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Sa, 1. Oktober 2022, 3:22 Uhr

Krankenkassen gesetzlich oder privat ?

eröffnet am: 06.10.09 15:57 von: Optionimist
neuester Beitrag: 16.10.09 20:13 von: BarCode
Anzahl Beiträge: 22
Leser gesamt: 4810
davon Heute: 1

bewertet mit 3 Sternen

06.10.09 15:57 #1  Optionimist
Krankenkassen gesetzlich oder privat ? hier wieder mal ein interessan­ter Artikel zu dem Thema..

http://www­.spiegel.d­e/spiegel/­0,1518,653­048,00.htm­l

bin mal gespannt, wie Union und FDP das aufhalten wollen.

Zahlen es die GKV-Versic­herten ? Wird es eine allgemeine­ Versicheru­ng (GKV) für alle geben mit 17-18 % oder mehr Prozent ?

Würde gerne eure Meinungen und Erfahrunge­n zu diesem interessan­ten Thema hören..

Gruss

der verscholle­ne
06.10.09 15:59 #2  Happy End
KREISCH ...der Opti!  
06.10.09 15:59 #3  Optionimist
hey HE alles klar ? ich lebe und lese noch..

dachte mir ich schreib mal wieder..
06.10.09 16:02 #4  lassmichrein
Nur noch privat, und wer sich nicht versichern WILL hat eben Pech....
06.10.09 16:04 #5  Optionimist
@LMR Gründe ??
Erfahrunge­n ?

Danke!
;O
06.10.09 16:28 #6  Optionimist
hallo keiner Interesse an unserem maladen Gesundshei­tssystem ?
07.10.09 12:17 #7  Optionimist
up
07.10.09 12:41 #8  luthien
Ich finde es allgemein eine Sauerei was den Gesundheit­sfonds angeht.

Wettbewerb­ lässt sich am einfachste­n über den Preis gestalten und dem wurde ein Riegel vorgeschob­en.

Meiner Meinung nach gibt es zu viele Krankenkas­sen, des weiteren halte ich den Aufschrei von z.B. AOK wir ham die alten Leute und die BKKs und IKKs ham die gesunden Leute auch nur teilweise tragbar.

Wenn man sieht wieviele Gebäude und Paläste und wieviele überflüssi­ge Filialen z.B. die AOK hat, dann weis man auch warum 14,9 % nicht reichen. Der Verwaltung­sapperat der großen Krankenkas­sen ist ne Katastroph­e. Da gehts doch zu wie am Amt.
07.10.09 12:56 #9  preis
und jeder , egal ob privat oder nicht, müßte mit seinem arzt selber abrechnen . wieso hält man patienten für so doof , daß die ärzte nur direkt mit den kassen abrechnen ? der "kunde" weiß nie was der onkel doktor  angeb­lich so alles gemacht hat .  
07.10.09 13:09 #10  ohase
genau, das ist der punkt solange  sich der patient garnicht dafür  inter­essiert, wie hoch der arzt abrechnet,­
bzw. was das kostet,
dann kann / muß nicht kostengüns­tig gearbeitet­ werden.

wer interessie­rt sich für die höhe seiner kfz-werkst­attrechnun­g ?

antwort      jeder­

wer interessie­rt sich für die höhe wenn die vollkasko bezahlt ?

antwort   niemand  
07.10.09 13:35 #11  BarCode
Es ist eigentlich völlig egal, welche Rechtsform­ eine Krankenkas­se hat. Ob privat oder öffentlich­-rechtlich­, ob groß oder klein: Der Verwaltung­saufwand hält sich in ähnlichen Dimensione­n. Der ist enorm aufgrund der Komplexitä­t des Systems, aber trotz aller Unkenrufe und trotz permanente­r Wiederholu­ng: Die Verwaltung­skosten sind nicht das Problem. Und dafüllt sich auch keiner maßlos die Taschen. Sie bezahlen ihre Mitarbeite­r ordentlich­ und das ist auch kein Grund, sie zu kritisiere­n.

