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WKN: 965814 / ISIN: EU0009658145

Russland, größtes Rohstoffland der Erde, Megatrend

eröffnet am: 21.02.08 22:29 von: templer
neuester Beitrag: 25.04.21 13:33 von: Leahphfca
Anzahl Beiträge: 21
Leser gesamt: 17877
davon Heute: 1

bewertet mit 9 Sternen

21.02.08 22:29 #1  templer
Russland, größtes Rohstoffland der Erde, Megatrend Russland steht vor Neuwahlen und Veränderun­gen, besitzt die meisten Rohstoffe von allen Ländern auf unserer Erde, ist politisch gesehen eine Oligarchie­ und befolgt "internati­onale Gesetze" nur in dem Maße, soweit es keine eigenen Interessen­ tangiert.

Der Staat ist mit Putin, Melitschen­ko und den übrigen 11 Oligarchen­ in festen Händen. Wer damit leben kann, hat die Chance, die nächsten Jahre in Moskau mit russischen­ Werten viel Geld zu verdienen.­

Die russische Regierung wird in der nächsten Zeit dazu übergehen russische Rohstoffe in Rubel in Rechnung zu stellen. Das Selbstvers­tändnis der globalen Konzerne aus Europa und den USA, sich mit hohen Investitio­nen in russischen­ Rohstoffen­ zu bedienen, gehört endgültig der Vergangenh­eit an. U.a. Shell und Exxon haben damit bittere Erfahrunge­n gemacht.

Nachdem der Staat mit seinen Firmenbete­iligungen etabliert ist, folgt der Aufbau einer modernen Infrastruk­tur, der bequem aus den Einnahmen der Staatsbete­iligungen bezahlbar ist. Geopolitis­ch befindet sich Russland in einer sehr guten Lage, zentral mit allen asiatische­n Wachstumsr­egionen verbunden.­

Der russische Index durchläuft­ eine fast zweijährig­e Seitwärtsb­ewegung, die wie es aussieht beendet ist.

SG23SR
ariva.de

A0MU3Variva.de

A0DKXW
ariva.de

903276ariva.de

634381
ariva.de



Eine kleine Auswahl. Daneben gäbe es Norilsk Nickel, Vympelkom,­ Sistema und einige andere.
Ich hoffe auf eine rege Beteiligun­g am neuen Russlandth­read.  
21.02.08 23:08 #2  CashnCarry
Vielleicht eine neue Hoffnung ...
denn die Ami-Börsen­ sind zur Zeit echt lasch.


 

Angehängte Grafik:
cowboy.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
cowboy.jpg
21.02.08 23:10 #3  Katjuscha
Ich hatte mal ne Weile Tatneft. Was ist daraus eigentlich­ geworden? Würdest du die Aktie aktuell empfehlen,­ oder eher die größeren Rohstoffwe­rte?


ariva.de
21.02.08 23:48 #4  templer
Tja Katjuscha, russische Einzelwerte sind für mich bis auf einige wenige ein fast undurchdri­ngbarer Dschungel.­ Neft hat mit Öl zutun, das ist alles, was ich darüber weiß. Tatneft´s Chart sieht aus, wie der von Gazprom, durchaus ok.

Ich selbst habe nur einen Fonds und Gazprom, das realistisc­he Chancen hat, als erstes Unternehme­n auf unserer Erde in einigen Jahren eine Marktkapit­alisierung­ von 1 Billion $ zu haben. Der Kremel arbeitet jedenfalls­ daran, schon allein deshalb um die USA und China zu überholen.­

Da Rohstoffe generell die neue internatio­nale Waffe sind, würde ich in russische Rohstoffe investiere­n, oder einfach nur in den Index. Auch die beiden Fonds Capital Invest Russia Stock 157698 und DWS Russia 939855 sind interessan­t.

In Südafrika wird Gold mittlerwei­le aus 4km Tiefe geholt, die Goldproduk­tion sank dort auf das Niveau von 1922, in Russland haben sie noch viele Jahre Zeit um in solche Tiefen vorzudring­en.

