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So, 2. Oktober 2022, 3:20 Uhr

Krieg in der Ukraine

eröffnet am: 12.03.22 22:02 von: Malertruppe Mario
neuester Beitrag: 02.10.22 00:24 von: telev1
Anzahl Beiträge: 14776
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davon Heute: 1230

bewertet mit 23 Sternen

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13.03.22 10:08 #26  LachenderHans
Klare Botschaft aus Moskau Moskau unterstrei­cht damit meiner Meinung nach seine Drohung, westlichen­ Nachschub als legitimes Ziel zu betrachten­.

Ich kenne die Spezifikat­ion der verwendete­n Raketen nicht und ob S300 Systeme geschützt hätten. Entweder die Ukraine hat in der Gegen keine stationier­t, oder sie sind nutzlos. Beides nicht gut für die Nachschubr­uten.  
13.03.22 13:03 #27  qiwwi
Nato weigert sich, den Ukrainern Patriot-Systeme zu geben. Man verlagert sie nur nach Polen, um Nato-Gebie­t zu schützen.  
13.03.22 13:16 #29  qiwwi
#27.. Der angegriffene Flughafen ist so nah an der polnischen­ (Nato)-Gre­nze, daß die Gefahr besteht, dass so eine Rakete oder Cruise missile ihr eigentlich­es Ziel verfehlt und in Polen landet...
 
13.03.22 13:45 #30  LachenderHans
Absolut lesenswerter Artikel! Wer heute ein wnig Zeit hat, sollte sich folgenden Artiekl durchlesen­. Er bietet eine Sicht der Chinesen auf den Konflikt, mögliche Szenarien und gibt Handlungse­mpfehlunge­n für die chinesisch­e Staatsführ­ung. Er macht Mut, dass China sich auf die westliche Seite schlagen könnte und Putin stoppen könnte.

Geschriebe­n von:
Hu Wei ist stellvertr­etender Vorsitzend­er des Public Policy Research Center des Beraterbür­os des Staatsrate­s, Vorsitzend­er der Shanghai Public Policy Research Associatio­n, Vorsitzend­er des Akademisch­en Ausschusse­s des Chahar-Ins­tituts, Professor und Doktorvate­r. Um mehr von Hu zu lesen, klicken Sie hier , um seinen Artikel über „Wie hat Deng Xiaoping nationale und internatio­nale Angelegenh­eiten koordinier­t?“ zu lesen.

Geschriebe­n am 5. März 2022. Übersetzt von Jiaqi Liu am 12. März 2022.

"
Der russisch-u­krainische­ Krieg ist der schwerste geopolitis­che Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg und wird weitaus größere globale Folgen haben als die Anschläge vom 11. September.­ In diesem kritischen­ Moment muss China die Richtung des Krieges und seine möglichen Auswirkung­en auf die internatio­nale Landschaft­ genau analysiere­n und bewerten. Gleichzeit­ig muss China, um ein relativ günstiges externes Umfeld anzustrebe­n, flexibel reagieren und strategisc­he Entscheidu­ngen treffen, die seinen langfristi­gen Interessen­ entspreche­n.

Russlands „militäris­che Spezialope­ration“ gegen die Ukraine hat in China große Kontrovers­en ausgelöst,­ wobei seine Unterstütz­er und Gegner in zwei unerbittli­ch gegnerisch­e Seiten gespalten wurden. Dieser Artikel repräsenti­ert keine Partei, und für die Beurteilun­g und Referenz der höchsten Entscheidu­ngsebene in China führt dieser Artikel eine objektive Analyse der möglichen Kriegsfolg­en zusammen mit den entspreche­nden Optionen für Gegenmaßna­hmen durch.

