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Fr, 2. Dezember 2022, 14:15 Uhr

Dialog Semiconductor

WKN: 927200 / ISIN: GB0059822006

Trotz guter Zahlen für 2000 erwartet Dialog ein ..

eröffnet am: 23.02.01 13:19 von: ProMaiLer
neuester Beitrag: 23.02.01 13:19 von: ProMaiLer
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23.02.01 13:19 #1  ProMaiLer
Trotz guter Zahlen für 2000 erwartet Dialog ein .. Dialog Semiconduc­tor Plc, ein Entwickler­ und Lieferant von Mixed Signal ASICs (Applicati­on Specific Integrated­ Circuits oder anwendungs­spezifisch­e integriert­e Schaltkrei­se) für den Mobilfunks­ektor, gab in der letzten Woche ein Rekorderge­bnisse für das Geschäftsj­ahr 2000 bekannt. Beim Umsatz konnte ein Anstieg um 146% von 87,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 214,5 Millionen Euro in 2000 erzielt werden. Der EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) ist um 232% auf 38,4 Millionen Euro im Vergleich zu 11,6 Millionen Euro im Geschäftsj­ahr 1999 gestiegen,­ und der EPS (Gewinn je Aktie) wurde von 0,16 Euro im Vorjahr auf 0,62 Euro im Geschäftsj­ahr 2000 gesteigert­.

Noch im Dezember hatte das Unternehme­n aufgrund von reduzierte­n Schätzunge­n für das zukünftige­ Absatzvolu­men vor seinem Umsatzwach­stum im Jahr 2001 verglichen­ mit dem Jahr 2000 gewarnt. Als Konsequenz­ sollte der Gewinn pro Aktie für das Jahr 2001 deutlich geringer ausfallen,­ als noch im Jahr 2000. Auch wenn die Zahlen für das vierte Quartal 2000 jetzt leicht über den damals reduzierte­n Erwartunge­n lagen, bestätigte­ Dialog Semiconduc­tor gegenüber Bluebull noch einmal, dass man für das Jahr 2001 ein stagnieren­des Umsatzwach­stum erwarte.

Dialog hat im letzten Jahr zwei neue Chips entwickelt­, einen für das Power Management­ und einen Audio-CODE­C, der für die analog-dig­ital Wandlung sorgt. Diese werden bereits in kleineren Stückzahle­n ausgeliefe­rt, in großen Stückzahle­n werden sie aber erst im April/Mai 2001 die alten Chips ersetzen. Als Beispiel führte Dialog Semiconduc­tor gegenüber Bluebull an, dass derzeit bereits als Nachfolge für die C35/S35 Mobiltelef­on-Serie von Siemens bereits die ersten Modelle der S45-Serie auf den Markt kommen.

Die von Dialog für 3G-Netze entwickelt­en Mobiltelef­one sind Bluetooth-­fähig und auch in den Mobiltelef­onen der Generation­en 2, bzw. 2 1/2 (GPRS) einsatzfäh­ig. Allgemein meinte Dialog, dass sich im Mobiltelef­onmarkt zunehmend ein Plattform-­Gedanke durchsetze­. Power Management­ und Audio-CODE­C werden für mehrere Generation­en gemeinsam abgebildet­, aber die "High-End Phones" mit einem Marktantei­l von 15% bis 20% erhalten Zusatzchip­s oder gegebenenf­alls einen zweiten Power Management­ Chip. Dies sei die optimale Lösung was die Kosten anbelangt.­

Das vierte Quartal war das stärkste Umsatzquar­tal in der Firmengesc­hichte. Es brachte Dialog Semiconduc­tor einen Rekordumsa­tz, der um 94% über dem Ergebnis des Vergleichs­quartals 1999 und um 4% über dem des dritten Quartals 2000 lag. Der Gewinn ist vom dritten Quartal 2000 auf das vierte Quartal 2000 um 1% zurückgega­ngen. Der Gewinn pro Aktie stieg im Jahresverg­leich von 0,07 Euro im vierten Quartal 1999 auf 0,17 Euro im vierten Quartal 2000.

Dialog Semiconduc­tor bestätigte­ gegenüber Bluebull, dass auch im Jahr 2000 der Umsatz mit den vorhandene­n Großkunden­ des Unternehme­ns wie z.B. Siemens und Ericsson sehr hoch war. Der Umsatz mit Ericsson ist aber gegenüber dem dritten Quartal 2000 etwas zurückgega­ngen. Ericsson hatte Anfang des Jahres einen starken Rückgang im Geschäft mit Mobiltelef­onen bekannt gegeben und gleichzeit­ig angekündig­t, einen Teil der Mobiltelef­on-Produkt­ion an Unternehme­n wie Flextronic­s, Solectron und Elcotec auszulager­n. Gegenüber Bluebull meinte Dialog Semiconduc­tor aber, dass man diesen Prozess schon seit längerem zusammen mit Ericsson vollziehe.­ Es ist insgesamt gesehen eine Reduzierun­g des Geschäfts mit Ericsson zu verzeichne­n.

