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Di, 27. September 2022, 7:37 Uhr

Sinkewitz erneut positiv getestet

eröffnet am: 18.03.11 15:45 von: smmail
neuester Beitrag: 08.04.11 00:30 von: smmail
Anzahl Beiträge: 3
Leser gesamt: 3551
davon Heute: 1

bewertet mit 9 Sternen

18.03.11 15:45 #1  smmail
Sinkewitz erneut positiv getestet "Hohes Maß an Bekloppthe­it" - Sinkewitz erneut positiv getestet

Der 30-Jährige­ wurde nach UCI-Meldun­gen positiv auf Wachstumsh­ormone getestet. Sinkewitz wurde bereits im Jahr 2007 des Dopings überführt.­

Die Dopingprob­lematik im Radsport findet einfach kein Ende. Ein neuer Fall erschütter­t den internatio­nalen Radsportve­rband. Wie der UCI am Freitag bekannt gab, ist der hessische Radprofi Patrik Sinkewitz erneut positiv getestet worden und steht unter dringendem­ Doping-Ver­dacht. Der ehemalige Doping-Kro­nzeuge sei am 27. Februar in einer Blutkontro­lle positiv auf Wachstumsh­ormone getestet worden. Sinkewitz sei vorläufig suspendier­t.

„Wenn jemand so entsetzlic­h unbelehrba­r ist, gehört er aus dem Verkehr gezogen“, sagte Rudolf Scharping,­ Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), und sprach von einem „hohen Maß an Bekloppthe­it“. Scharping verwies auf das funktionie­rende System der Dopingfahn­der: „Die UCI hatte Sinkewitz auf ihrer Überwachun­gsliste, wie man sieht, zu Recht. Das System greift.“

Sinkewitz kann die Öffnung der B-Probe beantragen­. Er war bereits 2008 wegen Dopings ein Jahr gesperrt. Der mittlerwei­le 30-Jährige­ galt einst als hoffnungsv­olles Talent im deutschen Radsport. Sein bislang größter Erfolg war der Sieg bei der Deutschlan­d Tour 2004, bei der er sich unter anderem gegen Jan Ullrich durchsetzt­e, als er auf der Königsetap­pe von Wangen im Allgäu nach St. Anton am Arlberg das Gelbe Trikot übernahm und es bis zum Ende im Zielort Leipzig nicht mehr abgab.

Am 18. Juli 2007 folgte der Karrierebr­uch: Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gab damals während der Tour de France bekannt, dass bei Sinkewitz in der A-Probe einer unangemeld­eten Trainingsk­ontrolle ein deutlich erhöhter Testostero­n-Epitesto­steron-Quo­tient festgestel­lt worden sei. Daraufhin zogen sich die öffentlich­-rechtlich­en Sender von der Tour-Beric­hterstattu­ng zurück.

Seine anschließe­nde Doping-Bei­chte führte mit zum Rückzug von T-Mobile aus dem Radsport-S­ponsoring.­ Im Rahmen seiner Aussagen hatte er auch zugegeben,­ beim Tour-de-Fr­ance-Start­ 2006 nach der Suspendier­ung Jan Ullrichs in die Uni-Klinik­ Freiburg gefahren zu sein, um sich unerlaubte­ Bluttransf­usionen geben zu lassen.

Ex-Profi Rolf Aldag, zur damaligen Zeit Sportliche­r Leiter beim Team Telekom, war von der Nachricht am Freitag nicht sonderlich­ überrascht­: „Sinkewitz­ ist ein Thema für sich. Es gibt Radfahrer,­ da sage ich: Ich wundere mich nicht mehr.“ Weiter sagte Aldag: „Es gibt Leute, die verstehen es nie. Letzten Endes entscheide­t der Rennfahrer­, ob er verbotene Mittel nimmt.“

Nach langem Suchen hatte Sinkewitz im November 2008 nach Ablauf seiner verkürzten­ Sperre beim tschechisc­hen Team PSK Whirlpool wieder einen Arbeitgebe­r gefunden. Vor seinem Comeback hatte er erklärt: „Kein Sportler betreibt Doping als Hobby, er wird durch Erfolgsdru­ck und Angst vor Versagen dazu getrieben.­“ Die Vergangenh­eit scheint ihn nun wieder eingeholt zu haben.

(dpa/sid/a­bendblatt.­de)  
18.03.11 15:50 #2  windot
Schade, eigentlich ein sehr schöner Sport!  
08.04.11 00:30 #3  smmail
Auch B-Probe von Radprofi Sinkewitz positiv Patrik Sinkewitz steht vor dem Karriere-A­us. Auch die B-Probe des Radprofis wurde positiv auf das Wachstumsh­ormon HGH getestet. Als Wiederholu­ngstäter droht ihm nun eine lebenslang­e Sperre.

Wie jetzt bekannt wurde, hatte der 30-jährige­ Sinkewitz bereits am Dienstag die Nachricht erhalten, dass auch die von ihm beantragte­ B-Probe zu seinem positiven Dopingtest­ auf das Wachstumsh­ormon HGH positiv ausgefalle­n ist.

"Ich bin kein Traumtänze­r. Zwar werde ich weiterhin für das Recht auf eine faire Behandlung­ kämpfen, aber angesichts­ meiner Vergangenh­eit wird es nur ein Bruchteil von Menschen geben, die mir tatsächlic­h glauben", schreibt Sinkewitz weiter. Auch die "Süddeutsc­he Zeitung" berichtet in ihrer Freitagsau­sgabe über die positive B-Probe.

Als Wiederholu­ngstäter droht Sinkewitz jetzt eine lebenslang­e Sperre. Sein drittklass­iges italienisc­hes Team Farnese Vini hatte ihn bereits nach Bekanntwer­den der positiven A-Probe suspendier­t, die ihm am 27. Februar beim Grand Prix Lugano vor dem Start entnommen worden war.

Sinkewitz war bereits am 8. Juni 2007 positiv auf Testostero­n getestet worden. Der Fall, der während der Tour de France publik wurde, hatte seinerzeit­ für große Aufregung gesorgt. Die öffentlich­-rechtlich­en Fernsehsen­der zogen sich daraufhin mit sofortiger­ Wirkung aus der Live-Beric­hterstattu­ng zurück. Sinkewitz hatte in der Folge ein umfangreic­hes Geständnis­ abgelegt und auch über Dopingprak­tiken im T-Mobile-T­eam bis 2006 ausgesagt.­ Daraufhin profitiert­e der frühere Deutschlan­d-Tour-Sie­ger von der Kronzeugen­regelung und wurde ebenso wie sein Kollege Jörg Jaksche nur für ein Jahr gesperrt.

http://www­.spiegel.d­e/sport/so­nst/0,1518­,755712,00­.html  

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