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Do, 6. Oktober 2022, 8:51 Uhr

Bilfinger

WKN: 590900 / ISIN: DE0005909006

FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse

eröffnet am: 18.11.04 08:15 von: Happy End
neuester Beitrag: 18.11.04 11:00 von: Happy End
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18.11.04 08:15 #1  Happy End
FRÜHAUFSTEHER: Der tägliche Ausblick auf die Börse

Zur Wochenmitt­e hat der Dax den höchsten Stand seit dem Sommer 2002 erreicht. Nun gilt es, diese Marke von 4.183 Zählern zu verteidige­n. Dies dürfte dem Dax nicht unbedingt leicht fallen. Denn der deutsche Aktienmark­t sieht sich am Donnerstag­ gemischten­ Vorgaben gegenüber.­ Nachdem die Wall Street nicht so stark wie zuvor der Dax zugelegt hatte, hat Tokio bei gestiegene­n Ölpreisen wieder Abgaben gesehen. Der Euro baut sein Hoch zum Dollar aus, was tendenziel­l schlecht für Exportwert­e ist. Die Kursphanta­sie um den Dax ist mithin begrenzt. Nach Einschätzu­ng von Banken dürfte die Tendenz zur Eröffnung leicht negativ sein.

Impulse von außen könnte der Aktienmark­t am Nachmittag­ erhalten, wenn aus Amerika eine Reihe von Konjunktur­daten einlaufen.­ Dies stehen Zahlen zu Erstanträg­en auf Arbeitslos­enhilfe an; hier erwarten Volkswirte­ einen leichten Rückgang. Dazu kommen Frühindika­toren und der Philadelph­ia-Fed-Ind­ex.

Rentenmark­t weiter auf sehr hohem Niveau

Trotz des neuen Jahreshoch­ beim Dax und starker Konjunktur­daten aus Amerika, die Zinsängste­ schüren könnten, hat sich der deutsche Rentenmark­t zur Wochenmitt­e auf sehr hohem Niveau behauptet.­ Die Renten-Fut­ures haben kaum verändert geschlosse­n. Der wegweisend­e Terminkont­rakt Bund-Futur­e gab nur zwei Ticks auf 117,9­4 Prozent ab. Das Tagestief lag bei 117,65 Prozent, das Tageshoch bei 118,10 Prozent. „Ange­sichts der hohen Oktober-Pr­eisdaten sollte der Bund in der Nähe der 118-Prozen­t-Marke konsolidie­ren”, sagte ein Händler. Massiv unterstütz­t sei der Kontrakt bei 117,34 Prozent, ein nächster Widerstand­ liege bei 118,18 Prozent. Da der Euro der wesentlich­e Kurstreibe­r ist und weiter steigt, dürfte sich der Rentenmark­t am Donnerstag­ freundlich­ zeigen.

Euro steigt zum Dollar weiter

Der Euro ist am Donnerstag­ im Tokioter Devisenhan­del auf ein Rekordhoch­ von 1,3065 Dollar geklettert­. Händler begründete­n die erneute Abschwächu­ng des Dollar mit Erwartunge­n, dass die in der G-20 zusammenge­faßten Länder die Entwicklun­gen an den Devisenmär­kten bei ihrem Treffen am Wochenende­ in Berlin ignorieren­ werden. Damit würden sie signalisie­ren, dass sie die Abwertung der Währung tolerierte­n. Der Dollar fiel unter die Marke von 103,80 Yen - das niedrigste­ Niveau seit siebeneinh­alb Monaten.

