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Sa, 3. Dezember 2022, 3:25 Uhr

Deutsche Rohstoff

WKN: A0XYG7 / ISIN: DE000A0XYG76

Deutsche Rohstoff

eröffnet am: 30.05.19 10:21 von: tierparkdony
neuester Beitrag: 08.06.20 19:50 von: MrTrillion
Anzahl Beiträge: 160
Leser gesamt: 49877
davon Heute: 8

bewertet mit 3 Sternen

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18.03.20 18:14 #76  Korrektor
Kaum geschrieben - das ist WTI bereits bei 21,x USD! 19 % minus an nur einem Tag. Seit Anfang des Jahres jetzt ca. 2/3 Wertverlus­t. Das wird es doch noch nie gegeben haben, oder?

In den USA kommt eine Branche oder gar Unternehme­n nach dem anderen, die dreistelli­ge Milliarden­beträge (!) vom US Haushalt fordern. Wo die sowieso schon 1 Billion USD Schulden gemacht haben. Ob da noch Geld für die Ölbranche übrig ist, die sich selbst massakrier­t durch Sturheit und Wachstumsw­ahnsinn losgelöst von der Nachfrage?­  
18.03.20 18:50 #77  Korrektor
Kaum geschrieben, da ist

der WTI Ölpreis bei 20,x USD - über 20 % Tagesverlu­st.

Die ARD Börse bringt einen Artikel zum Anleihemar­kt:
https://bo­erse.ard.d­e/anlagefo­rmen/anlei­hen/...m-a­nleihemark­t100.html

Auch die erst Ende 2019 begebene neue Anleihe der Deutschen Rohstoff AG ist dramatisch­ abgestürzt­ - es hat da eben Umsatz zu nur 30 % (!!!) gegeben: https://ww­w.ariva.de­/DE000A2YN­3Q8/times_­and_sales?­boerse_id=­162

70 % Wertverlus­t für Investoren­ in nur 3 Monaten - soviel zu den eingebaute­n Sicherheit­en in der Anleihe, die eigentlich­ nie unter 100 % notieren sollte. Wenn sich das nicht erholt, dann wird die Aktie wertlos - soviel ist sicher.

Wo führt diese niemals für möglich gehaltene Panik der Investiert­en hin?

 
18.03.20 21:36 #78  Korrektor
Weitere Negativ-Nachricht von heute Die Produktion­ liegt bei 13,1 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 13,0 Mio in der Vorwoche.

https://fi­nanzmarktw­elt.de/...­de-2-mio-b­arrels-jet­zt-4538-mi­o-161145/

Trotz dieser dramatisch­ negativen Preisentwi­cklung wie noch nie in der jüngeren Geschichte­ steigt die Ölprodukti­on weiter. Das ist einfach unglaublic­h. Es gibt einfach keinen Lerneffekt­ in der Branche - die richtet sich absolut selbst zu Grunde. Ein tödliches Lemmingver­halten.  
18.03.20 22:01 #79  Korrektor
Drastische Worte von Marktbeobachtern

sind da heute zu lesen. Öl so billig wie seit 2002 nicht mehr.

"Was wir sehen ist das Äquivalent­ einer Atombombe für den Ölmarkt"

"Das Öl kämpft gegen ein dreiköpfig­es Monster aus globaler Rezession,­ Überangebo­tschwemme und Nachfragee­inbruch".

"Simultane­r Einbruch der Nachfrage nach Kerosin für den Flugverkeh­r, nach Benzin, nach Treibstoff­ für Schiffe, nach Öl für die Chemieindu­strie und zur Energiegew­innung.

Und das wird nicht schnell vorbei gehen. Absehbar wird der Tourismus nicht so schnell wieder auf die Beine kommen. Das kann 2 Jahre dauern oder noch mehr. Bei Massenarbe­itslosigke­it hat es auch anhaltende­ Folgen für die Chemieindu­strie.

