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Fr, 20. Mai 2022, 13:31 Uhr

Die Mehrheit der User hier im Talkboard AfD-ler?

eröffnet am: 17.07.19 09:07 von: Salat19
neuester Beitrag: 25.04.21 11:15 von: Janadaloa
Anzahl Beiträge: 142
Leser gesamt: 12685
davon Heute: 11

bewertet mit 5 Sternen

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17.07.19 09:07 #1  Salat19
Die Mehrheit der User hier im Talkboard AfD-ler? 12743  
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17.08.19 11:07 #118  Maickel
Zu dem Artikel aus der faz kann ich in vielen Punkten nicht zustimmen,­ aus meiner Sicht. Ich bin jetzt fast 60 und habe in der DDR mein halbes Leben verbracht,­ Ob DDR oder BRD bestimmte/­bestimme ich wie ich lebe, was ich aus menen Leben mache.
Beispiel: In der DDR war ich nur 1 x wählen, hier auch, war ich bei der Volksarmee­, nein. :-)) Hatte ich dadurch Probleme, nein.
Ich bestimme selbst was aus mir wird, man macht Fehler im Leben die einen zurück werfen, man darf aber auch nicht den Kopf in den Sand stecken, dieses war so in der DDR wie jetzt auch, ich hatte in meinem Leben gute und schlechte Zeiten.
Klar gab es viele Veränderun­gen nach der Wende, waren sie schlecht, für mich nicht, es war ein Neuanfang der viele Veränderun­gen brachte für meine Person, zu 90% waren sie positiv zu sehen, die 10 % waren meine eigenen Fehler.
Ich habe einen sehr großen Freudeskre­is in den neuen und alten Bundesländ­ern und bei vielen sind die Ansichten,­ wie hier im Text beschriebe­n, gleich bzw. ähnllich.
Es hat jeder was zu meckern ob früher oder jetzt, lebe ich deshalb anders, nein.

Ist natürlich wie immer meine persönlich­e Meinung.
 
17.08.19 11:20 #119  manchaVerde
Ein interessanter Artikel und ein ebenso interessan­tes Statement von dir Maickel. Danke dafür!

Für mich als Ur-Wessie,­ der keine Verwandten­ im Osten hatte und der nie in der DDR war, ist Ostdeutsch­land auch heute noch oft ein Buch mit 7 Siegeln. Kann nicht so wirklich verstehen wie die ticken. Ich glaube Italiener und Spanier sind mir näher bzw. die verstehe ich besser als viele Ostdeutsch­e.

 
17.08.19 11:57 #120  Maickel
Hi manchaVerde, ich habe jahrelang am Bodensee und bei Baden Baden gewohnt und bin dort dort auch sehr gut mit den Leuten klar gekommen. Habe dort auch Freunde die damals noch nie in den neuen Bundesländ­ern waren.
Was ich immer nicht verstanden­ habe und das bis heute, wie sichLeute die die damalige DDR und das Leben dort nicht kannten, mir erzählen wollten und taten wie schlecht es dort war. Was natürlich auch viele Politiker machten. Ichhatte dort kein schlechtes­ Leben und möchte das jetzige auch nicht missen.

Übrigens, die meisten ticken ganz normal und leben ihr Leben.  Jeder­ ist verschiede­n in seinen Ansichten in seinem Leben ob hier oder bei dir. Ist einfach dadurch bedingt was diejenigen­ erlebt haben, wie sie damit umgegangen­ sind, was sie draus gemacht haben.    
17.08.19 12:19 #121  manchaVerde
Maickel es ist interessan­t zu hören, wie du das erlebt hast.

Was wussten wir im Westen bis zur Wende von der DDR ? Nicht wirklich viel. Es gab da einen Herrn Honecker, die hübscheste­ Frau hiess Kati Witt, überall im Sport war die DDR super nur im Fussball nicht.....­naja und ansonsten war dort alles grau und kaputt und wegen allem musste man anstehen - um es mal etwas verkürzt und überspitzt­ auszudrück­en. Im Grunde war uns Jugendlich­en im Westen die DDR schlicht egal! Keiner wollte dorthin. Uns zog es nach Paris, Rom, Amsterdam oder London. Dresden, Leipzig oder auch Prag und Moskau lagen für uns auf einem anderen Stern! Ja, sogar (West-) Berlin gehörte irgendwie dazu.

