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Di, 5. Juli 2022, 13:43 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Rohöl (Brent): 100er-Marke als Support


13.04.22 12:45
Manfred Ries, Stockstreet GmbH

von Manfred Ries

Brent


Rohöl (Brent) (Tageschart): Die 100-USD-Linie als potenziell tragfähiger Support.


 


Von Manfred Ries


 


Mittwoch, den 13. April 2022


Liebe Leserinnen und Leser,


heute einmal mehr einen Blick in das Lager der …


Rohstoffe! Konkret geht es um die Preisentwicklung bei Rohöl (Brent Crude). Am Mittwoch, 13. April 2022, notiert das Barrel Rohöl der Sorte Brent Crude im europäischen Mittagshandel bei ~105,00 USD (-0,1%). Damit setzt sich die Preis-Stabilisierung oberhalb der psychologisch bedeutsamen 100er-Preismarke, wie von mir vermutet, fort.


Die Ausgangslage. Anfang März markierte der Rohöl-Preis mit 133,08 USD ein Mehrjahreshoch. Die anschließende Korrekturbewegung drückte den Öl-Preis erneut unter die Marke von 100 USD. In der zweiten März-Hälfte – fast das gleiche Spiel: starker Anstieg bis auf 123,72 USD gefolgt von einem Abwärtstrendkanal (rot schraffiert), der am Dienstag mit einer Impulsbewegung nach oben durchbrochen wurde. Und wieder bestätigen die Brent-Preise damit ihren Support-Bereich (grün schraffiert), den ich zwischen 95,80 USD und 100 USD definiere. Oben abgebildet: der Tageschart. Dabei präsentiert die letzte Kerze im Chartbild die Rohöl-Preisbewegung vom Mittwoch, 13. April 2022 bis zum Zeitpunkt dieser Analyse.


Zum Hintergrund. Schlechte Nachrichten aus China drückten den Öl-Preis zu Wochenbeginn nach unten. Denn die Corona-Zahlen im Großraum Shanghai steigen unermüdlich und die damit einhergehenden, strikten Lockdown-Maßnahmen, bremsen den Öl-Verbrauch im zweitwichtigsten Verbrauchsland der Welt. Die Wirtschaftsflaute scheint offenbar noch länger anzudauern, fürchten Marktbeobachter. Andererseits konnten sich die Öl-Preise am Dienstag weiter festigen, nachdem die US-Regierung angekündigt hatte, das Angebot an Benzin (E15) auszuweiten. Damit wolle man die Inflation in den USA in den Griff bekommen, die ja hauptsächlich durch die aktuell hohen Energiepreise hervorgerufen werden.


Die Prognose. Der Rohöl-Preis bleibt hoch volatil – in der kurzzeitigen Betrachtung! Selbst ein (charttechnischer) Test der 95,80 USD-Marke sollte, je nach News Flow, einkalkuliert werden. Geopolitische Spannungen indes könnten den Öl-Preis erneut oberhalb seiner 100 USD-Linie etablieren, zumal ich die Marktsituation beim Öl-Preis als bereits „überverkauft“ bezeichnen möchte. Stand heute gehe ich von einer soliden charttechnischen Stabilisierung im Bereich ~96/100 USD aus. Ebenso interessant, aus meiner Warte heraus betrachtet und insbesondere im längerfristigen Kontext: Öl-Companies! Ein hochaktuelles und spannendes Thema auch innerhalb meines wöchentlichen Börsenbriefes Optionsscheine Expert Trader©. 


Soweit für den heutigen Mittwoch. Ich wünsche Ihnen eine schöne und erfolgreiche zweite (Börsen)Wochenhälfte – bleiben Sie gesund und trading-fasziniert! 


Herzlichst, Ihr


 


Manfred Ries, Chefredakteur
https://www.stockstreet.de/rohstoffe-und-emerging-markets-news
https://www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader


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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader© und des Börseninformationsdienstes Rohstoff & Emerging Markets News.


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*) Glossar:


200-Tagelinie (MA(200)): Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  


Disparity Indikator (DIX): Beschreibt den prozentualen Abstand zwischen dem Kurs und seinem gleitenden Durchschnitt. Ein DIX mit der Einstellung "9" im Monatschart zeigt demnach den prozentualen Abstand zwischen Kurs und seiner 9-Monats-Durchschnittslinie (entspricht in etwa der 200-Tagelinie im Tageschart).


MACD: Der MACD (»Moving Average Convergence/Divergence«) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.


Slow-Stochastik-Indikator: Der Indikator (Oszillator) hilft gerade in Seitwärtsbewegungen beim Aufspüren von Umkehrpunkten. Stochastik-Werte oberhalb der 80er-Linie deuten auf eine überkaufte Marktsituation hin; Stochastik-Werte unterhalb der 20er-Linie auf eine überverkaufte Situation. Handelssignale ergeben sich durch die Schnittpunkte der beiden Linien.



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