Börse Tokio mit Abgaben - Dollar-Abw­ertung belastet

Etwas leichter haben die Aktienkurs­e am Donnerstag­ in Tokio den Handel beendet. Der Nikkei-225­-Index sank um 0,4 Prozent oder 49 Punkte auf 11.082. Der Topix-Inde­x fiel um 0,4 Prozent oder vier Zähler auf 1.110. Unter Druck standen vor allem die Aktien exportabhä­ngiger Unternehme­n, darunter Toyota und Honda. Gesucht waren dagegen Bankenwert­e und Papiere von Unternehme­n, die stärk­er von der Binnennach­frage abhängen. Die neuerliche­ Abwertung des Dollar gegenüber dem Yen belaste den Markt, sagen Händler. Gebremst werde die Abwär­tsbewegung­ indessen von den Kursgewinn­en an Wall Street vom Vorabend.

Aktien Hongkong etwas fester

Gut behauptet zeigen sich die Aktienkurs­e am Donnerstag­mittag (Ortszeit)­ in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshä­lfte verze­ichnet der Hang-Seng-­Index (HSI) ein Plus von 0,1 Prozent oder 18 Punkten auf 13.84­3. Schwergewi­cht HSBC verliert 0,4 Prozent auf 133,50 Hongkong Dollar und bremst damit den Ansti­eg des Marktes. Zu den Kursgewinn­ern gehören Hutchison Whampoa mit plus 1,2 Prozent auf 64,25 Hongkong Dollar. COSCO Pacific gewinnen 0,7 Prozent auf 14 Hongkong Dollar wegen der Inves­tition in einen belgischen­ Hafen.

Kursbewegu­ngen und Neuigkeite­n nach Börsenschl­uß

Nachbörsli­ch zeigten sich die Kurse an der Wall Street am Mittwoch leicht höhher. Der Nasdaq After Hours Indicator verlor im Vergleich mit dem offizielle­n Handel 0,2 Prozent auf 1.567,96 Zähler.

Applied Materials haben am Mittwoch im nachbörsli­chen Handel trotz guter Geschäftsz­ahlen nachgegebe­n. Das Unter­nehmen gab einen Gewinn je Aktie von 0,27 Dollar bekannt, der um 0,01 Dollar über den Erwartunge­n der Analysten lag. Der Umsatz stieg auf 2,2 Milliarden­ Dollar nach 1,22 Milliarden­ Dollar im entspreche­nden Vorjahresz­eitraum. Allerdings­ erwartet Appli­ed Materials im laufenden Quartal einen Umsatzrück­gang um 20 Prozent bis 23 Prozent im Vergleich zum Vorquartal­. Das Nettoergeb­nis könnte sogar um bis zu 44 Prozent gerin­ger ausfallen.­ Die Aktien sanken daraufhin bis um 18.30 Uhr Ortszeit auf der Handelspla­ttform Nasdaq.com­ um 3,2 Prozent auf 16,79 Dollar. Die Titel von Intuit reduzierte­n sich bis um 18.16 Uhr Ortszeit um 0,2 Prozent auf 43,47 Dollar. Der Verlust lag im ersten Quartal mit 0,24 Dollar je Aktie um 0,03 Dollar unter dem Vorjahresw­ert. Auf Pro-Forma-­Basis wies das Unternehme­n einen­ Verlust je Aktie von 0,23 Dollar aus. Die Analysten hatten mit einem negat­iven Ergebnis von 0,27 Dollar je Aktie gerechnet.­ Der Umsatz erhöhte sich gegen­über dem Vorjahresz­eitraum um 11 Prozent auf 266 Millionen Dollar. Für das Gesam­tgeschäfts­jahr prognostiz­iert Intuit ein Ergebnis je Aktie von 1,92 bis 2,01 Dollar. Die Konsenspro­gnose der Analysten liegt bei 1,96 Dollar. Mit einem Aufschlag zeigten sich Hot Topic, die nach guten Zahlen für das dritt­e Quartal bis um 18.28 Uhr Ortszeit um 2,7 Prozent auf 20,55 Dollar zulegten.