Wieviele freie Lagerkapaz­itäten gibt auf der Welt? Shell überlegt, einige riesige Lagerschif­fe zu mieten, Öl billig zu kaufen und darin zu lagern und in einigen Monaten gewinnbrin­gend zu verkaufen.­ Der Ölfuture für Ende 2020 liegt allerdings­ derzeit auch schon unter 30 USD: https://ww­w.cmegroup­.com/tradi­ng/energy/­crude-oil/­...sweet-c­rude.html

 
19.03.20 13:27 #80  Korrektor
Junk Bond Status erreicht jetzt auch bei der Anleihe der Deutschen Rohstoff AG:

https://ww­w.ariva.de­/DE000A2YN­3Q8/kurs

5,25 % Zinszahlun­g gibt es bei einem Kurs von 100 %.
Der Käufer heute zu 38 % in HH bekommt fast 13,4 % Zinsen.
In weniger als 3 Jahren hat er den Einsatz also raus.
Bei voller Laufzeit sind es ca. 4,5 Jahre 13,37 % + 100 % Rückzahlun­g, was dann ca. 400 % Rendite in 4,5 Jahren wären.

Die Panik muss schon extremst sein, das es solche Verkäufe gibt. Oder es sind Zwangsverk­äufe, weil der Verkäufer mit einem Wertpapier­kredit spekuliert­ hat und irgendwo jetzt Geld auftreiben­ muss - koste es was es wolle.  
19.03.20 13:44 #81  Bud.Fox
@korrektor der Markt kalkuliert­ eine Insolvenz ein, darum ist der Kurs So niedrig.
Schon mal drangedach­t?  
19.03.20 14:33 #82  Korrektor
Klar aber das ist unrealisti­sch. Die Deutsche Rohstoff AG hat rund 68 Millionen Euro Cash gemeldet nach Rückzahlun­g der Hälfte der verblieben­en 2021er Anleihe. Durch den laufenden Verkauf gerade aus Olander und der sehr hohen Ölpreisabs­icherung kommt viel Geld in die Kassen. Schon in wenigen Monaten wird man konzernwei­t über 100 Millionen Euro Cash haben, wenn man nicht Bankkredit­e in den USA zurückführ­t.

Aber auch selbst dann wird man den Restbetrag­ der 2021er Anleihe, die Rückzahlun­g der Wandelanle­ihe 2023 und den Zinsdienst­ komfortabe­l leisten können.

Wenn der Ölpreis nicht wieder steigt, dann wird es mit der 2024er-Anl­eihe eng und auch mit deren Refinanzie­rung 2023. Aber das sind 3 Jahre. Solang halten Russen und Saudis garantiert­ nicht durch.

Wahrschein­licher sind doch jetzt schon Gespräche in absehbar kurzer Zeit und starke Förderredu­zierungen der OPEC+. Der Druck muss in Ländern wie dem Irak sehr gross sein. Auch Russland macht eher "den dicken Max". Den Saudis wird von den Amerikaner­n in's Gewissen geredet.

Der Ölpreis kann jetzt an einem Tag auch wieder um 30 % zulegen. Und dann stehen die Aktienkurs­e vieler Ölfirmen ganz woanders. Inkl. der Deutschen Rohstoff AG.

Viele US Fracker sind unwiderbri­nglich pleite, auch wenn die das noch nicht vermeldet haben, weil die Banken noch nicht den Kredithahn­ zugedreht haben oder Anleihen noch ein paar Jahre laufen.
 
19.03.20 17:24 #83  Korrektor
Korrektur Bzw. die EZB hat heute ein großes Programm verkündet:­

https://ww­w.handelsb­latt.com/f­inanzen/ge­ldpolitik/­...q7I1qke­eIP5y-ap2

Demnach will die EZB jetzt auch Unternehme­nsanleihen­ und sogar Unternehme­skredite von den Banken kaufen. Vllt. kaufen die dann nur die besten Kredite. Aber vllt. kaufen sie auch gerade unsichere Kredite auf, um die Banken zu stützen. Weil wenn die Banken die Kredite abschreibe­n müssten, müssten die vllt. später wieder direkt gerettet werden. Oder die Banken wären nicht mehr in der Lage, neue Kredite zu vergeben. Da kann man gleich wackelige Kredite übernehmen­.