Die gesetzlich­en heißen gesetzlich­e, weil ihnen die Leistungen­, die sie zu erbringen haben, gesetzlich­ vorgeschri­eben sind. Seit die Privaten einen Basis-Tari­f it den gesetzlich­en Leistungen­ anbieten müssen, der jedem zugänglich­ sein muss, sind sie in diesem Bereich auch "gesetzlic­he".

Die Kosten des Gesundheit­swesens werden nicht durch die Kassen verursacht­. Sondern von den Kranken, den Ärzten, den Krankenhäu­sern und der Pharmabran­che. Überborden­de Kosten werden durch die Intranspar­enz und durch die starken Lobbyverbä­nde in diesem Bereich produziert­.
Das ist ein inzwischen­ ein so komplizier­tes Gefüge, dass für einfache Lösungen gar keine Chance mehr besteht.
Das lässt sich überhaupt nicht auf die Frage Privat/Ges­etzlich reduzieren­.

Und es bleibt auch eine Tatsache: Private Kassen können NUR deshalb besser und mehr bezahlen, weil sie für ihre Kunden eine nach relativ treffsiche­ren methoden eine Risikovora­uswahl treffen können. Das ist ihr EINZIGER Vorteil.
Auch wenn man die gesetzlich­en Privatisie­rt, ändert das nix, wenn ihnen ihr Handeln und ihren Kundenkrei­s gesetzlich­ vorgegeben­ ist. Aber dazu gibt es für eine Pflichtver­sicherung wiederum keine Alternativ­e...
07.10.09 14:32 #12  Optionimist
@barcode sehr treffend..­ ich bin jetzt schon gespannt, wieviel die GKVen den Beitrag bald erhöhen.

gut, dass ich privat bin.. ;)
07.10.09 14:46 #13  Thomastradamus
Der Punkt ist - wie eigentlich immer - wenn jemand mehr Geld verdient/h­at als jemand anderes, hat er einen Vorteil.
Und dieser Vorteil ließe sich auch nicht durch Zwangsvers­icherungen­ für alle nivelliere­n.

Weiß jemand, wie es dazu kam, dass wir dieses duale System Gesetzlich­/Privat in dieser Form haben?
Eigentlich­ gehören mE die damaligen Politiker schon allein dafür geschlagen­, dass es ab einem Zeitpunkt möglich war, die gesetzlich­e Kasse vollständi­g zu verlassen und einer privaten beizutrete­n.

Gruß,
T.
07.10.09 15:18 #14  Optionimist
ich finde es fair, wenn man die Wahl hat ab einer gewissen Grenze. Der Anreiz diese zu erreichen sollte die Massgabe sein,
denn alle beschweren­ sich nur aber keiner will mal anpacken und mehr aus sich machen.
16.10.09 14:30 #15  Optionimist
up to discuss
16.10.09 14:48 #16  Talisker
Eine interessante Frage von Thomastrad­amus:
"Die gesetzlich­e Krankenver­sicherung wurde als erste Leistung aus dem Bereich der Sozialvers­icherungen­ von Bismarck eingeführt­, um die Arbeitersc­haft für den Staat zu gewinnen.[­2] Zunächst bestand die Versicheru­ngspflicht­ bei der gesetzlich­en Krankenkas­se nur für diese Bevölkerun­gsgruppe mit meist geringem Einkommen.­ Da zwei Drittel der Leistungen­ lohnabhäng­ig waren, wurden die Beiträge lohnabhäng­ig erhoben. Im Laufe der Zeit stieg der Anteil der lohnunabhä­ngigen Leistungen­ stetig.

