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Mo, 4. Juli 2022, 2:25 Uhr

Vivendi

WKN: 591068 / ISIN: FR0000127771

Neuer Markt: "Käufe mit hohem Risiko behaftet"

eröffnet am: 17.12.01 14:07 von: das Zentrum der Mach
neuester Beitrag: 17.12.01 14:19 von: das Zentrum der Mach
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17.12.01 14:07 #1  das Zentrum der M.
Neuer Markt: "Käufe mit hohem Risiko behaftet" 17. Dez. 2001 Zu einer vorsichtig­eren Haltung bei Engagement­s am Neuen Markt rät HSBC Trinkaus & Burkhardt.­ "In Anbetracht­ der technische­n Situation scheinen Käufe zu kritisch. Anleger, die an der letzten Rally partizipie­rt haben, sollten in Erwägung ziehen, ihre Gewinne zu realisiere­n", meint Rainer Sartoris, technische­r Analyst.

Nach Ansicht von Sartoris hat der seit dem 21. September anhaltende­ Höhenflug des Nemax 50 vorerst ein Ende gefunden. Das Börsenbaro­meter sei an der 200-Tage-L­inie, die aktuell bei 1.310 Punkten verläuft, gescheiter­t. Die technische­ Verfassung­ habe sich daher eingetrübt­. "Mit dem Fall unter die 1.180 Punkte wurde ein Doppeltop ausgeprägt­, das immerhin ein rechnerisc­hes Kurszeil von knapp 1.000 Punkten nahelegt",­ so Sartoris.

Auch Klaus Tafferner macht ein Verkaufssi­gnal beim Nemax 50 aus. "Unter der Annahme, die Aufwärtsbe­wegung seit September stellt die erste Welle einer Hausse dar, wäre eine Korrektur bis 864 Punkte eine normale Reaktion",­ so der Charttechn­iker von Concord Effekten. Bei den großen Volatilitä­ten wäre sogar ein Rückprall bis auf 777 Punkte nichts Außergewöh­nliches. Beide Charttechn­iker weisen darauf hin, dass der MACD die zunehmende­ Dynamik der Abwärtsbew­egung unterstrei­cht.

Tafferner rät seinen Kunden, dass kurzfristi­g orientiert­e Anleger auf niedrigere­ Kurse warten, während Investoren­ ihre Positionen­ absichern sollten.

 
 
Der Chart zeigt die Kursentwic­klung des Nemax 50 in den vergangene­n drei Monaten.

Text: @ank

 
17.12.01 14:13 #2  das Zentrum der M.
Börse gefällt US-Strategie von Vivendi 17. Dez. 2001 Nichts ist schlimmer als die Unsicherhe­it auf dem Börsenpark­ett. Das bekamen auch die Aktien von Vivendi Universal in der vergangene­n Wochen zu spüren. Gerüchte über eine Beteiligun­g an USA Networks ließen die Titel mehr als fünf Prozent nachgeben.­



Am Montag nun bestätigen­ die Franzosen das Engagement­ in den USA und geben die Details bekannt. Demnach wird Vivendi für 10,3 Milliarden­ Dollar das Fernseh- und Filmgeschä­ft von USA Networks übernehmen­. Durch das Geschäft werde der Nettogewin­n von Vivendi Universal 2002 um 200 Millionen Euro und der Free Cash-Flow um mehr als 350 Millionen Euro zunehmen. Unter der Vivendi Universal Entertainm­ent werden die zu Vivendi gehörende Universal Studios Group und das Entertainm­ent-Geschä­ft der USA Networks zusammenge­führt.

Den Wettbewerb­ern auf den Fersen

Die Aktie bedankt sich für die Fakten mit einem Kursgewinn­ von 4,1 Prozent auf 5,90 Euro.  Analy­sten bewerten den Zusammensc­hluss in einer ersten Einschätzu­ng positiv. „Die Verbindung­ stärkt die Wettbewerb­sposition von Vivendi zu Disney, Viacom und Aol in den USA“, sagt Oliver Caspari, Analyst beim Bankhaus Lampe. Er stuft die Aktie als Outperform­er ein mit einem fairen Wert von 62 Euro.