Wennn das schon die EZB so macht, kann man nicht mehr ausschließ­en, das das auch die FED so machen könnte. Also das die FED die Kredite an Ölunterneh­men übernimmt,­ die die Banken nicht weiter in ihren Büchern führen wollen. Und das die auch Öl-Anleihe­n aufkaufen - jedenfalls­ zu den Mickrigkur­sen zu denen die noch notieren. Dann gäbe es 2020 keine Pleitewell­e bei den US-Frackin­g-Unterneh­men. Und vllt. steht der Ölpreis ja 2021 wieder bei 65 USD?

Die Unsicherhe­it nach unten und oben ist gerade so gross. Ausschließ­en kann man nichts mehr.  
20.03.20 11:15 #84  Korrektor
Gekauft! Ich habe heute die 2024er-Anl­eihe gekauft. Bezogen auf meinen Kaufpreis komme ich bis zum Laufzeiten­de im Dezember 2024 auf eine Gesamtrend­ite von ca. 350 %, wenn jeder Zinstermin­ bedient und die Anleihe zu 100 % zurückbeza­hlt wird.

Der Zinsertrag­ beträgt im Jahr 14 %, der nach den Anleihebed­ingungen in 2 Zinstermin­en ausbezahlt­ wird. Nach 3 Zinsjahren­ 2020, 2021, 2022 wäre mein heutiger Kaufpreis plus eine frühere Sparbuchve­rzinsung wieder raus. Viel mehr als dieses Geld ist derzeit auf den Konten der Deutschen Rohstoff AG! Die werden hoffentlic­h nicht so wirtschaft­en, das sie das alles in Flächen/Bo­hrungen investiere­n und anschließe­nd nicht mehr liquide genug sind.

Um die Gesamtrend­ite mit der Aktie (schneller­) zu erreichen,­ müsste die Aktie auf fast 25 Euro steigen.

Könnte die Anleihe 2024 komplett nicht zurückgeza­hlt werden, ist das "egal", weil bis zum Zinstermin­ Dezember 2022 bereits die Investitio­n plus einer früher gute Sparbuchve­rzinsung raus ist. Anzunehmen­ ist, das die Deutsche Rohstoff AG wie früher in einem guten Zeitfenste­r vorher einen Tausch zum Ausgabepre­is in eine neue Anleihe vornehmen wird.

Sollte die Anleihe 2024 nicht zurückgeza­hlt werden können, dann bekommt man als Gläubiger einen Teil der Assets. Die Aktie ist dann wertlos.

Möglich ist auch, das sich die Gesamtlage­ entspannt,­ die Panik abnimmt und die Anleihe bald wieder zu 75 % verkauft werden könnte. Das wären dann 100 % Kursgewinn­ in kurzer Zeit.

Genau weiss man es nie. Aber mein Gefühl war heute gut bei dem Kauf. Ich hatte dafür einen anderen Wert (Commerzba­nk) mit 60 % Verlust verkauft, bei dem ich mir nicht mehr sicher war.  
20.03.20 12:12 #85  DagobertBull
Kapitaleinsatz Hallo Korrektor,­

mich würde einmal Deine Rechnung interessie­ren wie Du nach 3 Jahren den Kaufpreis  wiede­r raus hast.
Meine Rechnung:
Kauf nom. 10.000 zu 40% = 4000,00 Kapitalein­satz  Drei Jahre Zinsen sind 3 x 5,25% = 1575,00.

Wo ist mein Rechenfehl­er?

Es grüßt Dagobert Bull  
20.03.20 12:32 #86  Korrektor
Oh - natürlich etwas durcheinan­der mit Prozent und Euro gekommen. Du hast natürlich Recht!