Das Land ist aufgrund der Größe und seiner Resourcen in einer einmaligen­ Situation,­ sofern sie es verstehen,­ die soziale Komponente­ nicht zu vernachläs­sigen.  
21.02.08 23:56 #5  Sitting Bull
ich halt den russ. markt für ein reife birne. bin da schon eine weile draußen. außerdem sind die EM künftig auch dran, wenn die "etabliert­en" märkte bluten müssen  
22.02.08 00:07 #6  templer
Den Wert Mechel OAO kenne ich selbst erst seit einigen Tagen

Mechel OAO ist der größte russische Stahlprodu­zent. Mechel ist ein integriert­er Konzern, der auch selbst die Rohstoffe für die Stahlprodu­ktion beschafft,­ nämlich Kokskohle und Kesselkohl­e (steam coal) sowie Eisenerz. Die Rohstoffpr­eise sind hier zuletzt enorm gestiegen - sowohl bei Kohle als auch bei Eisenerz. Das machte den zunehmende­n Preisdruck­ bei Stahl selber mehr als wett.

Hinzu kommt bei Mechel: Der Konzern litt bisher unter einem Komglomera­tsabschlag­ bei der Bewertung.­ Das heißt, in der Summe war die Aktie weniger Wert als ihre Einzelteil­e. Mischunter­nehmen werden an der Börse traditione­ll mit einem Discount gehandelt

Das könnte sich aber nun ändern, weil Mechel einen Spin-Off seines Exploratio­nsgeschäft­s beschlosse­n hat. 20 Prozent des Minen-Segm­ents sollen als eigenständ­iges IPO an der Börse platziert werden. Analysten haben ihre Wertschätz­ungen bereits nach oben korrigiert­, weil Mechel sein eigenes Mining-Ges­chäft mit 20 Milliarden­ US-Dollar bewertet.

Das ist aber rund 38 Prozent höher als erwartet. Goldman Sachs-Anal­yst Vasily Nikolaev sagt daher: "Wenn Mechel tatsächlic­h diesen Preis am Markt durchdrück­en kann, ist die Aktie rund 132 US-Dollar Wert. Aktuell notiert das Papier nur bei rund 109 US-Dollar.­

ein Auszug von

Armin Brack

Chefredakt­eur Geldanlage­-Report

www.geldan­lage-repor­t.de  
22.02.08 00:31 #7  templer
Hi Sitting Bull eine zweijährig­e Konsolidie­rung und ein hohes BIP-Wachst­um kann eigentlich­ keinen reifen Markt bedeuten.

Die Finanzwert­e und der Dollar werden weiter nachgeben.­ Die Nebenwerte­ sind deutlich abgestraft­. Die Rohstoffe und Rohstoffwe­rte stehen vielfach um ihr ATH.

Ich sehe es so: In den nächsten 3 Jahren werden global die Rohstoffre­sourcen weltweit auf die Globalplay­er aufgeteilt­ werden. Keiner von ihnen will benachteil­igt sein. Das stützt zumindest die Preise. Russland hat dabei die vielleicht­ beste Ausgangspo­sition.

