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Do, 18. August 2022, 15:11 Uhr

EVN

WKN: 878279 / ISIN: AT0000741053

DGAP-News: EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 (deutsch)


25.05.22 07:30
dpa-AFX

EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22



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EQS-News: EVN AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis


EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22



25.05.2022 / 07:30


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Highlights



* Verwerfungen historischer Dimension auf internationalen Energiemärkten



* Rückgänge bei EBIT und Konzernergebnis; diversifizierte Geschäftsfelder


unterschiedlich betroffen



* Errichtung von drei Windkraftprojekten mit insgesamt 67,2 MW



* Anstieg der Netzinvestitionen zur Integration zusätzlicher erneuerbarer


Erzeugung



* Kommerzieller Vollbetrieb der Naturfilteranlage in Petronell



* Kommerzielle Inbetriebnahme der thermischen Klärschlammverwertungsanlage


in Halle-Lochau



* Ratings von Moody's (A1, stabil) und Scope Ratings (A+, stabil)


bestätigt




Kennzahlen



* Umsatz: +65,5 % auf 2.126,7 Mio. Euro



* EBITDA: -21,6 % auf 420,2 Mio. Euro



* EBIT: -17,1 % auf 211,0 Mio. Euro



* Konzernergebnis: -27,6 % auf 127,4 Mio. Euro



* Nettoverschuldung: 1.134,4 Mio. Euro (30. September 2021: 813,8 Mio.


Euro)




Energiewirtschaftliches Umfeld


Im ersten Halbjahr 2021/22 lagen die Temperaturen in allen drei Kernmärkten


der EVN unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Preise für Primärenergie


und CO2-Emissionszertifikate unterlagen in der Berichtsperiode einem


massiven Anstieg und signifikanten Marktverwerfungen, getrieben durch die


voranschreitende Konjunkturerholung nach Covid-19 einerseits sowie den Krieg


in der Ukraine andererseits. Im Einklang mit diesen Trends verzeichneten


auch die Marktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom im Berichtszeitraum


einen signifikanten Anstieg: Die Spotmarktpreise für Grund- bzw.


Spitzenlaststrom lagen mit durchschnittlich 211,0 Euro pro MWh bzw. 251,4


Euro pro MWh um ein Vielfaches über den Vorjahreswerten von 48,1 Euro pro


MWh bzw. 58,9 Euro pro MWh.




Anstieg im Umsatz, EBIT und Konzernergebnis unter Vorjahresniveau


Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Halbjahr 2021/22 einen


Anstieg um 65,5 % auf 2.126,7 Mio. Euro, getrieben durch eine Vielzahl von


Einzeleffekten: In Südosteuropa brachten vor allem die stark gestiegenen


Strompreise deutliche Zuwächse im Energievertrieb, gleichzeitig führten im


Netzbetrieb witterungsbedingte Mengeneffekte zu höheren Umsatzerlösen. In


Österreich wiederum wirkten sich die per 1. Jänner 2021 von der E-Control


festgelegten Netznutzungsentgelte positiv auf die Netzerlöse aus. Weitere


wichtige Impulse lieferten Preiseffekte in der erneuerbaren Stromerzeugung


sowie positive Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften. Zudem konnte


ein Anstieg der Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den


österreichischen Übertragungsnetzbetreiber den Entfall der Umsatzerlöse aus


dem Kraftwerk Walsum 10 nach Abgabe der Beteiligung der EVN und Beendigung


des Strombezugs aus der Anlage großteils ausgleichen. Zuwächse ergaben sich


schließlich auch im internationalen Projektgeschäft.



Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Periodenvergleich um


67,1 % auf 54,4 Mio. Euro, hauptsächlich verursacht durch den Entfall eines


positiven Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Übernahme eines zusätzlichen


Strombezugsrechts im Vorjahr.



Analog zur Umsatzentwicklung nahm auch der Aufwand für Fremdstrombezug und


Energieträger - er belief sich auf 1.314,0 Mio. Euro (Vorjahr: 568,7 Mio.