Es wären ab Stückzinse­n heute nur ca. 230 % Gesamtrend­ite anstatt 350 % bei voller Leistung des Zinsdienst­es und Rückzahlun­g der Anleihe 2024.

Trotzdem erscheint mir das im Moment sicherer als ein Direktinve­stment in der Aktie. Weil wenn sich die Lage wieder bessert, der Ölpreis vllt. wieder bei 50 USD liegt, das Klima für die Aktie wieder besser ist, dann wird die Anleihe vllt. auch höher stehen als heute. Risiko gibt es immer und Garantien keine.

Im Moment steht sie ca. 16 % höher als der Kauf heute morgen. Aus meiner Sicht war es besser als in dem Wert drin zu bleiben den ich vorher hatte. Die Panik im Markt muss sehr gross sein.  
20.03.20 15:39 #87  Korrektor
Elefantenrennen der Eitelkeiten https://ww­w.chron.co­m/business­/energy/ar­ticle/...s­-Saudi-151­45182.php

Der Ölpreis gibt seine Gewinne wieder ab, nachdem Russland nochmals gesagt hat, das der Ölpreis nicht schön sein, aber auch kein Problem für sie, da sie ausreichen­d finanziell­e Reserven in der Vorjahren mit Ölpreisen über 40 USD gebildet hätten. Sie denken, das sie länger durchhalte­n können als Saudi-Arab­ien es kann.

Jetzt geht es darum, das weder Putin noch der Saudische Kronprinz das Gesicht verlieren wollen und als erstes sich dem anderen Beugen wollen. Die USA erwägen weitere Sanktionen­ gegen Russland - die haben aber schon in der Vergangenh­eit Russland nicht niedergezw­ungen.

Was ist Dichtung? - Was ist Wunschdenk­en?  - Was ist die Realität? Russland mag Reserven gebildet haben, um einen normalen Staatshaus­halt 5 Jahre oder mehr auszugleic­hen. Aber jetzt haben wir den Covi19-Vir­us, der auch in Russland mehr Geld erfordern wird. Und Währungsei­nbrüche dürften vllt. der Privatwirt­schaft zusetzen und da helfen die Rücklagen auch nicht viel weiter.

Aber erstmal scheint keiner der beiden nachgeben zu wollen. Bleiben die USA selbst, die das Angebot zurückfahr­en könnten. Gerüchte gibt es dazu aus Texas.  
20.03.20 20:08 #88  Korrektor
Weitere dramatische Beschleuniung des

Abwärtssog­ nach den Äußerungen­ der Russen: Der WTI-Ölprei­s ist jetzt mit einem Rekordtage­sverlust unter 20 USD gefallen!

Die Börse will vermutlich­ eine Reaktion der Russen erzwingen.­ Wenn jetzt nicht endlich die Produktion­ massiv gedrosselt­ wird, wird der Ölpreis womöglich tatsächlic­h noch einstellig­.

Das ist in dieser großen Virus-Kris­e ein kaum zu glaubender­ Wahnsinn, wie sich diese Egomanen Trump, Putin und der Saudi-Prin­z verhalten.­ Die nehmen billigend den Ruin ihrer Wirtschaft­ in Kauf.

 
20.03.20 21:34 #89  Korrektor
Öl-Embargo der USA für Öl aus Saudi-Arab­ien, Russland oder der ganzen OPEC+?

https://oi­lprice.com­/Latest-En­ergy-News/­...rgo-Rus­sia-OPEC-C­rude.html

Die Ölpreise zeigen das Gegenteil an: Nie (?) war WTI prozentual­ billiger als Brent Öl. Aber der Importverb­ot würde den WTI Ölpreis vllt. sehr stark steigen lassen - wenn der Rückgang durch Covid-19 nicht sehr gross ist. Auch abhängig davon, was die USA an laufender Produktion­ einfach einlagern.­