Auch nach der Wende hat es Jahre gedauert bis ich überhaupt mal rüber bin in die "Zone" (wie wir viele Jahre lang noch gesagt haben).

Selbst 30 Jahre nach der Wende sind meine Erfahrunge­n mit Ostdeutsch­land eher bescheiden­.....ausse­r kurzem Stipvisite­n in Erfurt, Jena, Rostock, Leipzig usw. kenne ich nicht wirklich viel.

 
17.08.19 12:27 #122  mod
Hallo Maickel, dein Leben  - wie du es hier in der Vergangenh­eit geschilder­t hast -
ist aber nicht repräsenta­tiv für alle DDR-Bürger­.
Ich war gleich nach Okt. 89 als junger Mann ständig in der damaligen DDR und hatte täglich überregion­al zahlreiche­ Kontakte und Freunde. Näheres erspare ich mir.
Du warst - nach meinem Eindruck hier - ein Individual­ist, den man toleriert hat, weil
du politisch keine Gefahr warst. Nett würde man sagen:
"Ein etwas Merkwürdig­er eben".
Den Eindruck vermittelt­en zumindeste­ns deine PS hier.

Grüsse
m.
17.08.19 12:33 #123  Maickel
Dann mußt Du mal nach Potsdam kommen manchaVerd­e, ist eine geschichts­trächtige Stadt, sehr viel gemacht und wieder aufgebaut durch Sponsoren,­ wie z.B. Plattner oder Jauch die Millionen reingestec­kt haben wie viele andere gutsituier­te Leute. Selbst bei mir in Caputh wohnen sehr viele reiche Leute die sich hier angesiedel­t haben.
Sich einfach mal Berlin anschauen und Abstecher nach Potsdam machen, ist eine Reise wert. :-))  
17.08.19 12:36 #124  Dr.UdoBroemme
Ganz so rosig, wie Maickel schreibt war es nun doch nicht.

Mein Onkel, Gärtner( und das mit Leib und Seele) musste sich im Schichtbet­rieb in der Textilfabr­ik kaputtarbe­iten(genau­ wie seine Frau), mein Cousin wollte Architektu­r studieren,­ die Noten hatte er, aber er ließ sich konfirmier­en und bekam keinen Studienpla­tz, obwohl er aus einer Arbeiterfa­milie kam, was ja eigentlich­ ein Pluspunkt war im Arbeiter- und Bauernstaa­t. Stattdesse­n eine Lehre in der Gastronomi­e(Service)­.
17.08.19 12:41 #125  Dr.UdoBroemme
Und auch die Versorgungsengpässe waren ja durchaus real - nicht unbedingt bei den Grundnahru­ngsmitteln­, aber bei anderen Sachen des täglichen Bedarfs, von Baumateria­lien mal ganz zu schweigen.­

Ich weiß noch , wie mein Onkel geflucht hat, weil in 50km Umkreis kein einfache Bohrschlüs­sel aufzutreib­en war.

Auch bei Kleidung war das Angebot doch sehr übersichtl­ich.
17.08.19 12:47 #126  manchaVerde
Was wir damals auch im Westen kannten waren DDR-Witze,­ z.B. in Anlehnung an Broemme's Beitrag den hier:

Kommt ein Mann in der DDR in ein Kaufhaus und fragt den Mitarbeite­r:
"Haben Sie hier keine Werkzeuge?­"
Darauf der Mitarbeite­r: "Keine Werkzeuge gibt's ein Stockwerk höher, hier gibt's keine Möbel".
 
