für das am 30. September endende laufende


Geschäftsjahr 2021/22 sieht jedoch auf Grundlage eines konservativen


Szenarios trotz erneut zu erwartender nennenswerter Sondererträge ein


wieder deutlich negatives EBIT. Ursächlich hierfür sind neben den


anhaltenden Corona-bedingten und beschaffungsseitigen Unwägbarkeiten die


aufgrund der personellen, strukturellen und maschinellen Aufstellung des


Unternehmens weiterhin bestehenden Herausforderungen. Hinzu kommen nun die


momentan noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs


insbesondere auf die Rohstoff- und Energiepreise.



Dennoch gehen wir auf aktueller Basis davon aus, dass die Gesellschaft im


kommenden Geschäftsjahr 2022/23 auf EBIT-Ebene und in 2023/24 auch unter


dem Strich den Break-even erreichen kann. Dabei erwarten wir, dass sich die


anhaltenden Investitionen in Menschen und Maschinen sukzessive in einer


steigenden Produktivität, Effizienz und Profitabilität niederschlagen. So


sollte zum einen die Personalaufwandsquote im Zuge des weiteren


Umsatzwachstums bei altersbedingter Fluktuation und gleichzeitigen


gezielten Neueinstellungen weiter sinken. Zum anderen dürfte neben dem


Fremdpersonalbestand mit der voranschreitenden Modernisierung des


Maschinenparks auch der Instandhaltungsaufwand wieder zurückgehen.



Zur Sicherung und Stabilisierung der insbesondere auch für die


kontinuierlichen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens


erforderlichen Liquidität ist der Verkauf weiterer nicht


betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände geplant. Darüber hinaus halten wir


auch neuerliche Kapitalmaßnahmen für denkbar. Dabei sind wir positiv


gestimmt, dass diese durch die drei in der Region ansässigen


Ankeraktionäre, die sich für die nachhaltige Sanierung der SCHUMAG AG


engagieren, begleitet würden.



Insgesamt bestätigen war daher unsere Einschätzung, dass die unter dem seit


Dezember 2018 amtierenden Alleinvorstand Johannes Wienands initiierte


Restrukturierung des Aachener Traditionsunternehmens auch weiterhin


erfolgreich voranschreiten wird. Als sehr positives Signal werten wir in


diesem Zusammenhang auch die geleisteten Verzichte der Belegschaft auf


Gehaltsteile, Urlaubs- und Weihnachtsgelder.



In der aktuellen Gesamtgemengelage stufen wir die SCHUMAG-Aktie momentan


bei einem auf 1,80 Euro zurückgenommenen Kursziel als Halteposition ein.


Dabei erachten wir den Anteilsschein nach wie vor als eine interessante


mittelfristige Turnaround-Spekulation für Investoren mit entsprechender


Risikoaffinität. Angesichts des geringen Handelsvolumens sollten Aufträge


in dem Titel immer mit einem Limit erteilt werden.



Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:


http://www.more-ir.de/d/23643.pdf



Kontakt für Rückfragen


GSC Research GmbH


Tiergartenstr. 17


D-40237 Duesseldorf


Tel.: +49 (0) 211 / 179 374 - 24


Fax: +49 (0) 211 / 179 374 - 44


Buero Muenster:


Postfach 48 01 10


D-48078 Muenster


Tel.: +49 (0) 2501 / 440 91 - 21


Fax: +49 (0) 2501 / 440 91 - 22


Email: info@gsc-research.de


Internet: www.gsc-research.de



-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------




Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.


Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung


oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.



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