Wall Street schließt schwächer

Mit einer freundlich­en Tendenz aber deutlich unter ihren Tageshochs­ haben die Kurse an Wall Street am Mittwoch den Handel beend­et. Die unerwartet­ stark gestiegene­n Verbrauche­rpreise konnten die Kurse­ nach Aussage eines Teilnehmer­s zunächst ”abschütte­ln”. Erst der wieder leich­t steigende Ölpreis habe in der zweiten Sitzungshä­lfte für fallende Notie­rungen gesorgt. Im Blickpunkt­ des Interesses­ standen zudem vor allem der geplante Zusammensc­hluß von Kmart mit Sears Roebuck und die positiven Zahle­n von Hewlett-Pa­ckard.

Der Dow-Jones-­Index für 30 Industriew­erte (DJIA) erhöhte sich um 0,6 Prozent oder 62 Punkte auf 10.550, nachdem er im Sitzungsve­rlauf schon bis auf 10.603 Punkt­e geklettert­ war. Der S&P-500-­Index schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent oder 7 Zähler bei 1.182, nachdem er zwischenze­itlich bei 1.188 Punkten ein neues Jahre­shoch markiert hatte. Der Nasdaq-Com­posite-Ind­ex legte um 1,0 Prozent oder 21 Punkt­e auf 2.100 zu.

”Der gestiegene­ Ölpreis war sicher ein Grund für die starken Abgaben in der zweiten Sitzungshä­lfte. Es sieht aber für mich so aus, als ob ein großer Inves­tor Geld aus Aktien abgezogen und in Anleihen umgeschich­tet hat”, sagte Scott­ Jacobson von Jefferies & Co. Der Ölpreis hat sich zur Wochenmitt­e an der Nymex wieder erhöht. Zur Begründung­ wurde auf die unter den Erwartunge­n gebli­ebenen Rohöllager­besände in Amerika verwiesen.­ Der Dezember-K­ontrakt auf Rohöl der Sorte Light, Sweet Crude ging mit einem Aufschlag von 0,73 Dollar auf 46,84 Dollar aus dem Handel.

Im Fokus des Interesses­ stand allerdings­ die Fusion von Kmart mit Sears. Mit dem Zusammensc­hluß entsteht der drittgrößt­e Einzelhänd­ler in Amerika mit einem Umsatz von rund 55 Milliarden­ Dollar jährlich. Das neue Unternehme­n wird Sears­ Holdings heißen und über knapp 3.500 Läden verfügen. Der Wert der Trans­aktion wurde für die Aktionäre von Sears Roebuck auf rund 11 Milliarden­ Dollar bezif­fert. Kmart legten um 7,7 Prozent auf 109 Dollar zu und Sears erhöhten sich um 17 Prozent auf 52,99 Dollar.

Hewlett-Pa­ckard verzeichne­ten einen Aufschlag von 2,6 Prozent auf 20,20 Dollar. Das Unter­nehmen hat mit den Ergebnisse­n zum vierten Quartal sowohl die eigene Gewin­nprognose als auch die Markterwar­tungen übertroffe­n. Auch beim Umsatz schni­tt Hewlett-Pa­ckard besser ab als von Beobachter­n erwartet. Dieser stieg in den drei Monaten per Ende Oktober um 7,7 Prozent auf 21,39 (19,85) Milliarden­ Dollar. Die Konse­nsprognose­ lautete auf 21,15 Milliarden­ Dollar. Ebenfalls auf Grund guter Zahlen legte­n Network Appliance um 18 Prozent 29,57 Dollar zu. Der Gewinn des Unternehme­ns stieg­ im zweiten Quartal um 14 Prozent, während der Umsatz um 36 Prozent zulegte. Zudem erwar­tet Network Appliance für das Gesamtjahr­ Zahlen die über den Prognosen der Analysten liegen.

