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So, 5. Februar 2023, 15:24 Uhr

Helma Eigenheimbau

WKN: A0EQ57 / ISIN: DE000A0EQ578

Original-Research: HELMA Eigenheimbau AG (von GBC AG): KAUFEN


07.12.22 09:31
dpa-AFX

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Original-Research: HELMA Eigenheimbau AG - von GBC AG



Einstufung von GBC AG zu HELMA Eigenheimbau AG



Unternehmen: HELMA Eigenheimbau AG


ISIN: DE000A0EQ578



Anlass der Studie: Research Note


Empfehlung: KAUFEN


Kursziel: 29,00 EUR


Kursziel auf Sicht von: 31.12.2023


Letzte Ratingänderung:


Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann



Prognoseänderung: Deutliche Ergebnisbelastungen durch Sonderaufwendungen


erwartet; Prognosen und Kursziel reduziert



Nachdem die HELMA Eigenheimbau AG (kurz: HELMA) Ende September über die


Insolvenz eines wesentlichen Subunternehmens des Ferienimmobilien-Bereiches


informiert und aufgrund dessen eine Prognoseanpassung vorgenommen hatte,


war der Newsflow der vergangenen Wochen von wesentlicher Bedeutung.



Am 17. Oktober hatte die HELMA überraschend den langjährigen Vorstand


Gerrit Janssen mit sofortiger Wirkung abberufen. Weitere Informationen zu


den Hintergründen dieser Maßnahme wurden nicht an den Markt kommuniziert.


Selbst in der Zwischenzeit gibt es zu der ungewöhnlich nüchternen


Ad-hoc-News keine näheren Informationen. Es ist denkbar, dass die Insolvenz


des Sub-Unternehmens für den Ferienimmobilienbereich eine Rolle gespielt


haben könnte, wir gehen aber nicht davon aus, dass dies der ausschließliche


Grund für die Abberufung von Gerrit Janssen gewesen sein kann. 



Als Nachfolgerin wurde Frau Andrea Sander präsentiert, die seit dem 01.


November 2022 den Vorstandsvorsitz übernommen hat. In den


Zuständigkeitsbereich von Frau Sander fallen die Bereiche Personal, Recht,


Unternehmensentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Compliance sowie die


Führung der von der Subunternehmen-Insolvenz betroffenen


Tochtergesellschaft HELMA Ferienimmobilien GmbH. Parallel zu Frau Sander


unterstützt Herr Jannik Bayat, Partner bei der Beratungsgesellschaft Baker


Tilly, um die Kontinuität sicherzustellen.



Am 24. November hat das neue HELMA-Management eine weitere Reduktion der


Prognosen bekannt gegeben. Nachdem die erste Prognoseanpassung unmittelbar


ELMnach Bekanntwerden der Insolvenz des Subunternehmens veröffentlicht


wurde, hat eine genauere Einschätzung der damit verbundenen negativen


Effekte zu einer weiteren Gewinnwarnung geführt. Für das laufende


Geschäftsjahr rechnet das HELMA-Management mit dem Erreichen der unteren


Umsatz-Prognosebandbreite (300 EUR bis 320 Mio. EUR). Das EBT wird allerdings


nunmehr in einem mittleren einstelligen Millionen-Bereich erwartet, statt


bisher 20 Mio. EUR.



Für die neuerliche Prognoseanpassung sind, gemäß Aussage von HELMA,


insbesondere drei Faktoren verantwortlich. Einerseits müssen Nacharbeiten


bei den vom Subunternehmen betroffenen Projekten vorgenommen werden. Auf


der anderen Seite fallen, aufgrund der verspäteten Fertigstellung der


betroffenen Objekte, Versäumniszuschläge an. Schließlich müssen als Ersatz


für das Subunternehmen neue Baudienstleister beauftragt werden, was zu


entsprechenden Kostensteigerungen führen dürfte. Während die ersten beiden


Punkte einmaliger Natur sind, dürfte die Beauftragung neuer


Baudienstleister bei den betroffenen Projekten zu einer Reduktion der


Ergebnismargen führen.



