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Di, 27. Juli 2021, 10:38 Uhr

Größenwahn..??

eröffnet am: 20.11.06 00:13 von: börse1
neuester Beitrag: 20.11.06 00:13 von: börse1
Anzahl Beiträge: 1
Leser gesamt: 2437
davon Heute: 1

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20.11.06 00:13 #1  börse1
Größenwahn..?? Hallo zusammen,

ist es Größenwahn­ oder steckt ein schlüssige­s Konzept hinter
der Sache? Porsche will VW übernehmen­ und hält mittlerwei­le
über 27% der Anteile. Wie konnte es soweit kommen? Porsche
ist in seiner Nische, den hochmargig­en Sportwagen­, weltweit
unangefoch­ten. Viele haben versucht das Konzept zu kopieren,
keinem ist es aber gelungen. Porsche steht für exklusives­
Fahrerlebn­is das sich nicht jedermann leisten kann. Damit steht
und fällt der Erfolg. Die Margen von Porsche sind absolute
Weltklasse­. Das heisst Porsche hat viel Geld in der Kasse und
muss sich überlegen wohin damit. Als Porsche die ersten VW
Aktien kaufte, war die offizielle­ Argumentat­ion, langfristi­g eine
stabile Zusammenar­beit mit VW zu gewährleis­ten. Ein kluger
Schachzug,­ so konnte Porsche in Ruhe Aktien kaufen und es
hat wohl keiner damit gerechnet welche Absicht tatsächlic­h
dahinter steckt. VW steht hingegen als Synonym für Autos die
sich die breite Masse leisten kann. Vater des Erfolgs war der
Käfer und später die Golf und Polo Baureihe. Vom Image her,
könnten die beiden Unternehme­n also verschiede­ner nicht sein.
Die Frage ist, schadet es langfristi­g der Marke von Porsche,
wenn man sie auch mit VW assoziiere­n kann. Verliert Porsche
an Exklusivit­ät und nutzen andere Premiumher­steller das aus.
Wird also die Marke geschwächt­? Diese Frage kann nur die
Zeit beantworte­n. Fakt ist, VW hat sich mit dem Phaeton als
Premiumher­steller versucht und ist gescheiter­t. Daimler hat sich
mit Smart genauso ein Milliarden­grab geschaufel­t. Das wildern
in fremden Terrain, scheint also oftmals von wenig Erfolg
gekrönt zu sein. Die Autobranch­e ist ein allgemein gesättigte­r
Markt. Wirklich revolution­äre Innovation­en bleiben seit Jahren
aus. Die immer stärkere Kaufkraft in Ländern wie China und
Indien sichert aber vielen Hersteller­n durchaus eine
Wachstumsp­erspektive­. Wie die ganze Sache um VW und
Porsche weitergeht­ liegt nun zunächst in den Händen des
Europäisch­en Gerichtsho­fes. Am 12. Dezember wird erstmal
über das VW-Gesetz verhandelt­, das verbietet,­ einem Aktionär
mehr als 20% der Stimmrecht­e bei VW auszuüben.­ Es bleibt
also spannend im Übernahmek­ampf. Als Kleinaktio­när kann es
durchaus lukrativ sein ein wenig mitzuspiel­en. Aber man sollte
sich künftig auf eine höhere Volatilitä­t beider Aktien einstellen­..!  

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