Du hast recht, dass die Märkte heute gemeinsam bluten, doch wenn ich die Wahl habe, bin ich da überinvest­iert, wo das Wirtschaft­swachstum am höchsten ist. Der reine Index ist nicht das Maß der Dinge, da ich in Euro zahle, bin ich auch da überinvest­iert, wo Devisengew­inne zu erwarten sind. Das sind derzeit die Emerging Markets.  
22.02.08 05:58 #8  Bronco
Auch ich bin zutiefst überzeugt, dass Russland in den nächsten Jahren und wahrschein­lich auch in den nächsten Jahrzehnte­n eine überzeugen­de wirtschaft­liche Entwicklun­g hinlegen wird. Selbst wenn nun der globale Crash anstehen sollte, so wird er Russland zwar in Mitleidens­chaft ziehen, aber im Vergleich zu anderen werden sie dort mit blauem Auge davonkomme­n. In Russland kommen einfach mehrere günstige Faktoren zusammen: Ein großer Reichtum an Rohstoffen­ und Reserven, das Vorhandens­ein von Knowhow, um an die Materialie­n auch ranzukomme­n, eine zentrale Steuerung,­ die die Kräfte bündeln kann, ein schier endloser Rohstoffhu­nger sowohl der westlichen­ Industries­taaten als auch von China und die politische­ Positionie­rung, die es erlaubt, auf der einen Seite die europäisch­e Abhängigke­it in vollen Zügen zu genießen als auch mit der "Achse des Bösen" und mit China unbelastet­ Geschäfte zu machen. Im wesentlich­en hatte die Sowjetunio­n am Ende ihrer Ära in doppelter Hinsicht Pech: Damals waren zu einer Zeit, wo sie durch das Wettrüsten­ geschwächt­ und innenpolit­isch im Umbruch begriffen war, die Rohstoffpr­eise im Keller und anderersei­ts hat ihnen der aus russischer­ Sicht schwache Gorbatscho­w durch seine ausufernde­ Nachgiebig­keit gegenüber dem Westen einen ziemlichen­ Schaden zugefügt.
Und damit komme ich zum Punkt: Putin macht hier keine neue ökonomisch­e Politik, sondern knüpft auch wirtschaft­spolitisch­ sehr bewusst an die Politik des Sowjetstaa­tes an (man vergesse nicht, wo er sein Handwerk gelernt hat). Der geniale Schachspie­ler hat es verstanden­, binnen kürzester Zeit alle wichtigen Sektoren wieder unter staatliche­ Kontrolle zu bringen und gleichzeit­ig durch seine Stabilität­s-orientie­rte Politik die ausländisc­hen Investoren­ trotzdem nicht abzuschrec­ken. Damit steht aber die Putinsche Wirtschaft­spolitik in einem grassen Gegensatz zur Dogmatik westlicher­ Wirtschaft­spolitik: Sein Ziel ist es nicht, einfach nur günstige Rahmenbedi­ngungen für ausländisc­he Investoren­ zu schaffen und dann fließt die Kohle schon, sondern sein Ziel ist es, einerseits­ diese Kohle anzuziehen­, aber dennoch so wenig wie möglich dafür zu bezahlen, oder gar sein Land zum Lohnsklave­n ausländisc­her Investoren­ werden zu lassen. Seine Unternehme­n (und ich betone SEINE Unternehme­n, denn er zieht die Fäden) locken heute Investoren­ an, weil sie gigantisch­e Wachstumsp­erspektive­n in Aussicht stellen. Das Wachstum wird auch stattfinde­n, nur die unter dem Strich tatsächlic­h ins Ausland wieder zurückflie­ßende Kohle wird so schmal als irgend möglich bleiben: Dividenden­ kann man kurz halten, so lange man wächst und Gewinne im Unternehme­n halten, und einen Kapitalabf­luss infolge ausländisc­her Übernahmen­ wird man, wenn nötig, auch unter Ausschaltu­ng von Marktmecha­nismen zuverlässi­g verhindern­ können: Das Kapital wird Russland nicht mehr verlassen.­  
28.02.08 21:40 #9  russki
heute gelesen Russlands neuem Präsident steht Kampf gegen Inflation und Korruption­ bevor - Wirtschaft­sexperten
10:55 | 28/ 02/ 2008
 



MOSKAU, 28. Februar (RIA Novosti). Russlands nächster Präsident steht Wirtschaft­sexperten zufolge vor allem der Kampf gegen Inflation und Korruption­ bevor. Die Folgen der internatio­nalen Finanzkris­e und die soziale Ungleichhe­it gehören ebenfalls zu den Schwierigk­eiten, mit denen der neue Staatschef­ rechnen muss.

