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Mi, 8. Februar 2023, 14:05 Uhr

Christie's macht sich auf nach Osten


08.04.05 16:45
GOLDINVEST.de daily

Das Auktionshaus Christie's (ISIN/ WKN nicht bekannt) macht sich auf nach Osten, so die Experten von "GOLDINVEST.de daily".

Die weltweite Ölnachfrage dürfte bisher ungeahnte Folgen haben. Der Kunstmarkt könnte in eine neue Dimension vorstoßen.

Die Scheichs in Kuwait würden heute im Vergleich zu vor einem Jahr rund 45 Millionen US-Dollar am Tag mehr, Qatar plus 15 Millionen, die Vereinigten Emirate zirka 35 und die Saudi-Chefs sogar 170 Millionen verdienen. Insgesamt würden 263 Millionen US-Dollar mehr pro Tag in die Schatztruhen der Ölfürsten im Nahen Osten fließen. Dies seien zwar die reinen zusätzlichen Umsätze vor Kosten. Aber es zeige die Größenordnung des neuen Reichtums.

Kein Wunder also, dass das zweitgrößte Auktionshaus der Welt, Christie's, die Eröffnung neuer Büros in Kuwait, Qatar und anderen arabischen Staaten plane, um dort die Möglichkeiten für die Errichtung neuer "Zweigstellen" zu testen. Das Auktionshaus sei am Kunstmarkt beteiligt - weltweit würden 25 Milliarden umgesetzt - und wolle nun weiter expandieren. Der Hauptsitz von Christie's sei in London.

Im mittleren Osten sollten jetzt mindestens vier Büros während der nächsten fünf Jahre entstehen. Der Beginn werde in Dubai, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, gemacht.

Vorerst würden noch keine Auktionen stattfinden. Das Kaufverhalten im mittleren Osten habe sich dank der verbesserten wirtschaftlichen Konditionen positiv entwickelt. Am 4. April habe das erste Büro seine Pforten geöffnet. Der Markt wachse in Sachen Museen und Sammler, damit wolle Christie's und die in New York ansässige Sotheby's Holding Inc. nun konkurrieren.

Es werde auf jeden Fall interessant, wie sich das neue Engagement von Christie's entwickeln werde. Christie's sei 1998 von der französischen Artemis übernommen worden, einer Holding von Francois Pinault, einem der reichsten Männer Frankreichs. Leider sei Christie's daher nicht mehr börsennotiert.

Doch auch mit dem Konkurrenten, der New Yorker Sotheby's Holdings lasse sich am Ölprofit verdienen. Das Auktionshaus sei ein profitables Unternehmen mit Kurschancen. Viel spekulativer dagegen sei Artprice.com.