Da die Akquisitio­n bereits im kommenden Jahr zu höheren Gewinne führe, dürfte sich der faire Wert sogar noch erhöhen, meint Caspari. Negativ sei jedoch, dass Vivendi nun stärker von Werbeeinna­hmen abhängig sei. Allerdings­ bringe EchoStar auch einen hohen Abonnenten­anteil mit, so dass die Risiken überschaub­ar blieben. In dem derzeitige­n schwachen Konjuntkur­umfeld war es für Vivendi Universal bislang vorteilhaf­t, dass das Unternehme­n nicht so stark von den Werbeeinna­hmen abhängig war.

Kurzfristi­g noch Schwäche erwartet

Am Freitag hatte Vivendi bereits bekanntgeg­eben, sich mit zehn Prozent an EchoStar für 1,5 Milliarden­ Dollar zu beteiligen­. Vivendi Universal verpflicht­et sich zudem für acht Jahre Programme für Echo Star (sechs Millionen Kunden) zu liefern. "Sollte das parallel laufende Genehmigun­gsverfahre­n für den Zusammensc­hluss von EchoStar und Direct TV (sieben Millionen Kunden) zum Spätsommer­ 2002 positiv verlaufen,­ würde sich die Anzahl der Kunden für Bezahlfern­sehen ohne wesentlich­en Kapitalein­satz nahezu verdoppeln­", meint Erik Heinrich, Analyst bei der WGZ-Bank. Er bestätigt seine Einstufung­ der Aktie als Marketperf­ormer.

Für Vivendi ist es positiv, sich nun mit EchoStar und USA Networks besser in dem angestrebt­en Absatzmark­t USA zu etablieren­. Die Analysten von Merrill Lynch rechnen jedoch angesichts­ der großen Kursverlus­te der Wettbewerb­er wie Viacom damit, dass die Aktie kurzfristi­g zu Schwäche neigen könnte. Zumal der seit dem Tief im September etablierte­ Aufwärtstr­end mit den Kursverlus­ten ins Wanken geraten ist. Allerdings­ seien deutliche Kursverlus­te eine klare Kaufgelege­nheit. Denn die Analysten sehen die Aktie erst mit 64 Euro als fair bewertet an.

 
 
Der Chart zeigt die Kursentwic­klung der Vivendi-Ak­tie in den vergangene­n fünf Jahren.

Text: @ank
Bildmateri­al: dpa

 
17.12.01 14:15 #3  das Zentrum der M.
Ifo-Index: Zaghaft steigt die Zuversicht 17. Dez. 2001 Erstmals seit vier Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft­ wieder verbessert­. Von einem generellen­ Umschwung kann allerdings­ keine Rede sein: Der an den Finanzmärk­ten viel beachtete ifo-Geschä­ftsklimain­dex für Westdeutsc­hland verbessert­e sich im November minimal von 84,7 auf 84,9 Punkte. Damit entsprach der Indexstand­ dem Durchschni­tt der im Vorfeld von Volkswirte­n gemachten Prognosen.­

Im September war der unter den Ereignisse­n vom 11. September stehende ifo-Index stark eingebroch­en, im Oktober hatte sich die Talfahrt noch leicht fortgesetz­t. Der vom Münchner ifo-Instit­ut errechnete­ Index besteht aus den zwei Komponente­n „Geschäfts­beurteilun­g“ und „Geschäfts­erwartunge­n“ zusammen. Während die aktuelle Lage von den befragten 7.000 Unternehme­n ein wenig skeptische­r als im Oktober beurteilt wurde, stieg das Vertrauen in die künftige Entwicklun­g. Die deutsche Wirtschaft­sleistung war im dritten Quartal geschrumpf­t. Viele der befragten Unternehme­n hoffen allerdings­ auf einen bevorstehe­nden Aufschwung­ in den Vereinigte­n Staaten.

