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Do, 7. Juli 2022, 15:01 Uhr

Ausverkaufsstimmung an den Börsen hält an


27.04.22 11:10
Feingold-Research

Auch wenn es heute Morgen nach einer leichten Stabilisierung an den Börsen aussieht, die vorbörslich grünen Vorzeichen für die US-Indizes und das zaghafte Plus im Deutschen Aktienindex zur Handelseröffnung dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin Ausverkaufsstimmung am Markt herrscht. Quer durch die Bank wird alles, was Risiko heißt, aus den Depots geworfen. Auch der Euro ist gegenüber dem US-Dollar mittlerweile auf einem Fünfjahrestief angekommen. Das Währungspaar nähert sich damit immer mehr der Parität an, zumindest das ein Hoffnungsschimmer für die deutschen Exporteure, andererseits aber auch ein Treiber für importierte Inflation.  Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.  


Sorgen bereitet weiterhin auch die Situation an der US-Technologiebörse Nasdaq, der Index ist gestern auf ein neues Jahrestief gefallen, der Abwärtstrend damit weiter intakt. Dass in einem solchen Szenario schon zeitnah wieder Käufer in den Markt kommen, darf bezweifelt werden. Hier kann wohl nur eine nachhaltige Trendwende in der Zinslandschaft helfen, nach der es für den Moment nun wirklich nicht aussieht.


Russland hat nun erstmals Ländern den Gashahn zugedreht. Aus Moskau heißt es, Polen und Bulgarien seien der Forderung nach einer Zahlung in der russischen Landeswährung nicht nachgekommen. Zwar ist die Lage aus Sicht der zwei betroffenen Länder nicht gravierend, da sie sich bereits im Vorfeld um Alternativen gekümmert haben. Aber der Schritt wirft unweigerlich die Frage auf, ob nun auch bald die Gaslieferungen nach Deutschland gestoppt werden könnte – die aktuellen Zahlungsmodalitäten dürften ähnlich sein. Da Deutschland weiterhin einen nicht unerheblichen Anteil Gas aus Russland erhält, hätte ein solcher Schritt im Gegensatz zu Polen und Bulgarien in jedem Fall gravierende Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft.


Sehr gute Nachrichten kommen von den deutschen Banken. Die größte Überraschung gelang sicherlich der Commerzbank, die mehr als eine Verdopplung des Gewinns im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr vermelden konnte. Diesen Sprung hatten die Analysten so nicht auf dem Zettel, entsprechend gehört die Aktie heute zu den Gewinnern in Frankfurt. Ganz im Gegensatz zur Deutschen Bank, die zwar auch einen ordentlichen Quartalsgewinn von knapp 1,1 Milliarden Euro nach Steuern erzielen und ihre Profitabilität damit weiter steigern konnte. Die Eigenkapitalrentabilität hat sich im Jahresvergleich verdoppelt. Auch wenn die Aktie heute zunächst kräftig verliert, in Kombination mit dem steigenden Zinsumfeld stehen beide Banken heute wesentlich besser da als noch in den vergangenen Jahren.



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