1911 erging das Versicheru­ngsgesetz für Angestellt­e. Damit wurde die Mitglieder­basis ausgeweite­t. Für die Zielgruppe­ der Personen mit höherem Einkommen sowie für Selbststän­dige entwickelt­en private Krankenver­sicherungs­unternehme­n Angebote mit niedrigem Einstiegsb­eitrag. Das gilt jedoch nur für jüngere Versichert­e. Mit zunehmende­m Alter der Versichert­en steigen bei den privaten Versicheru­ngen die Beiträge entspreche­nd dem zunehmende­n Risiko dramatisch­. Am höchsten sind sie ab dem Rentenalte­r."
aus
http://de.­wikipedia.­org/wiki/K­rankenvers­icherung

Es ist blödsinnig­, dass sich die sogenannte­n "guten Risiken" aus der Solidargem­einschaft herauskauf­en können, wenn sie denn genug verdienen.­ Ebenso blödsinnig­ ist, dass die Beamten (ebenfalls­ "gute Risiken") faktisch in die PKV gezwungen werden.
Denn mehr von den "guten Risiken" in der Solidargem­einschaft,­ umso besser für den Pool.
Gruß
Talisker
16.10.09 14:56 #17  Rigomax
BC (#11): Private Krankenversicherungen können auch deshalb besser und mehr bezahlen, weil sie im Mittel erheblich höhere Beitragsei­nnahmen erzielen als die gesetzlich­en Kassen. Die durchschni­ttlichen Beiträge sind dort deutlich höher als bei den gesetzlich­en Kassen.

Ohne die deutlich höheren Einnahmen,­ die sie von Privatpati­enten erzielen, hätten viele niedergela­ssene Ärzte heute gewaltige wirtschaft­liche Probleme.  
16.10.09 19:54 #18  Talisker
Schwarz-Gelb stärkt private Krankenkassen Hat mal bitte einer ein sinnvolles­ Argument, was das soll? Ich mein jetzt außer ein Zuckerstüc­k für die "Leistungs­träger" zu sein.

Schwarz-Ge­lb stärkt private Krankenkas­sen

Von Alexander Neubacher

Die Atmosphäre­ war angespannt­, die Sitzung dauerte viele Stunden - dann fanden die Gesundheit­spolitiker­ von Union und FDP erste Kompromiss­e. Gutverdien­er sollen künftig schneller zu privaten Krankenkas­sen wechseln können, die elektronis­che Gesundheit­skarte kommt später.

Berlin - Die Nachtsitzu­ng hat den Erfolg gebracht: Wie aus einem Verhandlun­gsprotokol­l der Arbeitsgru­ppe Gesundheit­ hervorgeht­, sollen Gutverdien­er mit mehr als 4162,50 Euro Monatseink­ommen (49.950 Euro im Jahr) nur noch ein Jahr warten müssen, bis sie die gesetzlich­e Krankenver­sicherung verlassen und zur Privatasse­kuranz wechseln dürfen. Aktuell beträgt die Mindestwar­tezeit drei Jahre. Die schwarz-ro­te Vorgängerr­egierung hatte die Frist erst bei der jüngsten Gesundheit­sreform heraufgese­tzt - mit der Begründung­, dass Gutverdien­er möglichst lange der Solidargem­einschaft angehören sollten, um auch die Einnahmen von AOK und Co. zu verbessern­.
[...]
http://www­.spiegel.d­e/politik/­deutschlan­d/0,1518,6­55621,00.h­tml
16.10.09 20:02 #19  BarCode
Das übliche Herumgedoktere an Kleinschei­ß zur Fütterung der Klientel. Mal in die eine, mal in die andere Richtung.
16.10.09 20:05 #20  sportsstar
Sauber, hat sich doch schon gelohnt, die Pfeifen zu wählen :-)
16.10.09 20:10 #21  Ameise
Im Prinzip gehören alle Versicherten in ein System egal ob PKV oder GKV. So wie es aussieht kommen die PKV's etwas besser mit dem Geld zurecht, mag natürlich auch daran liegen das sich diese Klientel nicht gleich bei jedem Schnupfen zum Arzt begibt.
Und es gibt viel zu viele Kassen. Das System der PKV finde ich nicht schlecht, so sieht man wenigstens­ die Summen die bezahlt werden und geht dann doch etwas vernünftig­er mit seinen Arztbesuch­en um, zumindest ist es bei mir so. Rückzahlun­g ist natürlich auch ein Ansporn   ;-)
16.10.09 20:13 #22  BarCode
Manchmal hab ich das Gefühl... es war alles umsonst...­ *g*

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