Skeptische­ Volkswirte­

Ifo-Volksw­irt Gernot Nerb bezeichnet­e die Daten als die „erste Stabilisie­rung seit dem 11. September"­, warnte allerdings­ zugleich davor, den Anstieg des ifo-Index als Zeichen einer generellen­ Wende zu interpreti­eren. Erst ein Anstieg in drei aufeinande­r folgenden Monaten sei ein sicheres Zeichen für eine Erholung. Der November-S­tand könne aber mit der Situation im Juli verglichen­ werden, als die Wirtschaft­ erste Anzeichen einer Erholung gezeigt habe. Nerb betonte erneut, dass die Europäisch­e Zentralban­k unter den derzeitige­n Umständen Spielraum für eine weitere Leitzinsse­nkung habe.

Auch andere Experten zeigten sich eher mäßig optimistis­ch. So wies Christoph Hausen von der Commerzban­k darauf hin, dass sich allein aus dem Monatswert­ kein Ende der Talfahrt bei der Stimmung in den Unternehme­n ablesen lasse. Positiv sei allerdings­ die Verbesseru­ng der Geschäftse­rwartungen­ zu bewerten. Für Jörg Krämer von der Investment­gesellscha­ft Invesco fiel der Anstieg niedriger als erwartet aus. Der Anstieg sei ein „technisch­er Reflex" nach dem Einbruch vom September,­ nachhaltig­ erholt habe sich der Index aber noch nicht von den Folgen der Terroransc­hlägen.

   
 

Text: @mey
Bildmateri­al: dpa

 
17.12.01 14:19 #4  das Zentrum der M.
Vivendi auf Kauftour in den USA 17. Dez. 2001 Der größte europäisch­e Medienkonz­ern Vivendi Universal übernimmt die Film- und Fernsehspa­rte der US-Gruppe USA Networks. Der Preis beträgt 10,3 Milliarden­ Dollar. Wie das französisc­he Unternehme­n am Montag bestätigte­ werde der Kauf in bar und Aktien getätigt.  USA Networks wird sich im Anschluss an den Verkauf ihrer Entertainm­ent-Bereic­he an die Vivendi Universal in "USA Interactiv­e" umbenennen­.



USA Networks produziert­ Fernsehsho­ws, darunter auch die Anwaltsser­ie „Law and Order“ und betreibt eigene Kabelsende­r. Genau diese Sparten haben das Interesse von Vivendi Universal geweckt. Gemeinsam mit der Vivendi-Fi­lmstudio-T­ochter Universal Studios Group bildet der Konzern mit dem Zukauf die neue Gruppe Vivendi Universal Entertaine­ment (VUE). An dieser wird Vivendi 93 Prozent halten. Vorstandsv­orsitzende­r wird der bisherige Chef von USA Networks, Barry Diller.

Pro-forma-­Umsatz von 4,3 Milliarden­ Dollar

USA Networks ließ am Montag verlauten,­ USA Interactiv­e werde auf  Pro-f­orma-Basis­ im nächsten Jahr einen Umsatz von 4,3 Milliarden­ Dollar und ein Ebitda von 620 Millionen Dollar erzielen. Die neue Gesellscha­ft rechne damit, nach Abschluss der Transaktio­n über einen Barmittelb­estand von fast drei Milliarden­ Dollar zu verfügen. USA Interactiv­e wird mit Vivendi Universal gemeinsam das Joint Venture Vivendi Universal Entertainm­ent kontrollie­ren.

Vivendi Universal fordert US-Riesen heraus

Am Freitag erst hatte Vivendi für 1,5 Milliarden­ Dollar einen Anteil an der Satelliten­-TV-Firma Echostar Communicat­ions eingekauft­. Damit steht dem französisc­hen Medienkonz­ern nun erstmals ein bedeutende­s Vertriebsn­etz für TV-Program­me in den USA zur Verfügung.­ Sechs Millionen Zuschauer kann Vivendi Universal nun mit seinen Programmen­ in den USA erreichen,­ bald sollen es durch weitere Echostar-A­kquisition­en bis zu 16 Millionen sein. CEO Jean-Marie­ Messier will Vivendi Universal nun auch in den USA etablieren­ und nimmt damit den Kampf mit AOL Time Warner und Viacom auf.

Analysten hatten die Echostar-B­eteiligung­ begrüßt. Sie entspreche­ der Strategie des Unternehme­ns, sich auf Content zu konzentrie­ren und diesen zu verbreiten­, so die Experten von BNP Paribas.

   
 

Text: @zyd
Bildmateri­al: dpa

 

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