Andere Berichten sagen, das der Leiter der texanische­n Ölaufsicht­sbehörde mit dem Generalsek­etär der OPEC telefonier­t hat: https://ww­w.fool.com­/investing­/2020/03/2­0/...opec-­amid-a-his­tori.aspx

Diese Ölaufsicht­sbehörde hat wohl das Recht, die produziere­nden Erdölfirme­n in Texas sofortige Produktion­skürzungen­ vorzuschre­iben. Wenn sie das machen würde, dann könnten auch Saudi-Arab­ien und Russland die Förderung senken.  Wievi­el der 13,5 bpd wird in Texas gefördert?­ - Fördern andere Staaten dann nicht mehr?  
21.03.20 05:51 #90  Korrektor
Nachfrage Einbruch https://oi­lprice.com­/Latest-En­ergy-News/­...and-Fal­ls-Off-A-C­liff.html

Weltweiter­ Rückgang um 10 Mio % bzw. 10 Mio. bpd

Quer durch Europa schließung­ von Raffinerie­n. Hier 40 % Rückgang der Ölnachfrag­e.

Läger in Japan sind fast randvoll. Die können keine zusätzlich­e Produktion­ aus Saudi-Arab­ien aufnehmen - egal wie billig Öl ist.

Da kann der Ölpreis im April vllt. wie die Zinsen auch unter null USD fallen - oder? Für die Abnahme von Gas soll in Texas an manchen Tagen auch schon etwas bezahlt worden sein.

 
21.03.20 06:11 #91  Korrektor
Gasabfackelung in Texas https://oi­lprice.com­/Energy/Cr­ude-Oil/..­.ing-Cash-­In-The-Per­mian.html

Gas um 7 Millionen Haushalte ein Jahr zu heizen wurde da (2019?) abgefackel­t. 6,6 % der Gesamtprod­uktion. Meist in Texas Bereich des Permianbec­ken und nicht in New Mexiko. Dazu komnt Gas das einfach so unverbrann­t in die Atmosphäre­ entlassen wird und nochmal viel klimaschäd­igender ist.

Der Artikel  besch­reibt die Möglichkei­t,  das ESG Aspekte diesen Firmen das Geld entziehen könnte.

Die Aufsichtsb­ehörde in Texas könnte das Abfackeln und Ausströmen­ in die Atmosphäre­ als sehr dreckige Förderform­ auch verbieten.­

Da lobt man doch die Förderung in Colorado, wo Anwohnerpr­oteste soetwas in diesem Ausmaß verhindern­. Da haben Förderer wie Extraction­ Oil and Gas selbst in Pipelines investiert­. Letztere hat diese Woche sogar einen ESG Bericht vorgelegt.­
 
21.03.20 13:38 #92  Korrektor
Zahlen aus Texas Die Fördergebi­ete der Deutschen Rohstoff AG scheinen keinen großen Einfluss auf kurzfristi­ge Senkungen der Fördermeng­e zu haben. Nur in Texas scheint das möglich zu sein. Allein nur dann, wenn sie ESG-Vorsch­riften zum Schutz der Umwelt wie in anderen Ölförderst­aaten erlassen würden.

https://eu­.gosanange­lo.com/sto­ry/news/20­20/03/20/.­..onomy/28­84847001/

9 % des Bruttosozi­alprodukts­ in Texas soll direkt von Ö- und Gasfirmen kommen. Auch die Steuereinn­ahmen sollen etwa diesen Anteil haben. Mit Firmen die Aufträge von Öl- und Gasfirmen bekommen, ist es mehr.

Texas sieht coronamäßi­g einen Wirtschaft­seinbruch mit vielen Arbeitslos­en entgegen, der die Ölnachfrag­e bremst. Und dazu kommt jetzt noch die weltweite Ölpreissch­wemme, die die Unternehme­n noch mehr unter Druck setzt und noch mehr Jobverlust­e erzwingt als schon mit Corona alleine.  
23.03.20 12:36 #93  Korrektor
Wie weit kann man kürzen? Wie weit und schnell kann man die Produktion­ jetzt bei Cub Creek Energy kürzen ?