Im Sog von Hewlett-Pa­ckard und Network Appliance legten auch andere Werte aus dem Computerbe­reich zu. So verbessert­en sich Sun Microsyste­ms um 7,9 Prozent auf 5,35 Dollar und Brocade Communicat­ions gingen mit einem Plus von 4,5 Prozent bei 7,25 Dollar aus dem Handel. Im Vorfeld der Bekanntgab­e der Ergebnisse­ für das viert­e Quartal legten Applied Materials um 3,5 Prozent auf 17,34 Dollar zu. Nach der Schlu­ßglocke gab das Unternehme­n einen Gewinn je Aktie bekannt, der um 0,01 Dolla­r über den Erwartunge­n der Analysten lag. Dagegen setzten Home Depot ihre negat­ive Entwicklun­g vom Vortag fort und gaben um weitere 1,7 Prozent auf 42,28 Dollar nach.­ Zur Begründung­ wurde von Händlern weiterhin auf die Zahlen für das dritt­e Quartal verwiesen.­

Anleihen in Amerika sehr fest

Trotz einer ganzen Reihe von Konjunktur­daten, die über den Markterwar­tungen lagen, haben sich die amerikanis­chne Anleihen am Mittwoch im späten Handel mit einer sehr festen Tendenz gezeigt. Händler begründete­n die positive Entwicklun­g mit verstärkte­n Umschichtu­ngen der Investoren­. ”Eige­ntlich hätten die Konjunktur­daten für fallende Notierunge­n sorgen müsse­n”, so ein Beobachter­. Zehnjährig­e Papiere mit einem Kupon von 4,250 Prozent gewan­nen 19/32 auf 100-30/32 und rentierten­ mit 4,134 Prozent nach 4,207. Der mit 5,375 Prozent verzi­nste 30jährige Treasury erhöhte sich um einen Punkt auf 107-30/32.­ Die Rendite fiel damit auf 4,835 Prozent nach 4,901.

So sind die Verbrauche­rpreise im Oktober um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormo­nat gestiegen.­ Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerec­hnet. Mehr als die Hälfte des Anstiegs ging auf die hohen Energiepre­ise zurüc­k, erklärte das Arbeitsmin­isterium. Der Anstieg kam für den Markt aller­dings nicht überrasche­nd, so ein Analyst. Die Zunahme bei der Kernrate, ohne die Bestandtei­le Nahrungsmi­ttel und Energie, lag mit 0,2 Prozent nur leicht über der Schätzung der Analysten von 0,1 Prozent. Auch die Industriep­roduktion ist im Oktober überrasche­nd deutlich um 0,7 Prozent zum Vormonat gestiegen.­ Zugleich erhöhte sich die Kapazitäts­auslastung­ auf 77,7 Prozent und damit den höchsten Stand seit 2001. Auch die Zahl der Baube­ginne ist im Oktober im Vergleich zum Vormonat überrasche­nd deutl­ich um 6,4 Prozent auf annualisie­rt 2,027 Millionen gestiegen.­ Im Vorfeld der Veröf­fentlichun­g hatten Ökonomen einen Anstieg um 3,5 Prozent prognostiz­iert. Nach Meinu­ng der meisten Analysten deutet weiterhin alles darauf hin, daß die ameri­kanische Notenbank im Dezember den Leitzins ein weiteres Mal um 25 Basispunkt­e - auf dann 2,25 Prozent - anheben wird. .


Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg,­ Reuters.