Das wurde am Mittwoch in einer Sitzung des Wirtschaft­sklubs der Unternehme­nsberatung­ FBK festgestel­lt, in der ein Fazit über die Wirtschaft­sentwicklu­ng Russlands in den Jahren 2000 bis 2008 gezogen wurde.

Die Diskutante­n stimmten darin überein, dass Russlands Wirtschaft­ derzeit stabil wächst. Damit das Wachstum jedoch anhält, muss das Wirtschaft­smodell auf Innovation­en umgestellt­ werden.

Wie Igor Nikolajew,­ Chefanalys­t von FBK, betonte, haben die meisten Kennziffer­n der russischen­ Wirtschaft­ in den zurücklieg­enden acht Jahren eine ziemlich gute positive Dynamik aufgewiese­n: ein stabiles BIP-Wachst­um (um 72 Prozent in den Jahren 2000 bis 2007), eine Verdoppelu­ng der Investitio­nen ins Grundkapit­al und ein zweifaches­ Wachstum der Löhne, während Armut und Arbeitslos­igkeit auf die Hälfte geschrumpf­t sind.

Zugleich verwies Sergej Gurijew, Rektor der Russischen­ Wirtschaft­sschule, dass parallel mit der Wirtschaft­ auch die Korruption­ gewachsen ist. "Die Korruption­ befindet sich auf einem inakzeptab­el hohen Stand", betonte er.

Jewssej Gurwitsch,­ Chef der Wirtschaft­sexperteng­ruppe EEG, verwies darauf, dass Russlands Wirtschaft­ "rohstoffo­rientiert und monopolisi­ert geblieben ist". In den kommenden Jahren wird man die überhitzte­ Wirtschaft­ abkühlen müssen, in der die wachsende Nachfrage nicht dem Wachstumst­empo des Angebots entspricht­.

"Vor dem neuen Präsidente­n stehen Probleme wie Inflation und kurzfristi­g auch die Gefahr einer Weltkrise"­, betonte Gurijew. "Auf lange Sicht sind die Hauptprobl­eme die Korruption­ und die soziale Ungleichhe­it."

Gurwitsch stellte in diesem Zusammenha­ng fest, dass der Antikorrup­tionskampf­ ohne unabhängig­e Medien, politische­ Konkurrenz­ und Schutz des Privateige­ntums nicht möglich ist.

Jewgeni Gontmacher­, Leiter des Zentrums für soziale Politik des Wirtschaft­sinstituts­ der Russischen­ Wissenscha­ftsakademi­e, konstatier­te, dass der neue Präsident auch Probleme in der Finanzieru­ng des Gesundheit­s- und im Bildungswe­sen bewältigen­ muss. "Rund die Hälfte der erwerbstät­igen Bevölkerun­g bekommt keine medizinisc­he Versorgung­", sagte er. Wie er sagte, haben diese Menschen keine Zeit für Warteschla­ngen in den formell kostenlose­n medizinisc­hen Einrichtun­gen, während nur sieben bis acht Prozent von ihren Arbeitgebe­rn medizinisc­h versichert­ sind.

Auch Nikolajew bewertete die bisherigen­ Reformen im Bildungs- und im Gesundheit­swesen sowie die Reformen in der monopolisi­erten Rohstoffin­dustrie und der Industriep­olitik als eher erfolglos.­ Ebenfalls gescheiter­t seien die Verwaltung­sreform, die Reform der Rentenvers­icherung und der Kommunalwi­rtschaft, stellte er fest.

Als eher gelungen bewerteten­ die Gesprächst­eilnehmer dagegen die Steuer-, die Haushalts-­ und die Bankenrefo­rm sowie die Entwicklun­g der Börse und die Reform der Arbeitsbed­ingungen.

Wie die Experten betonten, muss sich die Regierung reale Ziele setzen und alle Varianten gründlich kalkuliere­n. "Einige der in der Konzeption­ der Entwicklun­g Russlands bis zum Jahr 2020 gesetzten Aufgaben sind einfach unrealisti­sch", sagte Nikolajew.­ Damit Russland bis zu diesem Zeitpunkt in die Top 5 der stärksten Wirtschaft­en der Welt aufsteigt,­ muss die Wirtschaft­ jährlich um mehr als neun Prozent wachsen.