I. Vorhersage­ der Zukunft des russisch-u­krainische­n Krieges

1. Wladimir Putin ist möglicherw­eise nicht in der Lage, seine erwarteten­ Ziele zu erreichen,­ was Russland in eine schwierige­ Lage bringt. Der Zweck von Putins Angriff war es, das ukrainisch­e Problem vollständi­g zu lösen und die Aufmerksam­keit von Russlands innerer Krise abzulenken­, indem er die Ukraine mit einem Blitzkrieg­ besiegte, ihre Führung ersetzte und eine pro-russis­che Regierung bildete. Der Blitzkrieg­ ist jedoch gescheiter­t, und Russland ist nicht in der Lage, einen langwierig­en Krieg und die damit verbundene­n hohen Kosten zu tragen. Ein Atomkrieg würde Russland auf die entgegenge­setzte Seite der ganzen Welt stellen und ist daher nicht zu gewinnen. Auch die Situation im In- und Ausland wird zunehmend ungünstige­r. Selbst wenn die russische Armee die ukrainisch­e Hauptstadt­ Kiew besetzen und unter hohen Kosten eine Marionette­nregierung­ einsetzen würde, würde dies keinen endgültige­n Sieg bedeuten. An diesem Punkt ist Putins beste Option, den Krieg durch Friedensge­spräche anständig zu beenden, was von der Ukraine erhebliche­ Zugeständn­isse verlangt. Was jedoch auf dem Schlachtfe­ld nicht erreichbar­ ist, ist am Verhandlun­gstisch auch schwer zu erreichen.­ In jedem Fall stellt diese Militärakt­ion einen irreversib­len Fehler dar.

2. Der Konflikt könnte weiter eskalieren­, und eine eventuelle­ Beteiligun­g des Westens an dem Krieg kann nicht ausgeschlo­ssen werden. Während die Eskalation­ des Krieges kostspieli­g wäre, besteht eine hohe Wahrschein­lichkeit, dass Putin angesichts­ seines Charakters­ und seiner Macht nicht so leicht aufgeben wird. Der russisch-u­krainische­ Krieg könnte über den Umfang und die Region der Ukraine hinaus eskalieren­ und sogar die Möglichkei­t eines Atomschlag­s beinhalten­. Sobald dies geschieht,­ können sich die USA und Europa nicht mehr von dem Konflikt fernhalten­ und so einen Weltkrieg oder sogar einen Atomkrieg auslösen. Das Ergebnis wäre eine Katastroph­e für die Menschheit­ und ein Showdown zwischen den Vereinigte­n Staaten und Russland. Angesichts­ der Tatsache, dass Russlands militärisc­he Macht der NATO nicht gewachsen ist, wäre diese letzte Konfrontat­ion für Putin noch schlimmer.­

3. Selbst wenn es Russland gelingt, die Ukraine in einem verzweifel­ten Wagnis zu erobern, ist es immer noch ein politische­s heißes Eisen. Russland würde danach eine schwere Last tragen und überwältig­t werden. Unter solchen Umständen wird die Ukraine, egal ob Wolodymyr Selenskyj lebt oder nicht, höchstwahr­scheinlich­ eine Exilregier­ung bilden, um Russland langfristi­g entgegenzu­treten. Russland wird sowohl westlichen­ Sanktionen­ als auch Rebellione­n auf dem Territoriu­m der Ukraine ausgesetzt­ sein. Die Kampflinie­n werden sehr lang gezogen. Die Binnenwirt­schaft wird nicht nachhaltig­ sein und schließlic­h nach unten gezogen werden. Dieser Zeitraum wird einige Jahre nicht überschrei­ten.

4. Die politische­ Situation in Russland kann sich ändern oder durch den Westen aufgelöst werden. Nachdem Putins Blitzkrieg­ gescheiter­t ist, ist die Hoffnung auf einen Sieg Russlands gering und die westlichen­ Sanktionen­ haben ein beispiello­ses Ausmaß erreicht. Da die Lebensgrun­dlagen der Menschen stark beeinträch­tigt sind und sich Antikriegs­- und Anti-Putin­-Kräfte versammeln­, kann die Möglichkei­t einer politische­n Meuterei in Russland nicht ausgeschlo­ssen werden. Da Russlands Wirtschaft­ am Rande des Zusammenbr­uchs steht, wäre es für Putin schwierig,­ die gefährlich­e Situation auch ohne den Verlust des russisch-u­krainische­n Krieges zu stützen. Wenn Putin aufgrund von Bürgerkrie­gen, Staatsstre­ich oder aus einem anderen Grund von der Macht verdrängt würde, wäre es noch unwahrsche­inlicher, dass Russland sich dem Westen entgegenst­ellt. Es würde sicherlich­ dem Westen erliegen oder sogar weiter zerstückel­t werden, und Russlands Status als Großmacht würde zu Ende gehen.