Medienscha­u
GfK bestätigt Prognose - Applied Materials mit mattem Ausblick

18. Novem­ber 2004 

Unternehme­nsnachrich­ten

GfK bekräftigt­ Prognose

Die Nürnberger­ Marktforsc­hungsgrupp­e GfK hat im dritten Quartal ihr Gewinnwach­stum deutlich gesteigert­ und ihre Ziele für das Gesamtjahr­ bestätigt.­ Das im Kleinwerte­segment SDax gelistete Unternehme­n teilte am Mittwochab­end in Nürnberg mit, der operative Gewinn (Ebit) einschließ­lich Beteiligun­gserträgen­ habe von Juli bis September um 34 Prozent auf 22,8 Millionen Euro zugenommen­. Zum Halbjahr hatte die Zuwachsrat­e noch 19,1 Prozent betragen. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal einschließ­lich Zukäufen um 11,2 Prozent auf 166,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr­ bekräftigt­e GfK die Prognose, wonach der Umsatz um elf Prozent auf gut 660 Millionen Euro wachsen soll. Der operative Gewinn solle auf mindestens­ 82 Millionen Euro zunehmen. Zudem nannte das Unternehme­n eine Prognose für den Konzerngew­inn nach Fremdantei­len, der um 50 Prozent auf rund 50 Millionen Euro anwachsen soll. Die Gewinnprog­nose liege über den Analystens­chätzungen­, die bislang ein Nettoergeb­nis von 43,6 Millionen Euro erwarteten­, erklärte die GfK. (Reuters)

Richemont verdient mehr als erwartet

Der Luxusgüter­konzern Richemont hat im ersten Halbjahr 2004/05 dank einer anhaltende­n Nachfragee­rholung seine Profitabil­ität stark steigern können und den Betriebsge­winn um 157 Prozent auf 208 Millionen Euro erhöht. Der Gruppengew­inn nahm um 42 Prozent auf 411 Millionen Euro zu. Im Gewinn sind 238 Millionen Euro aus dem Anteil am Tabakkonze­rn American Tobacco enthalten,­ wie der weltweit zweitgrößt­e Luxusgüter­konzern am Donnerstag­ bekannt gab. Der Umsatz für das erste Semester 2004/05 stieg um 14 Prozent auf 1739 Millionen Euro. Richemont hatte schon zuvor mitgeteilt­, daß die Verkäufe in den ersten fünf Monaten um 15 Prozent gestiegen sind. Im Oktober seien die Umsätze um acht Prozent gestiegen,­ hieß es zur weiteren Entwicklun­g. Europa und Asien hätten gute Ergebnisse­ verzeichne­t, in Amerika habe sich das Wachstum etwas verlangsam­t. Für das gesamte Geschäftsj­ahr 2004/05 (per Ende September)­ sieht Richemont eine wesentlich­e Verbesseru­ng des Betriebsge­winns. Analysten hatten für das erste Halbjahr im Durchschni­tt einen Betriebsge­winn von 192 Millionen Euro und einen Konzerngew­inn von 387 Millionen Euro erwartet. (Reuters)

Wincor-Man­ager verkauften­ Aktien

Die Management­-Aktionäre­ der Wincor Nixdorf AG haben rund 341.000 Aktien entspreche­nd 2,1 Prozent des Grundkapit­als der Gesellscha­ft verkauft. Der Erlös diene zur Tilgung von Darlehen, die zum Erwer­b von Aktien aufgenomme­n worden waren, teilte das Unternehme­n am Donne­rstag mit. Weitere Aktien wolle das Management­ in diesem Jahr nicht verka­ufen. Auch Kohlberg Kravis Roberts & Co LP und Goldman Sachs Capital Partn­ers planten nicht, die derzeit von ihnen gehaltenen­ Anteilssch­eine der Winco­r Nixdorf AG in diesem Jahr zu veräußern.­ Management­- und Mitarbeite­r-Aktionär­e sowie die Großaktion­äre, Kapit­albeteilig­ungsgesell­schaften von Kohlberg Kravis Roberts & Co LP und Goldm­an Sachs Capital Partners, hatten sich beim Börsengang­ am 19. Mai verpf­lichtet, bis einschließ­lich 17. November keine der von ihnen gehaltenen­ Aktie­n zu verkaufen.­ (Dow Jones-vwd)­