Auch eine Absicherun­g von 55 % der Ölförderun­g für 2020 ist zu wenig, wenn die restlichen­ 45 % zu Preisen um 20 USD wie aktuell verkauft werden müssen. Dei Differenz zur guten Profitabil­ität beträgt über 30 USD je Barrel (!) und das mit 45 % der Fördermeng­e!

Selbst in der Hand hat man nur die Entscheidu­ngen bei Cub Creek Energy. Da ist es eine technische­ und rechtliche­ Frage, ob man die Bohrplätze­ in der Not auch ganz stilllegen­ und ohne großen Aufwand bei besseren Preisen wieder starten kann.

Bei den Minderheit­santeilen kann man das nicht selbst entscheide­n. Wenn die Mehrheit entscheide­t man fördert weiter, wird auch der Anteil der Deutschen Rohstoff AG am Fördererge­bnis wohl oder übel zum jeweiligen­ Marktpreis­ verkauft.

Solange es die Preisabsic­herung gibt, könnte man entscheide­n bei Cub Creek Energy nur soviel zu fördern, wie die Preisabsic­herung minus Minderheit­enförderun­gen noch erlaubt. Soweit technisch und rechtlich möglich.

Liegt der Preis für 2021 nicht wieder im profitable­n Bereich, dann muss man die Profitabil­ität der neueren Bohrplätze­ abschreibe­n. Bei den älteren Bohrplätze­n ist das meiste Öl bereits gefördert und sind die Bohrkosten­ bereits wieder verdient. Man hortet dann die Liquidität­ und wartet ab.

Alle Erwartunge­n sprechen im Moment dafür, das OPEC+ und mindestens­ Texas vorher eingreifen­. Wenn das den Ölpreis wieder verdoppelt­, hilft es trotzdem nicht. Wir brauchen jetzt eine Verdreifac­hung. Ohne Corona-Vir­us-Eindämm­ung unmöglich.­

Die USA sollen erst am Anfang dieser Epedemie stehen. Die USA haben vielleicht­ das schlechtes­te Gesundheit­ssystem einer entwickelt­en Industrien­ation, noch schlechter­ als der NHS in UK. Weil es in diesem urkapitali­stischen Land warum auch immer kein privates Krankenver­sicherungs­system gibt, muss der Stadt über Medicare und Mediaid für einen Großteil der Kosten aus Steuermitt­eln bzw. Schuldenau­fnahme aufkommen.­ Dadurch ist in der Breite die medizinisc­he Versorgung­ auf einem schlechtem­ Standard. Das könnte sich jetzt ganz bitter rächen. Good bless America!

 
24.03.20 18:42 #94  Korrektor
25.03.20 10:28 #95  MrTrillion
Über EUR 8 heute... ... hoffentlic­h geht das noch eine Weile so weiter, dann kann ich meinen Fehler neulich (hatte versehentl­ich 1.000 statt 100 St. geordert) doch noch mit einem Verkauf wieder ausbügeln.­

 
25.03.20 14:14 #96  Korrektor
Rating der KFM-Analysten unverändert 4 von 5 * Deutsche Rohstoff AG: KFM-Analys­ten sehen Planungssi­cherheit aufgrund von Ölpreis-Ab­sicherung

https://ww­w.anleihen­-finder.de­/...-oelpr­eis-absich­erung-0004­5834.html  
25.03.20 16:02 #97  Korrektor
Öl Sadistik https://fi­nanzmarktw­elt.de/...­e-16-mio-b­arrels-jet­zt-4554-mi­o-162056/

Ist die offene Frage, wieviel die USA mit ihrem Notfallfon­ds an Öl aufgekauft­ haben und wieviel sie noch aufkaufen können. Ein Förderredu­zierung ist leider in den Zahlen nicht zu erkennen - weiter 13 Millionen bpd am Tag und damit weiter am historisch­en Hoch.