Euro) - deutlich zu. Diese Entwicklung resultierte vor allem aus den


gestiegenen Energiebeschaffungskosten in Südosteuropa, insbesondere jenen


zur Netzverlustabdeckung, dem höheren Primärenergieaufwand für das wie


erwähnt häufiger eingesetzte Kraftwerk Theiß und aus höheren


Beschaffungskosten der EVN Wärme. Die Fremdleistungen und der sonstige


Materialaufwand nahmen korrespondierend zur Umsatzentwicklung im


internationalen Projektgeschäft um 20,6 % auf 290,4 Mio. Euro zu.



Mit 179,4 Mio. Euro lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum infolge


kollektivvertraglicher Anpassungen um 1,4 % über dem Vorjahresniveau. Der


Personalstand stieg im Jahresabstand auf 7.147 Mitarbeiter innen leicht an


(Vorjahr: 7.140 Mitarbeiter innen). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen


wuchsen aufgrund höherer Forderungswertberichtigungen in Nordmazedonien um


12,4 % auf 62,4 Mio. Euro.



Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem


Charakter reduzierte sich um 33,0 % auf 85,2 Mio. Euro. Ein wesentlicher


Teil dieses Rückgangs entfällt aufgrund gestiegener Beschaffungskosten von


Strom und Erdgas auf die Vertriebsgesellschaft EVN KG in Österreich, ebenso


ging der Ergebnisbeitrag der RAG zurück. Im Vorjahr war in dieser Position


zudem eine Wertaufholung von 9,6 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta


(Albanien) enthalten gewesen. Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA


der EVN im ersten Halbjahr 2021/22 mit 420,2 Mio. Euro um 21,6 % unter dem


Vorjahresniveau.



Unter anderem getrieben durch den Verkauf der 49 %-Beteiligung der EVN am


Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 nahmen die planmäßigen


Abschreibungen im Vorjahresvergleich um 5,9 % auf 158,3 Mio. Euro ab. Für


die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen wiederum - sie beliefen sich im


Berichtszeitraum auf 50,9 Mio. Euro (Vorjahr: 113,1 Mio. Euro) - waren


unterschiedliche Entwicklungen maßgeblich: Im zweiten Quartal 2021/22


erforderte eine geänderte Risiko- und Ertragserwartung für das


internationale Projektgeschäft eine Wertminderung des Firmenwerts (52,9 Mio.


Euro) des internationalen Projektgeschäfts sowie des Restbuchwerts (4,4 Mio.


Euro) der beiden klärschlammbetriebenen Blockheizkraftwerke in Moskau. Dem


stand eine bereits im ersten Quartal 2021/22 erforderlich gewordene


Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien entgegen,


die durch geänderte regulatorische Rahmenbedingungen in Kombination mit


gestiegenen Strompreisen begründet war. Im Vorjahr hatte die Übernahme eines


zusätzlichen Strombezugsrechts zu Wertminderungen im Ausmaß von 113,1 Mio.


Euro geführt. Per Saldo reduzierte sich damit das EBIT um 17,1 % auf 211,0


Mio. Euro.



Das Finanzergebnis der EVN sank durch die im aktuellen Börsenumfeld


rückläufige Performance des R138-Fonds sowie durch


Fremdwährungskursentwicklungen auf -31,3 Mio. Euro (Vorjahr: -21,0 Mio.


Euro). Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 44,1 Mio. Euro


(Vorjahr: 38,7 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender


Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 127,4 Mio. Euro. Gegenüber dem


Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 27,6 %.




Solide Bilanzstruktur


Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die eine gute


Grundlage für die Umsetzung des umfassenden Investitionsprogramms in den


Bereichen Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie


Trinkwasserversorgung der nächsten Jahre bildet. Die Nettoverschuldung lag


am 31. März 2022 bei 1.134,4 Mio. Euro.




Energie. Wasser. Leben. - Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft



Energiegeschäft



Die Stromerzeugung der EVN lag im ersten Halbjahr 2021/22 mit 1.998 GWh,


wovon 1.192 GWh (Vorjahr: 1.112 GWh) auf die erneuerbare Erzeugung


entfielen, um 3,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Anteil der


erneuerbaren Erzeugung lag im Berichtszeitraum bei 59,7 % (Vorjahr: 53,5 %).