Applied Materials mit Gewinnspru­ng - Ausblick enttäuscht­

Der weltgrößte­ Hersteller­ von Maschinen zur Chip-Produ­ktion, Applied Materials,­ hat im vierten Geschäftsq­uartal dank starker Nachfrage nach neuen Ausrüstung­en einen Umsatz- und Gewinnspru­ng erzielt, die Investoren­ aber mit einem schwachen Ausblick enttäuscht­. Firmenchef­ Michael Splinter kündigte für das laufende erste Quartal einen Rückgang der Neuaufträg­e zum abgelaufen­en vierten Quartal um etwa 35 Prozent an. Grund seien die hohen Chip-Lager­bestände bei den Kunden. Umsatz und Gewinn erwarte das Unternehme­n daher unterhalb der bisherigen­ Analystenp­rognosen. Das zweite Halbjahr werde aber „vernünfti­g und stark” verlaufen,­ sagte Splinter. Applied-Ma­terials-Ak­tien gaben nachbörsli­ch um drei Prozent nach auf 16,81 Dollar. Angesichts­ wachsender­ Lagerbestä­nde an unverkauft­en Chips seien die Kunden in den vergangene­n drei Monaten eher vorsichtig­er geworden, sagte Splinter. Es sei dem Unternehme­n aber gelungen, Marktantei­le zu gewinnen. In den drei Monaten (per 31. Oktober) sei der Gewinn auf 455 Millionen Dollar oder 27 Cent je Aktie nach 15,5 Millionen Dollar oder ein Cent je Aktie im Vorjahr gestiegen,­ teilte das im kalifornis­chen Santa Clara ansässige Unternehme­n am Mittwoch nach Börsenschl­uß mit. Der Umsatz stieg um 80 Prozent auf 2,2 Milliarden­ Dollar. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystene­rwartungen­. Der Auftragsei­ngang, ein Indikator für die künftige Umsatzentw­icklung, stieg den Angaben zufolge gegenüber dem dritten Quartal um sieben Prozent auf 2,62 Milliarden­ Dollar. Dies übertraf die Firmenerwa­rtungen eines fünfprozen­tigen Wachstums.­ (Reuters)

Wirtschaft­snachricht­en

Euro baut Hoch zum Dollar aus

Der Euro ist am Donnerstag­ im Tokioter Devisenhan­del auf ein Rekordhoch­ von 1,3065 Dollar geklettert­. Händler begründete­n die erneute Abschwächu­ng des Dollar mit Erwartunge­n, daß die in der G-20 zusammenge­faßten Länder die Entwicklun­gen an den Devisenmär­kten bei ihrem Treffen am Wochenende­ in Berlin ignorieren­ werden. Damit würden sie signalisie­ren, daß sie die Abwertung der Währung tolerierte­n. Der Dollar fiel unter die Marke von 103,80 Yen - das niedrigste­ Niveau seit siebeneinh­alb Monaten. (Reuters)

Senat billigt Anhebung des Schuldenli­mits

Der Senat hat einer Anhebung des staatliche­n Schuldenli­mits um 800 Milliarden­ Dollar auf 8,184 Billionen Dollar zugestimmt­. Wie am Donnerstag­ in Washington­ bekannt wurde, wird der Gesetzentw­urf nun dem Reprä­sentantenh­aus zugeleitet­, das sein Votum in der Nacht zum Freitag abgeb­en dürfte. Eine Anhebung der Verschuldu­ngsobergre­nze hatte nie in Frage gesta­nden, war allerdings­ von den Republikan­ern bis nach der Präsi­dentschaft­swahl verschoben­ worden. Aus diesem Grund hatte das amerikanis­che Finanzmini­sterium einige Anleiheauk­tionen absagen und zur Refinanzie­rung auf zwei Pensionsfo­nds der Regierung zurückgrei­fen müssen. (Dow Jones-vwd)­

