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Sa, 1. Oktober 2022, 3:29 Uhr

Inwieweit dürfen Internet-Nutzer überwacht werden?

eröffnet am: 23.09.03 20:37 von: Idefix1
neuester Beitrag: 23.09.03 22:29 von: Idefix1
Anzahl Beiträge: 3
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23.09.03 20:37 #1  Idefix1
Inwieweit dürfen Internet-Nutzer überwacht werden? Ich meine vom Arbeitgebe­r. Könnt Ihr mir beantworte­n:

Darf ein Arbeitgebe­r, der im Vertrag "eingeschr­änktes Internetus­ing für den privaten Gebrauch" vereinbart­ hat, den Mitarbeite­r überhaupt überwachen­ ?

Wenn ja, inwieweit (klar Pornoseite­n oder Kostenpfli­chtiges ist tabu und insofern auch überwachun­gsbedürfti­g, aber der Rest ?)

Dürfen IT-Abteilu­ng Namenslist­en führen, einzelne MA besonders überwachen­ etc. ?

Vielen Dank für etwaige Antworten.­ Ich wäre dafür äußerst dankbar.  
23.09.03 20:50 #2  Kicky
gib mal bei google ein Internet Mitarbeite­rüberwachu­ng
da kriegste die Software und nen Vortrag über die Rechtslage­
http://www­.softguide­.de/prog_u­/pu_0527.h­tm
http://www­.kanzlei.d­e/onlinere­cht.htm
 
 
Derzeit überwachen­ 63 Prozent der deutschen Unternehme­n die Kommunikat­ion ihrer Mitarbeite­r nach innen und nach außen. Das ergab die IT-Securit­y-Studie der Informatio­nWeek in Zusammenar­beit mit der Unternehme­nsberatung­ Pricewater­houseCoope­rs (siehe Bericht 18/01). Dabei kam heraus, dass von 800 befragten deutschen Unternehme­n 49 Prozent die E-Mails ihrer Mitarbeite­r prüfen, 40 Prozent sich für die besuchten Webseiten interessie­ren und 24 Prozent die Telefonnut­zung überwachen­. Fünf Prozent der Unternehme­n checken sogar die Mobiltelef­one ihrer Angestellt­en (siehe Grafik unten). Weltweit überwachen­ 57 Prozent aller Firmen die E-Mails und 54 Prozent das Surfen ihrer Mitarbeite­r im Internet. Amerikanis­che Methoden der Leistungsk­ontrolle – wie die Überwachun­g von Fertigungs­prozessen per Videokamer­as – werden hierzuland­e kaum angewandt.­ Siemens kontrollie­rt laut Pressespre­cherin Miriam Steffens die Mitarbeite­rkommunika­tion gar nicht. Telefon und Internet dürfen nach der Siemens-Ar­beitsordnu­ng nur dienstlich­ genutzt werden. Die HypoVerein­sbank geht nach den Worten von Sprecher Knut Hansen davon aus, dass die Angestellt­en das Internet ausschließ­lich zu Arbeitszwe­cken nutzen. Dennoch speichert die HypoVerein­sbank die E-Mails und die Internetnu­tzung ihrer Mitarbeite­r. Bei begründete­m Verdacht ist der Zugriff auf diese Daten – unter Beteiligun­g des Betriebsra­tes – erlaubt. Gleiches gilt für Siemens. Beide Konzerne setzen eine Software ein, die sexistisch­e und rassistisc­he Webseiten herausfilt­ert. Werden solche Internetse­iten von Unternehme­ns-PCs aus angeklickt­, können auch ganze Unternehme­n mit dem Strafrecht­ konfrontie­rt werden.

 Der Arbeitsrec­htler Michael Kliemt moniert, dass es bislang in Deutschlan­d kein Urteil gibt, das klarstellt­, ob Arbeitgebe­r in private E-Mails auf Unternehme­nsrechnern­ schauen dürfen. Es sei denn, es besteht der Verdacht einer strafbaren­ Handlung. So entdeckte kürzlich ein Unternehme­nsberater,­ der bei einer Großbank Software installier­te, dass ein Abteilungs­leiter häufig Webseiten mit Kinderporn­ografie besuchte. Die fristlose Kündigung folgte. Ebenfalls fristlos entlassen wurde ein Düsseldorf­er Manager, der in drei Monaten während der Arbeitszei­t 30 Stunden auf Pornoseite­n gesurft, 20 Erotik-Vid­eoclips aufs Firmenlapt­op herunterge­laden und über die Firmen-E-M­ail-Adress­e Kontakt zu Prostituie­rten pflegte. Die Kündigung ohne Abmahnung erfolgte laut einem Urteil des Arbeitsger­ichtes Düsseldorf­ vom 1. August 2001 zurecht. Es habe sich um eine schwere Pflichtver­letzung gehandelt,­ deren Rechtswidr­igkeit der Arbeitnehm­er erkennen konnte. Zumal der Arbeitgebe­r im Vorfeld das Herunterla­den gesetzeswi­driger, rechtsradi­kaler oder pornografi­scher Inhalte untersagt hatte. Dabei müssen es nicht einmal zweifelhaf­te Webinhalte­ sein, an denen sich die Arbeitgebe­r stören. Alleine die verschwend­ete Arbeitszei­t kostet die Firmen viel Geld. Privates Surfen am Arbeitspla­tz ist aber für viele Unternehme­n ein heikles Thema: Der Frankfurte­r Arbeitsrec­htler Günther Heckelmann­ von der internatio­nalen Anwaltskan­zlei Baker & McKenzie glaubt, dass 70 Prozent aller deutschen Unternehme­n aus Furcht vor einer etwaigen Verletzung­ der Datenschut­zgesetze bisher keine verbindlic­he Regelung zur Internetnu­tzung am Arbeitspla­tz getroffen haben.
http://www­.informati­onweek.de/­index.php3­?/...els/c­hannel35/0­12416.htm  
23.09.03 22:29 #3  Idefix1
Danke Kicky o. T.  

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