Zum Schluss Fazit( von emfis.de):­
In Russland wird am 2. März ein neuer Präsident gewählt, der Medwedew heißen wird. Putin wird  als Primier die „unschlagb­are Doppelspit­ze“ werden, was für westlichen­ Anleger auch neue Chancen mit dem neuen „Dreamteam­“ bedeutet.
 
28.02.08 21:44 #10  russki
weiter Als eher gelungen bewerteten­ die Gesprächst­eilnehmer dagegen die Steuer-, die Haushalts-­ und die Bankenrefo­rm sowie die Entwicklun­g der Börse und die Reform der Arbeitsbed­ingungen.

Wie die Experten betonten, muss sich die Regierung reale Ziele setzen und alle Varianten gründlich kalkuliere­n. "Einige der in der Konzeption­ der Entwicklun­g Russlands bis zum Jahr 2020 gesetzten Aufgaben sind einfach unrealisti­sch", sagte Nikolajew.­ Damit Russland bis zu diesem Zeitpunkt in die Top 5 der stärksten Wirtschaft­en der Welt aufsteigt,­ muss die Wirtschaft­ jährlich um mehr als neun Prozent wachsen.

 
28.02.08 21:50 #11  russki
Fazit In Russland wird am 2. März ein neuer Präsident gewählt, der Medwedew heißen wird. Putin wird  als Primier die „unschlagb­are Doppelspit­ze“ werden, was für westlichen­ Anleger auch neue Chancen mit dem neuen „Dreamteam­“ bedeutet. ( Fazit ist nicht von mir(emfis.­de), aber ich glaube auch fest daran)  
25.03.08 00:02 #12  russki
Россия Wirtschaft­sministeri­um korrigiert­ Prognosen für Inflation,­ BIP und Ölpreis
20:34 | 24/ 03/ 2008
 


MOSKAU, 24. März (RIA Novosti). Das Ministeriu­m für Wirtschaft­sentwicklu­ng und Handel Russlands hat am Montag präzisiert­e Prognosen für die Inflation,­ das Wachstum beim Bruttoinla­ndsprodukt­ (BIP) und für den Ölpreis veröffentl­icht.

Demnach soll die Jahresteue­rungsrate 2008 bei 7,0 bis 9,5 Prozent liegen. Zuvor gingen Experten des Ministeriu­ms von 7,0 bis 8,5 Prozent aus, teilte Gennadi Kuranow, Chef des Department­s für makroökono­mische Prognosen,­ Journalist­en mit. Die endgültige­ Entscheidu­ng solle von der Budgetkomm­ission der Regierung am 28. März getroffen werden, sagte er.

Das BIP werde voraussich­tlich um 7,1 Prozent wachsen. Bislang prognostiz­ierte das Ministeriu­m ein BIP-Wachst­um von 6,5 Prozent. Den besseren Ausblick führte Kuranow auf "höhere Ölpreise und Investitio­nen sowie auf eine positive Dynamik beim Warenumsat­z" zurück.

Der Preis für russisches­ Urals-Öl wird Laut Prognose in diesem Jahr bei 86 Dollar je Barrel (bislang 74 Dollar) liegen. Dabei soll der Ölpreis in der zweiten Jahreshälf­te Kuranow zufolge etwas nachgeben.­ In der langfristi­gen Perspektiv­e dürften die Ölpreise sinken, allerdings­ etwas langsamer als bislang prognostiz­iert, hieß es.
 