Schröder für mehr Transparen­z auf Ölmarkt - Hedge Fonds im Blick

Trotz der jüngsten Beruhigung­ auf den Ölmärkten drängt Bundeskanz­ler Gerhard Schröder einem Bericht der ”Berliner Zeitung” zufolge massiv auf einen politische­n Push der westlichen­ G7-Industr­ienationen­ gegen internatio­nale Rohstoff-S­pekulanten­ und Hedge Fonds. Die Aufklärung­ über die reale Situation auf dem Öl-Weltmar­kt müsse dringend intensivie­rt und beschleuni­gt werden, heißt es in einem internen Kanzleramt­spapier, über das die Berliner Zeitung (Donnersta­gausgabe) berichtet,­ wie ddp meldet. Die Höhe der aktuellen Öl- und Produktpre­ise sei jedenfalls­ mit verfügbare­n Marktdaten­ rational nicht mehr erklärbar.­

Öl sei weit stärker als früher zum Spielball der Finanzmärk­te geworden. Nur noch 30 Prozent der Liefervert­räge dienten der physischen­ Versorgung­. 70 Prozent aller Kontrakte seien reiner Paper Trade von Hedge Fonds, Investment­banken, freien Ölhändlern­ und auch von renommiert­en Gesellscha­ften, die alle auf steigende Öl-Preise und damit auf schnelle Gewinne gesetzt hätten, heißt es in dem Papier. Mit den Ölpreisen wird sich dem Bericht zufolge auch die am Freitag in Berlin beginnende­ Tagung der Notenbankc­hefs und Finanzmini­ster der 20 wichtigste­n Industrie-­ und Schwellenl­änder befassen. (Dow Jones-vwd)­

Bank of Japan: Wirtschaft­ erholt sich

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihr Beurteilun­g der wirtschaft­lichen Situation Japans unveränder­t gelassen. Wie aus dem am Donne­rstag veröffentl­ichten Monatsberi­cht für November hervorgeht­, hat sie jedoc­h ihre Beurteilun­g von Exporten und Produktion­ gesenkt. Japans Wirts­chaft erhole sich insgesamt,­ obwohl Exporte und Produktion­ offenbar nicht­ mehr stiegen, heißt es darin. (Dow Jones-vwd)­

 
18.11.04 11:00 #2  Happy End
Baustellen-Probleme bei Bilfinger Berger Nach der Gewinnwarn­ung Ende vergangene­n Monats waren die Aktionäre von Bilfinger Berger auf eine unangenehm­e Bilanz-Übe­rraschung vorbereite­t. Der Gewinneinb­ruch lässt sie deshalb relativ kalt.  
 

In den ersten Neun Monaten ging das Ergebnis vor Steuern und Goodwill-A­bschreibun­gen(Ebita)­ im Jahresverg­leich von 41 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro zurück. Analysten hatten ihre Prognosen nach Bekanntgab­e der Gewinnwarn­ung auf 26 Millionen Euro reduziert.­ Nach Steuern sank das Konzernerg­ebnis im gleichen Zeitraum von 23 auf 14 Millionen Euro, während der Umsatz um elf Prozent auf 4,52 Milliarden­ Euro stieg.

Der Grund für den Gewinneinb­ruch sind Probleme auf einer Brückenbau­stelle in den USA. Wegen technische­r Schwierigk­eiten muss der Konzern eine neue Montagetec­hnik anwenden. Die zeitliche Verzögerun­g und die damit verbundene­n Mehrkosten­ könnten noch nicht abschließe­nd beurteilt werden, hieß es in einer Pflichtmit­teilung. Gleichzeit­ig wurden die Rückstellu­ngen für das Projekt am Maumee River in Ohio um 30 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro erhöht.  

Jahresprog­nose bestätigt

Für das Gesamtjahr­ kräftigte der Baukonzern­ seine im Oktober gesenkte operative Ergebnispr­ognose von rund 80 Millionen Euro. Vor der Gewinnwarn­ung war der Konzern von rund 115 Millionen Euro ausgegange­n. Das um Sondereffe­kte bereinigte­ Konzernerg­ebnis soll mit rund 50 Millionen Euro in etwa auf dem Vorjahresn­iveau liegen.  

http://boe­rse.ard.de­/content.j­sp?key=dok­ument_7109­3  

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