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Do, 7. Juli 2022, 15:09 Uhr

Snap sorgt für nächste Enttäuschung im Tech-Sektor


24.05.22 10:43
Feingold-Research

Die Bankaktien profitierten gestern, nachdem EZB-Präsidentin Lagarde das Tempo einer bevorstehenden Zinswende in der Eurozone zumindest verbal verschärft hat. Die Technologieaktien fallen heute, nachdem Snap vor wegbrechenden Werbeeinnahmen auf der Foto-App Snapchat warnt. Die aktuelle Nachrichtenlage spiegelt eindrucksvoll das Dilemma wider, in dem sich Notenbanken, Unternehmen und Aktienmärkte gerade befinden. Aufgrund zahlreicher Krisen verlangsamt sich das Wachstum, während die Inflation steigt und die Notenbanken zu einer restriktiven Politik zwingt, was wiederum die Finanzierungsbedingungen und damit auch die Risikoeinstellung der Investoren insgesamt verschlechtert. Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.


Kein Wunder also, dass die Stimmung an der Börse aktuell so negativ ist wie schon lange nicht mehr. Vor allem vor dem Hintergrund der sich rapide verändernden geldpolitischen Rahmenbedingungen und steigenden Zinsen agieren die Investoren immer zurückhaltender am Aktienmarkt. Für viele ist die Zukunft unüberschaubar, sie bleiben deshalb an der Seitenlinie. Der S&P 500 droht weiterhin in einem Bärenmarkt abzudriften, das Verhältnis von Optimisten zu Pessimisten an der Wall Street ist so negativ wie seit 40 Jahren nicht mehr.


Die EZB hat nach langer Zeit ohne klare Aussage das Ende der Negativzinsen in der Eurozone für den September in Aussicht gestellt. Zum einen hervorragend für Bankaktien, da hier das klassische Geschäftsmodell des Geldverleihs wieder rentabler wird. Andererseits droht ein Kapitalabfluss aus Risikoanlagen wie dem Aktienmarkt, da ohne Minuszinsen Gelder wieder sicher bei Banken geparkt werden können.


Für den DAX-Konzern Daimler Truck steht eine neue Partnerschaft mit den Maschinen- und Batteriebauer Manz im Fokus. Die Stuttgarter haben sich mit zehn Prozent an Manz beteiligt. Gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Probleme in den Lieferketten ein cleverer Schachzug, um die Basis für den Bau neuer LKWs zu sichern. Dementsprechend positiv die Reaktion beider Aktien auf diese Nachrichten.



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