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Mo, 5. Dezember 2022, 5:06 Uhr

Anleger gegen Stillhalteperiode


13.05.02 08:44
The-Bulls

Im Zuge der geplanten Einführung einer Stillhalteperiode für Aktienanalysen im Bereich Börsengänge hat sich der "Initiativkreis Privatanleger der Stuttgarter Börse" vehement dagegen ausgesprochen, berichten die Experten von "The-Bulls".

Die Deutsche Börse plane mit den neuem "IPO-Kodex" die Auflage, dass der vom Unternehmen in Zusammenarbeit mit den konsortialführenden Banken veröffentlichte IPO-Börsenprospekt zur alleinigen Informationsquelle werde. Ab einem Zeitraum von vier Wochen vor der Zeichnungsfrist sowie bis maximal 30 Tage nach der ersten Notiz dürfe der Emittent keine zusätzlichen Informationen publizieren. In diesem Zusammenhang dürften die emissionsbegleitenden Banken in einer Frist von 14 Tagen vor Zeichnungsfrist bis 30 Tage nach erster Notiz keine Analysen mehr veröffentlichen und dabei keine Informationen, die über den Umfang der im IPO-Prospekt genannten Inhalte preisgeben würden.

Die Deutsche Börse wolle diesen "Kodex" zum 01.06.2002 zuerst am Marktsegment "Neuer Markt" einführen und sich darüber hinaus dafür stark machen, dass Teile hiervon auch für den Geregelten und den Amtlichen Handel zu einem späteren Zeitpunkt übernommen werden sollen.

Nach Meinung der Experten von "The-Bulls" droht Privatanlegern hierdurch eine Ungleichbehandlung der Anleger, was vor allem zu Lasten der Privatanleger geht, da interessante Informationen im Vorfeld des Going Publics dem Institutionellen eher zugänglich sind als dem privaten Investor.