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Sa, 24. Februar 2024, 5:56 Uhr

Bearmarketrally an den Aktienmärkten


01.04.23 10:44
Claus Vogt

Liebe Leser,


seit Anfang des Jahres ist der S&P 500 um 5% gestiegen. Damit notiert er aber immer noch 16% unter seinem Hoch vom 4. Januar 2022.


Für 90% dieses 5%-igen Anstiegs des S&P 500 sind lediglich 3 Schwergewichte aus dem Technologiesektor verantwortlich. Die damit zum Ausdruck kommende extreme Konzentration bzw. Enge dieses Kursanstiegs unterstreicht meine Prognose, dass wir es hier nicht mit einer neuen Hausse, sondern mit einer Bearmarketrally zu tun haben. Das heißt, die Aktienbaisse schreitet ganz normal voran, und erneute Kursrückgänge werden folgen.


Bearmarketrallys gibt es in jeder großen Baisse


Bearmarketrallys können sehr nervenzehrend sein. Zuerst für die Bären, und dann für enttäuschte Bullen. Als der NASDAQ 100 während der Baisse der Jahre 2000 bis 2002 um 83% abstürzte, gab es auf diesem steilen Weg nach unten nicht weniger als 8 Bearmarketrallys. Die kleinste brachte einen Kursanstieg von 18%, bei der größten waren es 59% in nur 11 Wochen.


Dennoch saßen Anleger, die das Glück hatten, am Tiefpunkt vor diesem beeindruckenden 59%-igen Kursanstieg zu kaufen, am Ende der Baisse auf einem Buchverlust von 27%. Und wer das Pech hatte, am Hoch dieser großen Bearmarketrally einzusteigen, erlebte anschließend einen Kursrückgang von 54% – obwohl er 64% unter dem anderthalb Jahre zuvor erreichten Höchstkurs kaufte.


Der Bankensektor als Vorbote


Der Bankensektor hat durch die Pleiten der amerikanischen Silicon Valley Bank und der Silvergate Bank sowie den Notverkauf der zweitgrößten Schweizer Großbank Credit Suisse für Schlagzeilen gesorgt. Wie von uns erwartet, standen Zentralbanken und Regierungen sofort mit Rettungsmaßnahmen bereit.


Wie so oft, haben die Aktienmärkte auf die staatlichen Hilfen mit Erleichterung und Kursgewinnen reagiert. Das war während der Finanzkrise in den Jahren 2007/08 nicht anders. Damals stellte sich jede dieser Kursbewegungen als Bearmarketrally heraus. Nichts anderes erwarte ich auch dieses Mal.


Durch die jahrelange unseriöse und kurzsichtige Nullzinspolitik sind riesige Spekulationsblasen und realwirtschaftliche Ungleichgewichte entstanden. Die jüngsten Bankenpleiten sind der Beginn des unvermeidlichen Prozesses, mit dem diese Fehlentwicklungen bereinigt werden.


Zentralbanken werden im Schulterschluss mit Regierungen zwar alle Register ziehen, um diesen Bereinigungsprozess aufzuhalten oder wenigsten abzuschwächen. Da die Probleme heute aber noch größer sind als damals, sind die Erfolgsaussichten gering. Was das für die Finanzmärkte und die Edelmetalle bedeutet, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.                                                  


Ihr        


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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


P.S.: Die wichtigsten Botschaften der jüngsten Bankenpleiten lesen Sie in unserer Krisensicher Investieren Monatsausgabe April 2023.


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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.


2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter - Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.



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