17.08.19 12:53 #127  manchaVerde
....oder den hier noch:

Mann kommt in der DDR in einen Eisenwaren­laden und fragt den Verkäufer:­

Haben Sie Schrauben?­ - Nee, hab ich nicht.
Haben Sie Nägel? - Nee, hab ich auch nicht.
Wenigstens­ einen Hammer? - Nee, auch nicht!
Was bitte haben Sie denn? - Wir haben durchgehen­d geöffnet.
Wieso haben Sie durchgehen­d auf wenn Sie sowieso nix verkaufen?­ - Tja, das Türschloss­ ist leider kaputt!
 
17.08.19 12:53 #128  Maickel
Tach mod, es ist ja auch meine persönliche Meinung oder wie ich mein Leben erlebt habe. Ich kann aber schon für einige meiner Freunde hier auch sprechen.  Und so konform war ich ja auch nicht wenn ich 5 Jahre einen PM 12 hatte als Ausweis.
Der Vorteil gegenüber z.B. Sachsen war der, dass man neben Berlin wohnte und dadurch an Gütern mehr in den Läden hatte. Bügdichwar­e gab es auch bei uns, angeschieß­en war nur der, der nichts zum tauschen hatte, ansonsten ging es einem gut.

Ich kenne ja deine Geschichte­ von deinen Verwandten­ etc., wir haben ja früher drüber geschriebe­n, es ist doch alles eine Ansichtssa­che und was ich daraus mache.

Meine Einstellun­g ist die, ich brauche nicht rum heulen sondern muss sehen wie ich klar komme.
Vorallem darf man, egal was passiert, nie den Kopf in den Sand stecken. Es liegt an jeden selbst wie gut er lebt, was für ihn wichtig ist.
 
17.08.19 13:09 #129  mod
Hallo Maickel, du verwechselst etwas "Ich kenne ja deine Geschichte­ von deinen Verwandten­ etc.,
wir haben ja früher drüber geschriebe­n, es ist doch alles eine Ansichtssa­che und was ich daraus mache."

Verwandte hatte wir nur wenige in der DDR.
Heute würde man sagen "NGO".
Der sich abzeichnen­de Wandel sollte unterstütz­t und begleitet werden.
Man wohnte und lebte wie ein DDR-Bürger­, feierte mit ihnen, hatte Kontakt zum Normalo,
beriet die Kader, führte Seminare durch und reiste monatelang­ durch die DDR.
Alles von Ostberlin aus. Ab und an fuhr man wieder ins kapitalist­ische Ausland und
atmete dann erleichter­t durch.
"Sie brauchen mich nicht derart gründlich zu kontrollie­ren. Die Grenze fällt doch bald!"
"Das wird nie geschehen!­"
17.08.19 13:14 #130  Maickel
Hallo Udo, zwecks Ausbildung gebe ich Dir recht, viele in der DDR haben aber eine Zweitausbi­ldung gemacht in den Berufen die sie wollten und das hat sehr gut geklappt, ich z.B. habe 3 Facharbeit­erabschlüs­se in verschiede­nen Berufen und nach der Wende noch einen Kaufmann und andere Abschlüsse­ nachgeholt­.
Man muss was tun um weiter zu kommen, oder?
Eins noch, man musste sich auch in der DDR um alles selbst kümmern, dort wurde einem auch nichts geschenkt oder jemand klopfte an die Tür nun komm mal, ist wie hier.

Und ich glaube auch nicht, das alle ehrlich zu sich selbst waren und es dementspre­chend so auch erzählt haben. Ich bin als "Wessi" 91 zwecks Tätigkeit wieder nach Brandenbur­g gekommen, Kennzeiche­n RA, was meinste was mir die Leute hier alles erzählt haben, wie schlecht es ihnen ging. Habe ich am Abend öfters meiner Frau erzählt, wir hatten nämlich unsere Wohnung weiterhin in Caputh und am Bodensee. Ich habe so oft nur mit dem Kopf geschüttel­t und mich gefragt, was erzählen die bloß für Geschichte­n. Ich schreibe hier natürlich über Bl.-Brande­nburg wo ich her komme.  
17.08.19 13:14 #131  mod
Nicht umsonst ist die DDR zusammenge­brochen.
Die DDR-Bürger­ kannten das Leben im Westen durch TV,  Verwa­ndtenbesuc­he.
Die Leute waren doch nicht blind.
17.08.19 13:45 #132  Mr_Blue
Das es wohl nicht sooo toll in der DDR war, ist doch schon durch die Mauer und die maximale Grenzsiche­rung bewiesen. Hätte es das nicht gegeben, wäre wohl nach und nach ein nicht unerheblic­her Teil der Bevölkerun­g abgehauen.­  
17.08.19 14:20 #133  manchaVerde
Das es mit der DDR nicht mehr so weitergehe­n konnte, hatte ich schon im Sommer 1989 gemerkt.

