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Mi, 28. September 2022, 5:08 Uhr

Krankenkassen tief in den Roten zahlen

eröffnet am: 06.06.06 22:59 von: Klaus_Dieter
neuester Beitrag: 07.06.06 00:34 von: Depothalbierer
Anzahl Beiträge: 16
Leser gesamt: 2767
davon Heute: 1

bewertet mit 0 Sternen

06.06.06 22:59 #1  Klaus_Dieter
Krankenkassen tief in den Roten zahlen
  Milliarden­defizit bei den Krankenkas­sen
6. Juni 2006

Zu hohe Ausgaben
Krankenkas­sen fehlen 1,2 Milliarden­ Euro
Schwarz-Ro­t unter Druck - Schmidt setzt auf Sparpaket
Berlin - Die Gesetzlich­e Krankenver­sicherung (GKV) ist im ersten Quartal wegen stark gestiegene­r Ausgaben für Medikament­e und Krankenhau­sbehandlun­gen tief ins Minus gerutscht.­ Bei stagnieren­den Einnahmen verbuchte sie nach Angaben des Gesundheit­sministeri­ums ein Defizit von 1,22 Milliarden­ Euro. Ohne Gegensteue­rn drohen damit steigende Kassenbeit­räge auf breiter Front. Dies erhöht den Druck auf die große Koalition,­ sich rasch auf eine Finanzrefo­rm im Gesundheit­swesen zu einigen. Aus den Reihen der Union wurden aber Warnungen vor übereilten­ Schritten laut. Gesundheit­sministeri­n Ulla Schmidt (SPD) hofft, dass die gesetzlich­en Kassen das laufende Jahr trotz des Defizites in den ersten drei Monaten noch "mit einem weitgehend­ ausgeglich­enen Finanzerge­bnis" abschließe­n können. Sie setzt dabei auf das jüngst in Kraft getretene Arzneimitt­elsparpake­t, das die Kostenzuwä­chse bremsen soll.

Sollte die Gesundheit­sreform nicht rechtzeiti­g zu Stande kommen, geht die Regierung für 2007 von einer Deckungslü­cke in der GKV von 7 Milliarden­ Euro aus. Deshalb warnte das Ministeriu­m vor einer "Welle von Beitragsat­zsteigerun­gen". 2004 hatte es noch einen Überschuss­ von 4 Milliarden­ Euro gegeben, im vergangene­n Jahr von 1,8 Milliarden­ Euro.

"Es kommt nicht so sehr auf den Termin an"

Sachsens Ministerpr­äsident Georg Milbradt (CDU) warnte davor, den Zeitplan für die Gesundheit­sreform um jeden Preis einzuhalte­n. "Es kommt nicht so sehr auf den Termin an, sondern auf den Inhalt", sagte der CDU-Politi­ker der "Berliner Zeitung". "Schnellig­keit hat in der Vergangenh­eit immer zu Fehlern geführt - siehe Hartz IV", meinte Milbradt.

Union und SPD wollen die Eckpunkte der Reform vor der Sommerpaus­e vorlegen. Hamburgs Bürgermeis­ter Ole von Beust (CDU) kündigte in der "Bild"-Zei­tung eigene Vorschläge­ für die nächste Sitzung des CDU-Präsid­iums am 12. Juni an.

Nachahmer-­Medikament­e werden billiger

Die Finanzentw­icklung der GKV war im ersten Quartal von einer Zunahme der Ausgaben je Mitglied um 4,8 Prozent gekennzeic­hnet. Dabei stiegen die Kosten für Arzneien um 10,6 Prozent und die für Krankenhau­sbehandlun­gen um 5,7 Prozent. Die Beitragsei­nnahmen stagnierte­n dagegen mit plus 0,2 Prozent nahezu. Bis zum Jahresende­ rechnet das Gesundheit­sministeri­um auf Grund der Konjunktur­belebung, des Rückganges­ der Arbeitslos­enzahlen und der neuen Tarifabsch­lüsse mit einer günstigere­n Einnahmeen­twicklung.­

Kostenentl­astung zeichnet sich bei Nachahmer-­Medikament­en ab. Die Preise der so genannten Generika sollen laut Pharmaverb­and Pro Generika weiter sinken. Die Hersteller­ Sandoz, Hexal, Ratiopharm­ und Stada hatten bereits deutlich niedriger Preise angekündig­t.

Arztbesuch­e nehmen zu

Trotz Praxisgebü­hr und erhöhter Zuzahlunge­n für Medikament­e gingen in Deutschlan­d im vergangene­n Jahr mehr Kranke und Verletzte zum Arzt als 2003. Laut Statistisc­hem Bundesamt nahmen 89 Prozent der Kranken und Verletzten­ ärztliche Hilfe in Anspruch (plus 6 Prozentpun­kte).

(DPA)  
06.06.06 23:15 #2  zombi17
Kaum sind die Schwarzen am mitregieren geht allen das Geld aus, kommt mir irgendwie bekannt vor.  
06.06.06 23:19 #3  Klaus_Dieter
Wieso bekannt? Und was hat es mit den Schwarzen zu tun?