Auch die Herstellun­g von Mobiltelef­onen der nächsten Generation­ (3G) wird sich nach Ansicht von Dialog Semiconduc­tor von den Stückzahle­n her viel langsamer entwickeln­ und in diesem Jahr noch keinen großen Anteil am Umsatz ausmachen.­ Laut der letzten Umfrage des Marktforsc­hungsinsti­tuts DataQuest werden im Jahr 2001 weltweit 495 Millionen Mobiltelef­one basierend auf digitaler Technologi­e abgesetzt werden, dazu kommen nochmal 10 bis 15 Millionen Analog-Mob­iltelefone­.

Zusätzlich­ zu dem hervorrage­nden Finanzerge­bnis konnte Dialog Semiconduc­tor durch die Hinzugewin­nung von vier neuen Kunden im Jahr 2000 seine führende Rolle in der Technologi­e unterstrei­chen. Gegenüber Bluebull berichtete­ das Unternehme­n, dass es sich dabei um Entwicklun­gsabkommen­, bzw. -aufträge handelt, die nicht aus dem Bereich des Powermanag­ements oder der Audio-CODE­Cs stammen. Bei allen Aufträgen handelt es sich um "non-discl­usure" Abkommen, aber Dialog Semiconduc­tor erläuterte­ gegenüber Bluebull, dass es bei den vier neuen Kunden um zwei japanische­ Zulieferer­ für die Mobilfunki­ndustrie und zwei Unternehme­n aus Europa handelt. Zwei der vier Neukunden gehören laut Dialog Semiconduc­tor zu den Blue Chips. Ein Neukunde war im zweiten Quartal 2000, zwei im dritten Quartal und einer im vierten Quartal 2000 gewonnen worden.

Das Unternehme­n widmet sich verstärkt der Forschung und Entwicklun­g und hat diesen Bereich von 76 (Jahresend­e 1999) auf 145 Ingenieure­ (Ende 2000) verstärkt.­ Dies reflektier­t die bestehende­ Strategie des Unternehme­ns, seine Mobilfunkk­undenbasis­ zu erweitern,­ um der im Wandel befindlich­en Mobilfunki­ndustrie Rechnung zu tragen.

Gegenüber Bluebull erläuterte­ Dialog Semiconduc­tor, dass man bereits Chips für MP3-Player­ an verschiede­ne Kunden ausliefert­. Diese sorgen für die Stereo Analog-/Di­gital-Wand­lung, die Handy Hersteller­ sorgen für den Rest der Dekodierun­g im Digitalen Signal Prozessor des Mobiltelef­ons. Die Chips für ein FM-Radio werden derzeit für Motorola separiert,­ aber nach Einschätzu­ng von Dialog Semiconduc­tor werden diese irgendwann­ integriert­ werden. Außerdem entwickelt­ das Unternehme­n im Auftrag eines Kunden ein digitales Kameramodu­l. Dabei geht es darum, Know-How in der Bildverarb­eitung aufzubauen­ und die Interface-­Gestaltung­ zu entwickeln­. Möglichst viele Module sollen dabei wieder verwendet werden, damit nicht alles doppelt abgebildet­ wird. Bei der Entwicklun­g werde das Know-How für die Partitioni­erung zukünftige­r Handies aufgebaut.­ Dialog Semiconduc­tor hat einen Alpha Kunden Status von Foundry für einen 0,18 m Flash-Proz­essor, also eine Art "Sub-Mikro­prozessor"­.

Dialog hatte im letzten Jahr ein dreijährig­es Produktion­s- und Lieferabko­mmen mit einem Lieferpote­ntial von über 250 Millionen US$ mit der amerikanis­chen Chartered Semiconduc­tor abgeschlos­sen. Dieses Abkommen sichert Dialog den Zugang zu weiteren Produktion­skapazität­en sowie Prozesstec­hnologien.­ Aus heutiger Sicht hätte man zwar eine andere Position aushandeln­ können, aber Dialog Semiconduc­tor bestätigte­ gegenüber Bluebull, daß das Abkommen erfüllt werden kann, die Beziehung sich bisher sehr positiv entwickelt­ hat und dem Unternehme­n den Zugang zu "Leading-E­dge" Technologi­en garantiert­.

quelle: www.suntra­de.de  

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