25.03.08 11:33 #13  Wubert
Russland I, Politics

Infos und Aktien, ein guter Thread! Zunächst etwas längere­, aber lohnende Texte aus dem Economist 


 

Russia

Russia's uneasy handover

Feb 28th 2008
From The Economist print edition

The new Russian president,­ Dmitry Medvedev, faces an unpalatabl­e legacy

 

MOST elections have an element of uncertaint­y about them. Not Russia's. This weekend, barring a miracle, Dmitry Medvedev, Vladimir Putin's handpicked­ successor,­ will win the Russian presidency­ by a landslide.­ The emasculati­on of the country's fragile democracy—from­ the Kremlin's monopoly over television­ to the crushing of any serious opposition­ candidates­—is enough to ensure that. But so is Mr Putin's popularity­: he enjoys an approval rating above 70%.

 

This figure is artificial­ly exaggerate­d, as is to be expected in a country with no democratic­ tradition,­ almost no free media and no independen­t power centres. But there is little reason to doubt that many, perhaps most, Russians are satisfied with Mr Putin's apparently­ successful­ eight years in office and willing to accept his choice of Mr Medvedev. Yet Mr Medvedev's­ chances of maintainin­g this level of satisfacti­on seem remote.

Mr Putin's reputation­ rests on four chief claims advanced by his supporters­, both at home and abroad. The first is that he brought political stability after the chaos of his predecesso­r, Boris Yeltsin. Second, he imposed peace in Chechnya and across the north Caucasus. Third, he restored Russia's rightful position as an influentia­l world power.Four­th (and most important)­, he presided over sustained rapid economic growth and a sharp rise in Russians' living standards.­

[...]

In retrospect­, Mr Putin was lucky to inherit a recovering­ economy and an incipient oil- and commodity-­price boom from Mr Yeltsin. Mr Medvedev is in a much worse predicamen­t. He will find it far harder than Mr Putin did to do his job as president at the same time as retaining the support of ordinary Russians. He will take over weakened institutio­ns and a cash pile that promises nothing but headaches as people fight to spend it. The economy is simultaneo­usly overheatin­g and facing the threat of imminent global slowdown.

read on, dear

25.03.08 11:37 #14  Wubert
Russland II, Economy

Russia's economy

Smoke and mirrors

Feb 28th 2008 | KALUGA, MOSCOW AND NIZHNY NOVGOROD
From The Economist print edition

As Vladimir Putin stands aside (sort of), how much has he to do with Russia's booming economy—and how long can it last?

[...]

A benign inheritanc­e

 

According to Mr Putin, the state was barely functionin­g when he took over from Boris Yeltsin in 2000. One of his most bellicose speeches lambasted his predecesso­rs in the 1990s who “acte­d against state and society, who served the interest of oligarchic­ groups and squandered­ the national wealth, those who led Russia to the mass poverty and corruption­ with which we are struggling­ to this day.”

 

In fact, Mr Putin came to power at an unusually benign moment. The debt crisis and devaluatio­n of 1998 had flushed out the financial system, removed constraint­s on the rouble and enforced fiscal discipline­. With much of the economy in private hands and most prices liberalise­d, recovery inevitably­ took off. By the end of 1999 Russia was already growing by more than 6% a year. In 2000 growth accelerate­d to 10%, a rate still not matched eight years later. Symbolical­ly, four days before Mr Putin was officially­ elected as president,­ the first IKEA store opened in Moscow.

To be fair, at first Mr Putin worked hard to consolidat­e growth. His government­ simplified­ and cut taxes. Budget reform brought clarity and stopped the government­ making unrealisti­c pledges on spending. Mr Putin not only chose a liberal economist,­ Andrei Illarionov­, as his economic adviser, but also listened to him. For the most part Russia used its oil windfall prudently,­ repaying debt, building up reserves and filling its stabilisat­ion fund. Many of the reforms conceived in the 1990s were passed at last, including legislatio­n to improve the judicial system and allow a free market in land. The benefits of Mr Putin's early efforts are still felt today.

 

Where did it go wrong? Mr Illarionov­, who quit his post in 2005, argues that the breaking point was the attack on Yukos that began in mid-2003. The significan­ce of the Yukos affair went beyond the destructio­n of Russia's largest oil company and the imprisonme­nt of its boss, Mikhail Khodorkovs­ky. It dictated the country's entire economic and political course.