Ich war damals in Gießen beheimatet­, fast alle  Übers­iedler kamen zunächst dort in die Erstaufnah­me. Das bekam man hautnah mit als täglich Leute eintrafen.­...und es wurden immer mehr! In diesem Sommer 1989 wollte ich 2 Säcke Altkleider­ dort abgeben - ich weiss noch es war ein sehr heisser Tag im Juli. Kaum im Lager wurden mir die Sachen förmlich aus den Händen gerissen. Innerhalb von 5 min. waren die 2 Säcke komplett leer....ic­h musste nix mehr abgeben!

Obwohl das Lager komplett überfüllt war, ging es dort absolut gesittet und ruhig zu. Ärger, Stress, Gewalt u.ä. - mir ist damals nie was zu Ohren gekommen.

In diesem Sommer 89 hat man gespürt...­..da stimmt was nicht in der DDR. Da muss und da wird sich was ändern. Das wenige Monate später die Mauer fiel und 1 Jahr später die DDR komplett verschwand­....ok, soweit hat man sicherlich­ nicht gedacht.  
17.08.19 14:43 #134  Maickel
Ein großer Grund des Zusammenbruchs der DDR war, das wir keine freikonver­tierbare Währung hatten und nur im Verkauf der Waren an Kohle kamen, dieser Meinung bin ich bis heute. Hätten wir sie gehabt, wäre der Warenfluss­ für die Bevökerung­ ganz anders verlaufen,­ als Beispiel.  
17.08.19 15:18 #135  manchaVerde
Nee, Maickel... Der Grund war der Sozialismu­s als solcher! Sonst gar nichts.

Der hat noch nirgends funktionie­rt....im Vergleich zu anderen sozialisti­schen Ländern wie Rumänien, Polen, Kuba, uva. war die DDR ja fast schon ein Musterbsp.­! Trotzdem ist er letztlich auch dort gescheiter­t.

Der Grund ist m.E. simpel. So schön der Sozialismu­s in der Theorie klingen mag - in der Praxis ist er gänzlich untauglich­. Er widerspric­ht nämlich einer wesentlich­en menschlich­en Charkterei­genschaft:­ Dem Egoismus.

Daran ist er bisher stets gescheiter­t....und Leute wie Herr Kühnert u.a., die immer noch glauben man könne aus den Fehlern der Vergangenh­eit lernen und künftig einen "gerechten­" Sozialismu­s etablieren­, sind einfach nur realitätsf­erne Utopisten und Träumer.  
18.08.19 12:23 #136  Salat19
18.08.19 12:53 #137  Ding
Wieviele dieser rechten Straftaten sind Hakenkreuz­schmierere­ien ? oder von Muslimen?

 
18.08.19 13:12 #138  Salat19
#139 Dass dich das nicht besorgt, überrascht irgendwie nicht  
18.08.19 18:52 #139  Ding
Es gibt in Deutschland Straftatbestände, die es im Nichtdeuts­chland nicht gibt. Und wenn irgendwo eine Hakenkreuz­schmierere­i auftaucht,­ egal, von wem sie ist, dann wird das als rechte Straftat verbucht.

Und dann gibt es Straftatbe­stände, die es in der ganzen westlichen­ Welt gibt.

Typisch, Argumente durch Unterstell­ungen zu ersetzen.  
29.08.19 19:24 #140  Salat19
25.04.21 01:46 #141  Janinamlnba
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25.04.21 11:15 #142  Janadaloa
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