Ein überdurchschnittlich hohes Windaufkommen kompensierte den Rückgang der


Erzeugungsmengen aus Wasserkraft, bedingt durch ein rückläufiges


Wasserdargebot im Periodenvergleich. Die Stromerzeugung in den


Wärmekraftwerken ist aufgrund der Veräußerung der 49 %-Beteiligung am


Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 um 16,8 % auf 805 GWh gesunken.


Gegenläufig wirkte hier eine deutliche Zunahme der Abrufe des Kraftwerks


Theiß zur Netzstabilisierung.



In Einklang mit den Ausbauzielen für erneuerbare Energien im Rahmen der EVN


Strategie 2030 befinden sich derzeit drei Windkraftprojekte in


Niederösterreich mit insgesamt 67,2 MW in Umsetzung. Die Neuerrichtung des


Windparks Schildberg sowie das Repowering beim bestehenden Windpark Japons


jeweils mit einer installierten Kapazität von 12,6 MW. Im Windpark


Palterndorf-Dobermannsdorf (42 MW) kommen erstmals hocheffiziente


6-MW-Windkraftanlagen zum Einsatz. Die Inbetriebnahme ist für das nächste


Geschäftsjahr geplant.



Der verstärkte Ökostromausbau sowie der Smart Meter Roll-out führen zu einem


Anstieg der Investitionen im Netzbereich, um die Versorgungssicherheit


weiterhin gewährleisten zu können. Vor allem die starke Zunahme von


Photovoltaikanlagen im Nieder- und Mittelspannungsnetz erfordern einen


massiven Netzausbau sowie Investitionen in Smart Grid Pilotprojekte.



Umwelt- und Wassergeschäft



Die Verbesserung der Versorgungssicherheit und -qualität der


Trinkwasserversorgung in Niederösterreich bildet einen


Investitionsschwerpunkt der EVN. Im März 2022 wurde bei der bereits fünften


Naturfilteranlage der EVN in Petronell der kommerzielle Vollbetrieb


aufgenommen. Die Anlage versorgt nun zehn Gemeinden der Region östlich des


Flughafens Wien-Schwechat mit auf natürliche Weise und ohne Zusatz von


Chemikalien enthärtetem Wasser. Ebenfalls im März 2022 erfolgte die


Inbetriebnahme des ersten von drei Bauabschnitten (Pallweis - Zwettl) der


neuen überregionalen 60km langen Versorgungsleitung von Krems nach Zwettl.



Im internationalen Projektgeschäft erhielt die WTE Wassertechnik im März


2022 den Auftrag für den zweiten Abschnitt des Projekts


Trinkwasserversorgung Cluj-Slaj in Rumänien mit einem Auftragswert von rund


45 Mio. Euro. Dieser umfasst die Errichtung von Transportleitungen, eines


Hochbehälters sowie einer Reinigungsstation. Im April 2022 erfolgte die


kommerzielle Inbetriebnahme der vom 50:50-Joint-Venture sludge2energy


errichteten thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Halle-Lochau in


Deutschland. Zum Stichtag 31. März 2022 arbeitete die WTE Wassertechnik an


der Planung und Errichtung von zwölf Projekten im Bereich der


Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermischen


Klärschlammverwertung in Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain und


Kuwait sowie an zwei weiteren Klärschlammverwertungsprojekten in Deutschland


(Hannover und Straubing) im Rahmen des 50:50-Joint Ventures sludge2energy.




Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2021/22


Die EVN erwartet für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Konzernergebnis in einer


Bandbreite von etwa 200 bis 240 Mio. Euro. Stärkere oder länger anhaltende


Verwerfungen auf den Energiemärkten könnten das erwartete Ergebnis jedoch


negativ beeinflussen.



Den Aktionärsbrief über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22


finden Sie unter www.investor.evn.at.




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25.05.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch EQS Group AG. www.eqs.com



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Sprache: Deutsch


Unternehmen: EVN AG


EVN Platz


2344 Maria Enzersdorf


Österreich


Telefon: +43-2236-200-12294


E-Mail: info@evn.at


Internet: www.evn.at


ISIN: AT0000741053


WKN: 074105


Indizes: ATX


Börsen: Wiener Börse (Amtlicher Handel)


EQS News ID: 1359827





Ende der Mitteilung EQS News-Service


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1359827 25.05.2022



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