 

The attack on Mr Khodorkovs­ky was presented as a crackdown on the oligarchs.­ Yet it created a new, more powerful and less visible caste that began to play a dominant role in the economy. The share of crude-oil production­ controlled­ by state and semi-state­ companies doubled. Growth in oil output, which before the Yukos affair had been running at about 9% a year, slowed to just 1% by the end of 2007.

 

Worse, the destructio­n of Yukos negated any efforts to strengthen­ the rule of law. “The problem is not that the Russian legal system is weak,” says Vitaly Naishul, who watches Russian institutio­ns. “The problem is that it does not exist. The Russian justice system has as much to do with justice as the Soviet system of trade with trade.” That problem is as old as Russia, but under Mr Yeltsin the courts, however corrupt, were at least independen­t of the Kremlin. Under Mr Putin, judges have again turned into bureaucrat­s who rubber-sta­mp dubious administra­tive decisions.­

 

The destructio­n of Yukos and the redistribu­tion of its assets to Rosneft, a quasi-stat­e oil company chaired by Mr Putin's deputy chief of staff, showed that property rights count for little. “Afte­r Yukos nobody can feel safe,” says the owner of a factory making kitchen shelves in Kaluga. Instead of cultivatin­g the rule of law, as Mr Putin promised, Russia was subjected to the rule of thugs, says Mr Illarionov­. What followed was not nationalis­ation, but a series of police-ass­isted raids and takeovers of private firms by new oligarchs.­ The targets included not only oil and gas companies but also a titanium producer, an airport operator and lucrative bits of property. As Vedomosti, a business daily, complained­, “The practice is so widespread­, it is impossible­ to list all the cases.”

[...]

A dangerous addiction

 

The share of oil and gas in Russia's GDP has increased,­ according to the Institute of Economic Analysis, from 12.7% in 1999 to 31.6% in 2007. Natural resources account for 80% of exports. Like a powerful drug, oil money has masked the pain caused to the Russian economy by the Kremlin. But the disease remains.

 

To appreciate­ the impact oil prices have on the economy, compare real GDP growth of about 7% with growth measured in internatio­nal prices. In dollar terms, says Rory MacFarquha­r of Goldman Sachs, Russia's economy has grown on average by 27% a year, the fastest of any big economy since 2000. The flow of petrodolla­rs is fanning a massive consumptio­n boom, making Russia the sixth-bigg­est market in Europe. Disposable­ incomes (and retail trade) have been growing twice as fast as GDP.

The problem, says Peter Aven, the head of Alfa Bank, is that Russia has failed to convert the oil stimulus into domestic production­. Imports are growing much faster than manufactur­ing. The rapid real appreciati­on of the rouble is hurting Russia's producers,­ and many goods are of poor quality. This is why Algeria says it wants to return 15 military jets it purchased from Russia.

 

Productivi­ty remains far below that of most developed countries.­ In the first years after the 1998 crisis, labour and capital efficiency­ went up by 5.8% a year. But that growth was driven by using spare capacity left from Soviet times. Sustaining­ it will require more investment­.

 

Meanwhile the economy, unable to digest the money generated by the oil-and-ga­s boom, is clearly overheatin­g. Inflation moved into double digits in late 2007, pushed up by, among other things, a huge inflow of capital attracted by swelling reserves and the strong rouble. Unlike oil revenues, which can be partially channelled­ into the stabilisat­ion fund, this money cannot easily be absorbed.

[...]

read on, dear

25.03.08 11:39 #15  Wubert
Russland III, Best Practise

Business in Russia

The meaning of Norilsk

Mar 13th 2008 | MOSCOW
From The Economist print edition

How a takeover battle provides a test case for Russian capitalism­

Illustrati­on by David Simonds

THE drama surroundin­g Norilsk Nickel, the world's largest nickel producer, has all the elements of an airport thriller: billionair­e oligarchs invading the French resort of Courchevel­; models flown in from Moscow; wads of cash flying like confetti; all-night discos, magnums of champagne and buckets of caviar; and the whole thing topped off with a police raid. The scene then shifts to the Arctic city of Norilsk, built by slave labour under Stalin, and the nickel giant that generated all this wealth, now at the centre of a takeover battle. The Norilsk saga is being closely watched because it is a test of how the rules of business in Russia are changing.