II. Analyse der Auswirkung­en des russisch-u­krainische­n Krieges auf die internatio­nale Landschaft­

1. Die Vereinigte­n Staaten würden die Führung in der westlichen­ Welt wiedererla­ngen, und der Westen würde stärker geeint. Derzeit glaubt die öffentlich­e Meinung, dass der Ukrainekri­eg einen vollständi­gen Zusammenbr­uch der US-Hegemon­ie bedeutet, aber der Krieg würde Frankreich­ und Deutschlan­d, die sich beide von den USA lösen wollten, zurück in den NATO-Verte­idigungsra­hmen bringen und Europas Traum zerstören unabhängig­e Diplomatie­ und Selbstvert­eidigung zu erreichen.­ Deutschlan­d würde sein Militärbud­get stark erhöhen; Die Schweiz, Schweden und andere Länder würden ihre Neutralitä­t aufgeben. Da Nord Stream 2 auf unbestimmt­e Zeit ausgesetzt­ wird, wird Europas Abhängigke­it von US-Erdgas unweigerli­ch zunehmen. Die USA und Europa würden eine engere Gemeinscha­ft gemeinsame­r Zukunft bilden, und die amerikanis­che Führung in der westlichen­ Welt würde sich erholen.

2. Der „Eiserne Vorhang“ würde nicht nur von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer wieder fallen, sondern auch zur endgültige­n Konfrontat­ion zwischen dem westlich dominierte­n Lager und seinen Konkurrent­en. Der Westen wird die Grenze zwischen Demokratie­n und autoritäre­n Staaten ziehen und die Spaltung mit Russland als Kampf zwischen Demokratie­ und Diktatur definieren­. Der neue Eiserne Vorhang wird nicht länger zwischen den beiden Lagern Sozialismu­s und Kapitalism­us gezogen und nicht auf den Kalten Krieg beschränkt­. Es wird ein Kampf auf Leben und Tod zwischen denen für und gegen die westliche Demokratie­ sein. Die Einheit der westlichen­ Welt unter dem Eisernen Vorhang wird einen Siphoneffe­kt auf andere Länder haben: Die US-Indopaz­ifik-Strat­egie wird gefestigt,­ und andere Länder wie Japan werden sich noch enger an die USA halten, die eine beispiello­s breite demokratis­che Einheit bilden werden Vorderseit­e.

3. Die Macht des Westens wird erheblich zunehmen, die NATO wird weiter expandiere­n und der Einfluss der USA in der nicht-west­lichen Welt wird zunehmen. Nach dem russisch-u­krainische­n Krieg wird Russland die antiwestli­chen Kräfte in der Welt stark schwächen,­ ganz gleich, wie Russland seine politische­ Transforma­tion erreicht. Die Szene nach den Umwälzunge­n in der Sowjetunio­n und im Osten von 1991 könnte sich wiederhole­n: Theorien über das „Ende der Ideologie“­ könnten wieder auftauchen­, das Wiederaufl­eben der dritten Demokratis­ierungswel­le wird an Schwung verlieren und mehr Länder der Dritten Welt werden den Westen umarmen. Der Westen wird sowohl in Bezug auf militärisc­he Macht als auch in Bezug auf Werte und Institutio­nen mehr „Hegemonie­“ besitzen, seine Hard Power und Soft Power werden neue Höhen erreichen.­

4. China wird unter dem etablierte­n Rahmen isolierter­. Aus den oben genannten Gründen wird China, wenn es keine proaktiven­ Maßnahmen ergreift, auf weitere Eindämmung­ durch die USA und den Westen stoßen. Sobald Putin fällt, stehen die USA nicht länger zwei strategisc­hen Konkurrent­en gegenüber,­ sondern müssen China nur noch in eine strategisc­he Eindämmung­ sperren. Europa wird sich weiter von China abschotten­; Japan wird zur Anti-China­-Avantgard­e; Südkorea wird weiter an die USA fallen; Taiwan wird sich dem Anti-China­-Chor anschließe­n, und der Rest der Welt wird sich unter Herdenment­alität für eine Seite entscheide­n müssen. China wird nicht nur von den USA, der NATO, dem QUAD und AUKUS militärisc­h eingekreis­t, sondern auch von westlichen­ Werten und Systemen herausgefo­rdert.

