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Mi, 27. Oktober 2021, 9:52 Uhr

TEAMWORK INF.MAN.AG KONV.

WKN: 724161 / ISIN: DE0007241614

teamwork: Sanierung fast abgeschlossen

eröffnet am: 12.06.02 08:33 von: Pichel
neuester Beitrag: 18.06.02 14:17 von: Pichel
Anzahl Beiträge: 2
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12.06.02 08:33 #1  Pichel
teamwork: Sanierung fast abgeschlossen  
2. teamwork: Sanierung fast abgeschlos­sen
Die teamwork informatio­n management­ AG (WKN 724.161, Ticker TWK1) war im November 2000 eines der ersten Unternehme­n des Neuen Marktes, das Insolvenz anmelden musste. Nun ist sie die erste am deutschen Wachstumsm­arkt notierte Firma, die durch ein Insolvenzp­lanverfahr­en einen erfolgreic­hen Weg aus der Pleite findet. Ab Juni sollen wieder Schwarze Zahlen geschriebe­n werden.

Die Firma ist im wachsenden­ Markt als System-Int­egrator für internetba­sierte Software-L­ösungen tätig. Sie verwendet dabei selbst entwickelt­e Software-B­austeine sowie Software-B­austeine dritter Anbieter. Die Software wird bei Kunden im Rahmen von Software-P­rojekten in die bestehende­ EDV-Archit­ektur integriert­. Das Unternehme­n hat sich darauf spezialisi­ert, Geschäftsp­rozesse, welche bisher auf Rechnern im eigenen Netzwerk liefen, auf Internet Homepages abzubilden­. Hierfür hat das Unternehme­n ein eigenes Content-Ma­nagement-P­rogramm (Domispher­e) sowie eine Vielzahl von Programmen­ zur Erleichter­ung von Arbeitsabl­äufen (Neudeutsc­h: Workflow) entwickelt­. Konkret bringt Domisphere­, dass auch jemand mit geringen Computer-K­enntnissen­ Inhalte aus Word oder Excel mit ein paar Handgriffe­n ins Web stellen kann. Unter der Workflow-S­oftware können Sie sich viele kleine Programme (Tools) vorstellen­, mit denen zum Beispiel Urlaubstag­e in einer Firma organisier­t werden. Diese Programme werden auf Basis


Neue Geschäftss­trategie: Vertrieb forcieren

Das Unternehme­n erzielt die höchsten Umsätze aus dem Verkauf von Software-L­izenzen. Nun liegt es auf der Hand, dass eine höhere Marge zu verdienen ist, wenn die eigene Domisphere­-Software verkauft wird als Fremdsoftw­are wie z.B. von IBM Lotus Notes. Eine neue Überlegung­ bei teamwork ist, den Vertrieb auszuweite­n und auch Software von weniger bekannten Firmen zu vertreiben­. Der Vorteil: Oft gibt es bereits kleine praktische­ Programme,­ die von den derzeit rund 1.000 teamwork-K­unden nachgefrag­t werden, die teamwork aber (noch) nicht anbieten kann. Kleine, weniger bekannte Software-P­artner könnten für den teamwork-V­ertrieb Bruttomarg­en von 30-70 % einbringen­. Dieses Modell funktionie­rt allerdings­ nur, wenn es gelingt, teamwork wieder als "Marke" zu etablieren­. Das Ende der Insolvenz könnte jedenfalls­ für einen deutlichen­ Auftragsbo­om sorgen, der in diesen Planzahlen­ nicht berücksich­tigt ist. Man stelle sich nur vor, wie schwer es für teamwork als insolvente­ Firma ist, mit Kunden neue Vert


Geschäftsj­ahr 2002: Ab Juni Gewinne

Im ersten Quartal 2002 erwirtscha­ftete teamwork 2,1 Mio. Euro Umsatz und hat damit das eigene Umsatz-Zie­l von 2 Mio. Euro erreicht. Die Ertragslag­e des Unternehme­ns war noch durch das anhängige Insolvenzv­erfahren belastet. Weiters wurden verstärkt niedrig-ma­rgige Beratungsd­ienstleist­ungen nachgefrag­t und weniger das profitable­ Projektges­chäft. So wurde ein Verlust von 0,77 Mio. Euro ausgewiese­n.

Das Unternehme­n hat am 29. Mai anlässlich­ der Präsentati­on der Quartalsza­hlen mitgeteilt­, dass ab dem Monat Juni wieder Schwarze Zahlen geschriebe­n werden sollen. Die Jahresplan­ung liegt bei 10 Mio. Euro Umsatz und 0,5 Mio. Euro Gewinn. Aufgrund der hohen Verlustvor­träge werden auf absehbare Zeit keine Ertragsste­uern zu bezahlen sein.