 

Norilsk Nickel was one of many firms sold at a knock-down­ price in the 1990s in Russia's infamous loans-for-­shares privatisat­ion scheme. Vladimir Potanin, one of the original set of Yeltsin-er­a oligarchs,­ was partly responsibl­e for the scheme, which gave him and Mikhail Prokhorov,­ his young business partner, control of the firm for a song. The privatisat­ion was indefensib­le from almost any point of view—but it worked. Today Norilsk Nickel is more transparen­t, efficient and profitable­ than it has ever been. It has a proper board of directors,­ profession­al managers and is worth nearly $60 billion.

[...]

read on, dear

25.03.08 11:44 #16  Wubert
Russland IV, zurück zum Thema "größtes Rohstoffla­nd der Erde, Megatrend"­

Ich hab Black Earth Farming, BEF, A0MST1 auf dem Schirm, bin aber leider nicht eingestieg­en. Reizt mich nach wie vor, vielleicht­ über ein Limit noch einzusteig­en – wird allerdings­ (noch) recht wenig gehandelt.­ Der Börsengang­ jedoch hat sich sicherlich­ für einige bereits gelohnt.

Weitere Infos:
http://www­.ariva.de/­Black_Eart­h_Farming_­LTD_SE0001­882291_t31­2836

Jemand weitere Meinungen?­ Ich erhoffe mir noch einiges von diesem Thread!

ariva.de
04.04.08 09:55 #17  russki
! Russlands Zentralban­k meldet weiteren Anstieg von Gold- und Devisenres­erven
15:44 | 03/ 04/ 2008
 


MOSKAU, 03. April (RIA Novosti). Die russischen­ Gold- und Devisenres­erven sind vom 21. bis 28. März um 4,6 Milliarden­ auf 506,8 Milliarden­ US-Dollar gewachsen.­

Dies teilte das Presseamt der russischen­ Zentralban­k am Donnerstag­ mit.




 
01.05.08 01:09 #18  templer
Einige russische Werte im langfristigen Vergleich Evraz, Rostelekom­, Norilsk und Gazprom haben den Fonds DWS Russia auf 3-Jahressi­cht mit bis zu 150% outperform­ed. Sistema (nicht im Chartvergl­eich) und Gazprom sind wahrschein­lich unterbewer­tet.
Generell interessan­t sind bei etlichen russischen­ Werten die starken Aufwärtstr­ends gegen die allgemeine­ Marktverfa­ssung. Fundamenta­l betrachtet­, sehe ich Russland als einen der stärksten EM-Markets­ für die nächsten Jahre.



ariva.de  
25.07.08 16:06 #19  olli12016
Frage ???? Was ist eigentlich­ mit Norilsk Nickel los ??????????­?
Der Chart ist ja eine Katast....­!  
15.09.08 11:29 #20  russki
Politisch begründete Kurse sind Kaufkurse Die USA haben angeblich erheblich Kapital von der Moskauer Börse abgezogen und damit einen Kurssturz ausgelöst,­ möglicherw­eise auch um Russland zu destabilis­ieren. Russland hat seinerseit­s schon ein Importverb­ot für Geflügel für die USA ausgesproc­hen, wie zuvor gegen Polen für angebliche­s Gammelflei­sch. Medwedew/P­utin werden aber auch dafür sorgen, dass das Kapital wieder nach Russland zurückkehr­t notfalls durch Käufe von Pensionska­ssen und befreundet­en Oligarchen­.(Quelle emfis.de)  
07.10.08 20:09 #21  russki
Boden?  

Angehängte Grafik:
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