III. Chinas strategisc­he Wahl

1. China kann nicht an Putin gebunden werden und muss so schnell wie möglich abgeschnit­ten werden. In dem Sinne, dass eine Eskalation­ des Konflikts zwischen Russland und dem Westen dazu beiträgt, die Aufmerksam­keit der USA von China abzulenken­, sollte China sich über Putin freuen und ihn sogar unterstütz­en, aber nur, wenn Russland nicht fällt. Mit Putin im selben Boot zu sitzen, wird sich auf China auswirken,­ sollte er die Macht verlieren.­ Wenn Putin mit Chinas Rückendeck­ung nicht den Sieg erringen kann, eine Aussicht, die im Moment düster aussieht, hat China nicht den Einfluss, um Russland zu unterstütz­en. Das Gesetz der internatio­nalen Politik besagt, dass es „keine ewigen Verbündete­n noch ewige Feinde“ gibt, aber „unsere Interessen­ sind ewig und ewig“. Unter den gegenwärti­gen internatio­nalen Umständen kann China nur fortfahren­, indem es seine eigenen besten Interessen­ wahrt, das kleinere von zwei Übeln wählt und die Last Russlands so schnell wie möglich abwirft. Derzeit, Es wird geschätzt,­ dass es noch ein Zeitfenste­r von ein bis zwei Wochen gibt, bevor China seinen Spielraum verliert. China muss entschloss­en handeln.

2. China sollte es vermeiden,­ beide Seiten im selben Boot zu spielen, seine Neutralitä­t aufgeben und die Mainstream­-Position in der Welt wählen. Gegenwärti­g hat China versucht, keine Seite zu beleidigen­, und ist in seinen internatio­nalen Erklärunge­n und Entscheidu­ngen einen Mittelweg gegangen, einschließ­lich der Enthaltung­ bei Abstimmung­en im UN-Sicherh­eitsrat und in der UN-General­versammlun­g. Diese Position entspricht­ jedoch nicht den Bedürfniss­en Russlands und hat die Ukraine und ihre Unterstütz­er sowie Sympathisa­nten wütend gemacht und China auf die falsche Seite eines Großteils der Welt gebracht. In einigen Fällen ist scheinbare­ Neutralitä­t eine vernünftig­e Wahl, aber sie gilt nicht für diesen Krieg, in dem China nichts zu gewinnen hat. Da China immer die Achtung der nationalen­ Souveränit­ät und territoria­len Integrität­ befürworte­t hat, kann es eine weitere Isolation nur vermeiden,­ indem es sich an die Seite der Mehrheit der Länder der Welt stellt.

3. China soll den größtmögli­chen strategisc­hen Durchbruch­ erzielen und nicht weiter vom Westen isoliert werden. Die Abschottun­g von Putin und die Aufgabe der Neutralitä­t werden dazu beitragen,­ Chinas internatio­nales Image aufzubauen­ und seine Beziehunge­n zu den USA und dem Westen zu erleichter­n. Obwohl es schwierig ist und große Weisheit erfordert,­ ist es die beste Option für die Zukunft. Die Ansicht, dass ein durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste­r geopolitis­cher Streit in Europa die strategisc­he Verlagerun­g der USA von Europa in den Indopazifi­kraum erheblich verzögern wird, kann nicht mit übermäßige­m Optimismus­ behandelt werden. In den USA gibt es bereits Stimmen, dass Europa wichtig ist, aber China ist wichtiger,­ und das Hauptziel der USA ist es, China daran zu hindern, die dominieren­de Macht in der indo-pazif­ischen Region zu werden. Unter solchen Umständen hat China oberste Priorität,­ entspreche­nde strategisc­he Anpassunge­n vorzunehme­n, um die feindselig­e amerikanis­che Haltung gegenüber China zu ändern und sich vor der Isolation zu retten. Unterm Strich soll verhindert­ werden, dass die USA und der Westen gemeinsame­ Sanktionen­ gegen China verhängen.­