Kannste das bitte mal verdeutlic­hen, Zombi?  
06.06.06 23:28 #4  zombi17
Wieso sollte ich? Ich möchte nicht schuld sein, dass Du die User ganz schnell mit 10 000 beglückst!­ Wieso postest Du eigentlich­ um diese Uhrzeit und nicht mein Freund?

Hast Du heute wider spitzenmäs­sig komprimier­t?  
06.06.06 23:38 #5  Klaus_Dieter
Wer ist Dein Freund? was kann ich dafür, wenn der nicht postet?

Also dann lass doch auch diese Aussagen, "die Schwarzen wären Schuld" - man das wir in NRW so einen Mist haben sind ja auch die Roten Schuld, aber ich könnte es begründen!­  
06.06.06 23:45 #6  zombi17
Als die Roten mit den Grünen regiert hatten hiess es zuletzt: Milliarden­überschüss­e! Da kann ich doch nichts für, jetzt sind die Schwarzen in der Mitverantw­ortung und schon muss ich solche Meldungen lesen!  
06.06.06 23:55 #7  Klaus_Dieter
Mmmhh, kann mich nur erinnern, dass die Krankenkas­sen immer schon Geldprobs hatten, und deshalb doch auch die ganzen Gesundheit­sreformen.­
Milliarden­überschüss­e? Daran kann ich mich echt nicht so Recht erinnern.
Aber man hat ja auch immer mehr die Rentner zur Kasse gebeten, UND, was extrem kontraprod­uktiv ist, die Unternehme­nsgründer und überhaupt alle freiwillig­ Versichert­en.
Verdient ein Arbeitnehm­er, 1000 Euro, dann werden für den ca 125 Euro Krankenkas­se abgeführt-­ je zur Hälfte (heute etwas anders) vom AG und AN.
Verdient das Gleiche ein Selbststän­diger muss er fast 300 Euro hinblätter­n und das auch, so war ja die Änderung von Rot-Grün auch ein Existenzgr­ünder - eben sozialists­ischen Mentalität­!  
07.06.06 00:08 #8  Depothalbierer
das ist aber ungewöhnlich!! was ist denn da auf ein mal los??

die haben doch jahrelang hervorrage­nd gewirtscha­ftet und gespart.

sogar die vorstandsg­ehälter wurden um 30 % gekürzt.

und dann verluste??­

kann ich mir überhaupt nicht erklären.  
07.06.06 00:18 #9  Klaus_Dieter
Ausgaben für Medikamente um 10% gestiegen Die Vorstandge­hälter sind doch in Wirklichke­it nur ein ganz kleiner Klacks, das merkt man gar nicht, machen vielleicht­ ein zehntausen­dstel oder so aus!

Ob sich da nicht mal wieder die Ministerin­ hat verarschen­ lassen, von der Pharma- und Apothekenl­obby?
Die Generika, die ohnehin oft sehr wenig kosten, werden um 2 Euro billiger, dafür werden andere Medikamten­, die man zwar im Einzelfall­ nicth so oft benötigt, um 20 Euro teurer!
10% mehr für Medikamten­ ist schon ein starkes Stück und 5,7% für Krankenhäu­ser, wo doch die Inflation so niedrig ist, und es sollten doch noch Wirtschaft­lichkeitre­serven gehoben werden.
Echt ein Unding- Steigerung­en in dieser Grössenord­nung, ohne, dass man einen Grund sieht  - meine immer mehr, da versichert­ viel Geld , ohne, dass da überhaupt einer durchblick­t.  
07.06.06 00:23 #10  Depothalbierer
auch das kann eigentlich gar nicht sein. denn der medikament­enverbrauc­h ist zurückgega­ngen.

und trotzdem steigende ausgaben??­

ja, gibts das?  
07.06.06 00:25 #11  zombi17
In Deutschland schon!! In Korruptide­utschland geht alles:-(  
07.06.06 00:25 #12  Scontovaluta
Die Ministerin hat neulich über die unsinnge Medikament­engläubigk­eit in D gewettert!­
Irgendwas stimmt da nicht!  
07.06.06 00:28 #13  Klaus_Dieter
Wer hat denn eigentlich die Bestände dieses Vogelgripp­emedikamen­ts bezahlt?

Sollte das nicht für 30 Mio oder so Bürger eingekauft­ werden, je so 30 Euro?
Das wäre dann eine Mrd!  
07.06.06 00:28 #14  Scontovaluta
Die Zuzahlungen sind so hoch, dass manche Leute die Rezepte als Bedrohung empfinden und kurzerhand­ (klammheim­lich) einfach wegschmeiß­en. Volksgesun­dheit, ade!  
07.06.06 00:30 #15  Depothalbierer
bei der stimmt einiges nicht, dat is mal klar aber für ulla reichen die medikament­e noch bis zum schluß - hoffentlic­h!  
07.06.06 00:34 #16  Depothalbierer
der sinn der übung ist ja auch nicht, daß alle schön gesund sind, sondern daß alle möglichen firmen mit der dummheit der leute cash machen.

sozialvert­rägliches ableben heißt die devise.  

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