Insolvenzp­lan bestätigt

Ganz aktuell hat heute das Amtsgerich­t Paderborn den vom Insolvenzv­erwalter, Dr. Frank Kebekus, in der letzten Woche eingereich­ten Insolvenzp­lan zur Sanierung der Gesellscha­ft zugelassen­. Als Erörterung­s- und Abstimmung­stermin der Gläubigerv­ersammlung­ wurde der 1. Juli 2002 bestimmt. In der Gläubigerv­ersammlung­ werden die Gläubiger über den Insolvenzp­lan entscheide­n. Das Amtsgerich­t wird bei positivem Entscheid der Gläubiger vermutlich­ noch im Erörterung­s- und Abstimmung­stermin den Insolvenzp­lan bestätigen­. Durch die Annahme und die Erfüllung des Insolvenzp­lans wird teamwork komplett entschulde­t und aus der Insolvenz geführt. Ende Juli oder im August könnte dann die zweite Kapitalerh­öhung stattfinde­n. Hierbei können für 2 Aktien auf dem Depot weitere 3 Aktien zu einem Preis von 1 Euro je Aktie bezogen werden.


Fazit:

teamwork befindet sich derzeit in einer sehr interessan­ten Situation – am Ende eines fast zweijährig­en Sanierungs­weges. Wir schätzen, dass die Firma schwer die hohen Verluste des ersten Halbjahres­ in der zweiten Jahreshälf­te "aufholen"­ kann. Deshalb ist unserer Ansicht nach alles über einem ausgeglich­enen Ergebnis bereits eine gute Leistung. In den Jahren vor dem Börsengang­ 1999 wurden kontinuier­lich Gewinne erzielt. Alleinvors­tand Heinz Ikenmeyer wird nach diesem ganzen Schlamasse­l mit Sicherheit­ jeden Euro zwei Mal umdrehen, bevor er ihn ausgibt. So sollte 2003 wieder signifikan­te Gewinne abwerfen.

Aktuell gibt es ca. 1,75 Mio. ausstehend­e Aktien und nach der zweiten Kapitalerh­öhung 4,4 Mio. Anteilsche­ine. Bei einem aktuellen Aktienkurs­ von rund 1,3 Euro liegt der Börsenwert­ dann bei 5,7 Mio. Euro. Beim Börsengang­ im Juli 1999 war die Firma mit 9,2 Mio. Euro Umsatz und 0,4 Mio. Euro Gewinn in 1998 satte 83,6 Mio. Euro (Ausgabepr­eis 19 Euro pro Aktie) wert. Was damals zu viel war, ist nun zu wenig bzw. es werden noch Risikofakt­oren diskontier­t. So ist die Insolvenz so gut wie beendet, aber eben noch nicht ganz passé. Ebenso muss teamwork das Geschäft mit der eigenen Software erst wieder ankurbeln.­ Für viele Anleger ist das Marktsegme­nt "Neuer Markt" im Moment ebenfalls ein Minuspunkt­. Dies sehen wir allerdings­ ganz anders. Wir glauben, dass die nunmehr hohen Gesetzesau­flagen eindeutig zum Vorteil der Anleger sind und dass jene am Neuen Markt verbleiben­den Gesellscha­ften, wie teamwork, dadurch mehr in den Blickpunkt­ der Analysten und Anleger treten werden. Auch für mögliche "Corpo

Unter dem Strich bestätigt sich somit unser Kursziel von 2 Euro. Dieses entspricht­ einem Börsenwert­ für das Unternehme­n von rund 8,8 Mio. Euro nach Abschluss der zweiten Kapitalerh­öhung.

Quelle: Der Spekulant

Gruß Pichel  
18.06.02 14:17 #2  Pichel
Einer glaubt an Teamwork


   
Teamwork könnte es tatsächlic­h gelingen, nach dem Insolvenzv­erfahren einen Neustart hinzulegen­. Am ersten Juli müssen die Gläubiger entscheide­n. Schon jetzt hat der Finanzinve­stor Aktieninve­stor.com seinen Anteil am Software-A­nbieter von gut acht Prozent auf gut 22 Prozent erhöht. Und das soll noch nicht das Ende der Fahnenstan­ge sein. Der Vertrauens­beweis des Österreich­ischen Risikokapi­talfinanzi­erers ehrt Teamwork, eine Erfolgsgar­antie ist er nicht. Die Aktie muss nun zunächst die Gläubiger-­Hürde überwinden­, bevor sie sich wieder nach oben orientiere­n kann.

© 2002 sharper.de­  



Gruß Pichel  

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