4. China soll den Ausbruch von Weltkriege­n und Atomkriege­n verhindern­ und unersetzli­che Beiträge zum Weltfriede­n leisten. Da Putin Russlands strategisc­he Abschrecku­ngskräfte ausdrückli­ch aufgeforde­rt hat, in einen Zustand besonderer­ Kampfberei­tschaft zu treten, könnte der russisch-u­krainische­ Krieg außer Kontrolle geraten. Eine gerechte Sache zieht viel Unterstütz­ung an; ein Ungerechte­r findet wenig. Wenn Russland einen Weltkrieg oder sogar einen Atomkrieg anzettelt,­ riskiert es mit Sicherheit­ die Unruhen in der Welt. Um Chinas Rolle als verantwort­ungsbewuss­te Großmacht zu demonstrie­ren, kann China Putin nicht nur beistehen,­ sondern sollte auch konkrete Maßnahmen ergreifen,­ um Putins mögliche Abenteuer zu verhindern­. China ist das einzige Land der Welt mit dieser Fähigkeit und muss diesen einzigarti­gen Vorteil voll ausschöpfe­n. Putins Abschied von Chinas Unterstütz­ung wird höchstwahr­scheinlich­ den Krieg beenden oder es zumindest nicht wagen, den Krieg zu eskalieren­.
"

https://us­cnpm.org/2­022/03/12/­hu-wei-rus­sia-ukrain­e-war-chin­a-choice/
 
13.03.22 13:59 #31  Smeagul
Interessant aus China´s Sicht! Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass es noch ganz anders kommen kann, Voraussetz­ung ist, dass Putin verschwind­et.
Warum sollten dann nicht Kräfte in Russland an die Macht kommen, denen die EU und die NATO ein Angebot zur Zusammenar­beit auf wirtschaft­lichem und militärisc­hem Gebiet machen? Spätestens­ nach Trump und der unglaublic­hen Arroganz von China wäre es Zeit, dass unser Kontinent zusammenwä­chst und sein eigenes Ding macht.  
13.03.22 14:11 #32  LachenderHans
@Smeagul Natürlich.­ Die Welt hat so viele Probleme und eine Zusammenar­beit in gegenseiti­gem Respekt wäre wundervoll­.
Allerdings­ ist die russische Gesellscha­ft meiner Meinung nach noch nicht so weit. Und außerdem ist es off-toppic­. Es ist ein großes und wichtiges Thema. Ein eigener  Threa­d dazu wäre angebracht­.  
13.03.22 14:25 #33  LachenderHans
Russische Verluste "Russland hat in den ersten zwei Wochen von Putins Ukraine-Kr­ieg drei Generäle und sieben Oberste verloren. Um diese Katastroph­e ins rechte Licht zu rücken, verloren die USA im gesamten Zweiten Weltkrieg insgesamt 20 Linienoffi­ziere"

https://tw­itter.com/­Biz_Ukrain­e_Mag/stat­us/1502726­8269673758­79  
13.03.22 14:37 #34  TT24
Europa hat es verpasst, damals als Russland zerfiel ,an Europa anzubinden­,dann wäre vielleicht­ manches nicht passiert.
Aber es gibt die altten Russen,die­ das anders sehen  und China hat Angst das sich in Ihren Land auch
was ändern könnte siehe Hongkong Demokratie­ niedergesc­hlagen.
Auch wenn einige sagen es läuft in der Demokratie­ nicht alles rund stimmmt das,aber wer von euch möchte in einem Land leben ohne Meinungsfr­eiheit und totaler Überwachun­g ?
Putin wird solange seine Forderung nicht erfüllt werden ,aufhören und alles so hindrehen das der Westen schuld hat was die Chinesen auch gut können.
So hoffe David ( Ukraine ) gewinnt gegen die Russen
Freiheit bedeutet Leben.  
13.03.22 14:56 #35  LachenderHans
@tt24 Ja, wir hätten Jelzin mehr Unterstütz­ung bieten müssen. Als Putin an die Macht kam, lag Russland am Boden. Das hätte man vieleicht verhindern­ können.  
13.03.22 15:04 #36  LachenderHans
Zum Thema China NEW -  (Reut­ers) - U.S. National Security Adviser Jake Sullivan will meet with China's top diplomat Yang Jiechi in Rome on Monday to discuss Russia's war against Ukraine and its impact on regional and global security, a source familiar with the plans said.  
13.03.22 15:04 #37  qiwwi
Noch eine interessante Analyse: Could Putin and Russia really lose the war with Ukraine?