In der aktuellen Ad-hoc-Mitteilung vom 24. November berichtet die


Gesellschaft auch von einem sichtbaren Rückgang der Auftragseingänge, was


zwar im Vorfeld erwartet worden war, jedoch insbesondere mit dem aktuell


schwierigen Marktumfeld zusammenhängt. Dies erhöht die Prognoseunsicherheit


insbesondere für den Zeitraum ab dem Geschäftsjahr 2023 deutlich.



Mit dem vorhandenen umfangreichen Grundstücksbestand, mit dessen Bebauung


ein Umsatzpotenzial in Höhe von insgesamt 2,1 Mrd. EUR realisiert werden


könnte, ist die Gesellschaft u.E. aber gut aufgestellt, um an den weiterhin


vorhandenen übergeordneten Trends im Wohnungs- und Ferienimmobilienbau zu


partizipieren. Zudem dürften die Grundstücke, die im Schnitt vor vier bzw.


fünf Jahren erworben wurden, mit stillen Reserven einhergehen. Selbst vor


dem Hintergrund eines möglichen leichten Preisrückgangs sind die Käufe zu


niedrigeren Preisniveaus erfolgt.



Wir nehmen aus Sicherheitsgründen eine deutliche Anpassung der Prognosen


für das laufende Geschäftsjahr 2022 vor. Analog zur Unternehmens-Guidance


rechnen wir unverändert mit Umsatzerlösen in Höhe von 304,97 Mio. EUR, gehen


aber von einer deutlich rückläufigen Ergebnisentwicklung aus. Bei einem EBT


in Höhe von 4,96 Mio. EUR (bisherige Prognose: 19,96 Mio. EUR) dürfte die


Gesellschaft damit im zweiten Halbjahr 2022 ein EBT in Höhe von rund -8,50


Mio. EUR erwirtschaften.



Aufgrund der aktuellen hohen Unsicherheit hinsichtlich der


Unternehmensentwicklung in den kommenden Geschäftsjahren nehmen wir


gegenüber unseren bisherigen Prognosen ebenfalls weitere


Sicherheitsabschläge vor. Dabei rechnen wir, gegenüber unseren alten


Schätzungen, mit niedrigeren Umsatzerlösen, als Folge einer möglicherweise


rückläufigen Nachfrage. Darüber hinaus könnte die HELMA bewusst Projekte


verschieben, die, aufgrund der vorherrschende Lage, niedrige Margenniveaus


aufweisen. Insgesamt rechnen wir daher mit einer rückläufigen


Margenentwicklung.



Wir reduzieren unsere Umsatzprognosen des kommenden Geschäftsjahres 2023


auf 289,72 Mio.EUR (bisher: 311,07 Mio. EUR) und des Geschäftsjahres 2024 auf


304,21 Mio. EUR (bisher: 354,62 Mio. EUR). Das EBT sollte ebenfalls deutlich


niedriger als bislang von uns angenommen ausfallen. Wir rechnen für 2023


mit einem EBT in Höhe von 7,89 Mio. EUR (bisherige Schätzung: 20,06 Mio. EUR)


und für 2024 in Höhe von 14,67 Mio. EUR (bisherige Schätzung: 30,72 Mio. EUR).



Als Resultat des DCF-Bewertungsmodells haben wir einen fairen Wert von


29,00 EUR (bisher: 54,35 EUR) ermittelt. Die deutliche Kurszielminderung ist


insbesondere eine Folge der deutlich angepassten Schätzungen. Darüber


hinaus hat die leichte Anhebung der gewichteten Kapitalkosten den fairen


Wert weiter gemindert. Ausgehend vom aktuellen Aktienkurs in Höhe von 17,45


EUR vergeben wir weiterhin das Rating KAUFEN.





Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:


http://www.more-ir.de/d/26139.pdf



Kontakt für Rückfragen


GBC AG


Halderstrasse 27


86150 Augsburg


0821 / 241133 0


research@gbc-ag.de


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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:


http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung


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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 07.12.22 (08:14 Uhr)


Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 07.12.22 (09:30 Uhr)



-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------




Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.


Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung


oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.



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