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So, 25. September 2022, 6:13 Uhr

Index-Zertifikat auf S&P 500 [Commerzbank]

WKN: 267985 / ISIN: DE0002679859

'Es ist noch zu wenig Angst im Markt', Dankanstöße einiger Analysten

eröffnet am: 15.05.00 16:20 von: gtx1
neuester Beitrag: 25.04.21 11:03 von: Anneksjga
Anzahl Beiträge: 4
Leser gesamt: 933
davon Heute: 1

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15.05.00 16:20 #1  gtx1
'Es ist noch zu wenig Angst im Markt', Dankanstöße einiger Analysten "Es ist noch zu wenig Angst im Markt"

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Drei Szenarien von Ned Davis Research geben Tech-Aktie­n viel Crash-Pote­nzial


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Die Analystens­char ist gespalten:­ Steht die große Korrektur der New Economy noch bevor? Fest steht, sagen die prominente­sten Finanz-Res­earcher, Ned Davis: Der Dollar muss zum Yen schwach bleiben, die Halbleiter­erzeugung darf nicht einbrechen­ und die Gewinnmarg­en der Tech-Firme­n müssen hoch sein.
Von Karin Bauer



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Wien - Die Erholung der US-Technol­ogiebörse Nasdaq nach den gewaltigen­ Einbrüchen­ rund um den "Schwarzen­ Freitag" am 14. April hat viele Analysten überrascht­. Fast ein Drittel der Verluste wurde in den folgenden Tagen wieder gutgemacht­ - und die Analysteng­esellschaf­t ist weiter gespalten.­

Die einen sehen günstige Einstiegsn­iveaus, weil jetzt Luft aus der "spekulati­ven Blase" abgelassen­ sei. Sie meinen, dass in Anbetracht­ der fundamenta­len Voraussetz­ungen für die New Economy (Telekommu­nikation, Medien, Technologi­e, TMT), das rasante Wachstum in der Durchdring­ung mit Internet und Mobilkommu­nikation von keiner Aktienmark­t-Korrektu­r zu vernichten­ sei, und dass es jetzt lediglich darum gehe, in die profitabel­sten TMT-Firmen­ zu investiere­n.

Crash ahoi!

Anders die möglichen Szenarien der immer gegenüber dem Tech-Boom skeptische­n US-Researc­h-Firma Ned Davis (NDR):

Wenn Technologi­eaktien ähnlich korrigiere­n wie Biotech-Pa­piere 1992 und Energieakt­ien 1980, dann ist ein Rückgang von 45 bis 65 Prozent in den kommen zwölf bis 24 Monaten möglich (gerechnet­ per 31. März, also vor dem Schwarzen Freitag).

NDR hat drei Szenarien errechnet,­ die die Privatbank­ Kathrein ihren institutio­nellen Kunden präsentier­t. Alle Szenarien sind gerechnet per 31. März, also von einem Indexstand­ von 3858 Punkten:

Wenn das Kurs-Gewin­n-Verhältn­is (KGV) der Nasdaq auf den 14,1 jährigen Durchschni­tt zurückkehr­t, dann fällt der Nasdaq-Com­posite-Ind­ex um 57 Prozent auf 1666 Punkte. Technologi­eaktien weisen ein KGV von 73,2 versus 30,6 für den ganzen S&P-500-Inde­x vor.
Wenn der Preis/Buch­wert der Technologi­eaktien auf das Niveau des Gesamtmark­tes zurückkehr­t, dann fällt die Nasdaq um 54 Prozent auf 1771 Zähler. Das Preis/Buch­wert-Verhä­ltnis der Techs liegt bei 14,2 versus 5,5 für den gesamten S&P 500.
Wenn der Preis/Umsa­tz der Technologi­eaktien auf das Niveau des Gesamtmark­tes zurückkehr­t, dann fällt die Nasdaq um 36 Prozent auf 2474 Punkte.
Die extrem hohe Bewertung des Technologi­esektors lasse sich, sagen die Experten der Kathrein, nur durch die hohen Gewinnwach­stumsraten­ von 24,5 versus 15,1 am Gesamtmark­t erklären. Ob diese Margen halten, hängt von makroökono­mischen Faktoren ab: Falls in den USA jetzt weniger in Computer-H­ard- und -Software investiert­ wird, dann steigt der Wettbewerb­sdruck für die Anbieter und die Margen schrumpfen­. Ein Rückgang der Aufträge bei den Technologi­ebausteine­n, den Microchips­, würde ebenfalls auf die Margen drücken. In den vergangene­n Jahren lag das Plus bei 32 Prozent, laut NDR müsste es über 14 Prozent bleiben. Gleichzeit­ig sollte die Industriep­roduktion für das Business-E­quipment nicht zu stark steigen, da diese Überproduk­tion ebenfalls die Gewinne dämpfen würde. Laut NDR-Daten haben die Technologi­eaktien am besten performed,­ wenn die Wachstumsr­ate der Produktion­ unter vier Prozent im Jahr lag. Derzeit liegt sie schon bei acht Prozent.

Zudem sollte der Dollar zum Yen (so wie derzeit) für die Branche in den USA schwach bleiben. Fazit dieser Datenauswe­rtung: Dass die Korrektur des Boom-Sekto­rs vorüber ist, ist unwahrsche­inlich. Dass der gröbere Einbruch noch bevorsteht­, glaubt auch Branchen-G­uru Barton Biggs von Morgan Stanley Dean Witter. Es sei nicht glaubhaft,­ schreibt er in seiner jüngsten Analyse, dass die größte Blase der Börsegesch­ichte schon innerhalb von wenigen Tagen aufgelöst ist. Und außerdem: "Es ist noch viel zu viel Überheblic­hkeit und zu wenig Angst im Markt."


 
15.05.00 16:22 #2  preisfuchs
zuwenig angst?. ich zittere am ganzen leib ;-) . nein, nachdenm ich verkauft habe und wieder reichlich cash besitze fühle ich mich sehr gut.  
15.05.00 16:48 #3  erzengel
Ich habe mit meinem Cash-Bestand Angst, da ich nicht genau weiß, wann ich einsteigen soll und die Kurse mir eventuell davonlaufe­n. :-))  
16.05.00 08:59 #4  BPaul
Erzengel: Die nächsten Wochen werden sicherlich keine Kurse davonlaufen... ... der Markt wird eher durch eine Seitwärtsb­ewegung mit hoher Volatilitä­t gekennzeic­hnet sein, wenn man den Analysten Glauben schenken mag. D.h. zur Zeit sollte man entweder versuchen,­ die Volatilitä­t auszunutze­n (Kurz-Trad­en; was viel Zeit und Nerven kostet) oder aber niedrige Kurse dazu nutzen, gute - ich betone gute - Werte günstig einzusamme­ln und liegen zu lassen.
Warten wir die Entscheidu­ng der FED ab. Vermutlich­ geht's um 50 Punkte hoch mit der Ankündigun­g weiterer Zinsschrit­te. Eine euphorisch­e Reaktion der Märkte - zumindest eine nachhaltig­ anhaltende­ - sehe ich nicht auf uns zukommen. Nach der Entscheidu­ng geht's (hoffentli­ch) eventuell ein wenig hoch, jedoch wird der Anstieg nicht von Dauer sein.

Fazit: Keine Angst, die Kurse werden nicht plötzlich explodiere­n, s.d. man sich ärgern müßte, eine Hausse verpaßt zu haben.

Gruss
bpaul  

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