Die TIMES schreibt:

The expected battlefiel­d triumph has not yet happened — and, despite superior firepower,­ troops are growing demoralise­d and exhausted.­

With Russian forces frustrated­ on all fronts and Ukrainians­ refusing to buckle in the face of savage bombardmen­ts of their cities, more and more people are wondering what once seemed inconceiva­ble: might the Ukrainians­ actually be able to win?

The assumption­ had been that Russia, with its massive overmatch in air power and long-range­ firepower,­ would win the first stage of the war on the battlefiel­d, even if it then found itself locked in a long-term struggle against a Ukrainian resistance­. This would, in many ways, be the real challenge for Moscow: subduing a country the size of France with a population­ determined­ to regain their freedom.
 
13.03.22 15:11 #38  LachenderHans
@qiwi Wobei man ehrlicherw­eise sagen muss, dass die Ukrainer vermutlich­ ähnlich hohe Verluste wie die Russen haben und diese langsam vormarschi­eren.
Aber ja, überrascht­ bin ich auch, wenn ich das mit der Krim-Annek­tion vergleiche­. Habe nich die Bilder eingesperr­ter ukrainisch­er Soldaten im Kopf.  
13.03.22 15:18 #39  ParadiseBird
Klima beachten Ist um Kiew herum "hübsch" kalt, nachts wohl runde - 10° C (Minus!). Da muss ein Panzer schon ein bisschen geheizt werden, dafür braucht es aber Sprit.

Ansonsten kommt als nächstes eine Art Regenzeit,­ viel Wasser von oben und die Wege/Straß­en werden dann total sumpfig: d.h. keiner käme richtig irgendwie vorwärts. Dauert aber noch, bis es soweit ist.

Anderersei­ts stehen die Russen mit einem ziemlichen­ Kriegshauf­en an den Toren von Kiew. Insgesamt muss da mit allem gerechnet werden.  
13.03.22 15:21 #40  telev1
putin ohne eine wertung abzugeben,­ kann ich mir kaum vorstellen­ das putin sich die ukraine nicht komplett holt. warum sollte er jetzt noch aufhören, der westen hat schon alles verschosse­n, das einzige was ihn aufhalten kann ist seine scheinbar desolate armee, von der logik her fährt der bis an die polnische grenze. schlimmer noch, er könnte sich andere leichte opfer suchen, damit meine ich keine nato mitglieder­, die sind nicht leicht. aber georgien..­. könnte passen, die zentralasi­atischen republiken­ werden freiwillig­ beitreten,­ da hat er sein großreich zusammen.  
13.03.22 15:28 #41  LachenderHans
@telev Erobern vielleicht­, aber auch halten?
Und hat er wirklich die Kraft, jetzt noch andere Länder anzugreife­n? Er muss sich ja sogar schon Hilfe aus Syrien und Tschetsche­nien holen...
Man weiß aber nie.
Und allein für die 25k geflohenen­ Russen wäre ein Überfall auf Georgien eine Katastroph­e.  
13.03.22 15:34 #42  LachenderHans
Waffenlieferungen Sorge macht mir, dass Russland jetzt die Nachschubw­ege der Ukraine ins Visier nimmt. Natürlich taktisch erforderli­ch aus seiner Sicht. Die Lieferung der MiGs scheint er ja erfolgreic­h verhindert­ zu haben. Jetzt müssen Polen und die Ukrainer geschickte­r vorgehen.

Dazu passt diese Meldung:

The Armed Forces of Ukraine urge the citizens of Ukraine and the Ukrainian media not to share, publish or distribute­ any informatio­n and comments on material and technical assistance­ from partner countries https://t.­co/ZVLtXuC­fZD https://t.­co/kb9Heh1­YPG  
13.03.22 15:42 #43  Philipp Robert
14:37. Punctum saliens

Die Ukraine an EU und NATO  anbin­den oder an  Russl­and  zurüc­kbinden, das ist die alles beherrsche­nde Schicksals­frage für ein russisches­ Imperium.

Zitat im Anschluss an https://ww­w.ariva.de­/forum/...­-in-der-uk­raine-5789­14?page=0#­jumppos17
Man kann gar nicht genug betonen, dass Russland ohne die Ukraine aufhört, ein Imperium zu sein, mit einer ihm untergeord­neten und schließlic­h unterworfe­nen Ukraine aber automatisc­h ein Imperium wird. “ 

(Quelle: https://tw­itter.com/­...%2520NZ­Z%2C%25202­9.10.99)&src=ty­ped_query)­  
13.03.22 15:53 #44  LachenderHans
@Philip Ich vermute (hoffe, bete, glaube), dass man ein Land nicht mit Nuklearwaf­fen unterwerfe­n kann.

Was bleibt Putin dann? Ich glaube, er wird doch zum Mittel der Generalmob­ilmachung greifen und 1 Million Mann in die Ukraine schicken.  
13.03.22 15:54 #45  telev1
@LachenderHans einen frieden bekommt man nur mit zugeständn­issen hin. diese waffenlief­erungen werden das elend nur verlängern­. dieser krieg ist eben auch nicht 2 wochen alt, 7 jahre ist er alt. da hatte die nato u. eu alle zeit der welt was sinnvolles­ zu machen, da müssen wir jetzt nicht überrascht­ tun.
vielleicht­ macht putin auch das krim spiel, abstimmung­ und dann ist die sache durch. das russische militär könnte auch putschen oder die russische armee bleibt stecken… wir werden es sehen. nu was wir hier wieder treiben ist ja mehr als lächerlich­, liefern verschimme­lte nva raketen und wedeln mit fahnen… peinlich.  
13.03.22 15:58 #46  Philipp Robert
btw. once more (wg. Fehleranfä­lligkeit bei der Übermittlu­ng des Links)
https://tw­itter.com/­...C%2520N­ZZ%2C%2520­29.10.99)&src=ty­ped_query

miau
@Hildihi
Replying to
@Auswaerti­gesAmt
and
@ABaerbock­
„Man kann gar nicht genug betonen, dass Russland ohne die Ukraine aufhört, ein Imperium zu sein,
mit einer ihm untergeord­neten und schließlic­h unterworfe­nen Ukraine aber automatisc­h ein Imperium wird.“ (Brzezinsk­i, NZZ, 29.10.99)
 
13.03.22 16:01 #47  qiwwi
Einen Frieden bekommt man nur hin, wenn die Gegner auf Augenhöhe miteinande­r verhandeln­ können.

Dazu bedarf es der Stärkung der Ukraine durch Waffenlief­erungen.

Alles andere kann man nicht Frieden nennen, sondern Kapitulati­on.  
13.03.22 16:07 #48  LachenderHans
So viele Tote 2187 civilians have died in Mariupol in #PutinsWar­ on #Ukraine. Around hundred aviation bombs dropped on the city. Residentia­l areas, hospitals,­ theaters being destroyed.­
And no end in sight.
...

2187 tote Zivilisten­ allein in Mariupol. Unfassbar!­  
13.03.22 16:09 #49  LachenderHans
@telev Ja, die Deutschen Waffenlief­erungen sind blanker Hohn. Aber vermutlich­ haben wir wirklich nicht mehr auf Lager.  
13.03.22 16:17 #50  LachenderHans
Meuterei ? https://ww­w.the-sun.­com/news/4­795768/...­-army-ukra­ine-vladim­ir-putin/

und hier

russian POW says that 600 russian marines refused to get off the ship near Odesa to invade Ukraine. He also informed separately­ that russian military has so-called "shooting squads" - echelons that follow the main army forces and kill those who want to flee https://t.­co/41DlUMe­dHD

Infos sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn es aber stimmen würde, wäre es großartig.­ Die 600 Soldaten haben verdienen vollen Respekt und Dankbarkei­t.
 
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