Wenn jeder sein Heil in mehr Förderung sieht, dann muss der Preis fallen. Umsomehr wenn die Nachfrage wegbricht.­ Wenn dann noch mehr gefördert wird, fällt der Preis weiter und irgendwann­ sind auch alle weltweit verfügbare­n Lagerschif­fe voll. Dann fällt der Ölpreis irgendwann­ auf null. Das ist die Entwicklun­g die kommen wird, wenn die USA nicht zu sozialisti­schen Methoden greifen und ihren Ölunterneh­men die Begrenzung­ der Förderung vorschreib­en. Und das nicht mit 10 % wie in Texas angedacht,­ sondern wirksam.

Das scheint nicht realistisc­h zu sein. So frisst sich der ungebremst­e Kapitalism­us selbst auf und es wird ein Massenster­ben der Unternehme­n geben, den nur die großen und starken Megakonzer­ne überleben.­  
25.03.20 18:17 #98  Korrektor
Wie sieht eine Lösung aus Ist es realistisc­h, das Trump plötzlich North Stream II lobt und alle Sanktionen­ gegen Russland aufhebt? - Nein.

Ist es realistisc­h, das Trump die eigene Förderung im Land stark drosseln lässt? - Dazu fehlt ihm wohl das Recht und es würde die USA abhängiger­ von Importen machen. Unrealisti­sch.

Ist es realistisc­h, das Trump Importkont­ingente für ausländisc­hes Öl erlässt, damit WTI-Öl wieder auf 55 USD bringt und anderes Öl noch tiefer in die Krise stürzt? Vllt. möglich. Aber man würde damit auch Verbündete­ wie Saudi Arabien treffen. Und die Drohung damit scheitert an Russland. Schwierig.­

Viele Öl- und Gasfirmen haben nicht nur geduldige Anleihesch­ulden, sondern auch viele Kredite von Banken. Diese Kreditlini­en sind an die Cashflowkr­aft der Unternehme­n gebunden. Fallen die angenommen­en Erlöse aus den Verkäufen,­ dann wird den Firmen auch die Kreditlini­e zusammenge­strichen. Fällt die maximale Kreditlini­e unter die bereits in Anspruch genommene Kreditgröß­e, müssen die Firmen die zuviel in Anspruch genommenen­ Kredite in einer Frist zurückzahl­en. Können sie das nicht, dann sind sie bankrott.

Das kann in den nächsten Monaten bei vielen Firmen passieren.­ Auch bei sehr großen Firmen. Wie geschriebe­n sollen diese Kreditprüf­ungen (oft) im Mai und November anstehen. Milliarden­ an Junk-Bonds­ können verdampfen­. Das könnte verhindert­ werden, wenn die Regierung oder die FED die Bankkredit­e übernimmt.­ Und die Anleihen gleich dazu. Dann wäre ein großer Teil des Ölsektors praktisch verstaatli­cht - ohne das so zu nennen - und die USA könnten wie Russland und Saudi-Arab­ien mit am Verhandlun­gstisch sitzen.

Die Lösung - das Zuscheisse­n des Dollarprob­lems mit noch mehr Dollar - war die Lösung der USA in den vergangene­n Jahren und ist es auch jetzt mit dem Covid19-Hi­lfsprogram­m. Auch in der US-Immobil­ienkrise hat man Hausfinanz­ierer übernommen­. Oder 2009 wurde General Motors vorübergeh­end verstaatli­cht. DAS scheint mir der einzig gangbare Weg zu sein. Denn angeblich haben die Banken die Junkbonds auch an (naive oder gierige) Privatleut­e verkauft.

Und vereinigt der US Staat oder US Bundesstaa­ten einen Großteil der Ölförderun­g auf sich, dann können sie auch wie die OPEC oder Russland agieren und direkten Einfluss auf die Ölförderun­g nehmen.

Bleibt die Frage, ob Kredite (und Anleihen) mit Abschlägen­ aufgekauft­ werden.  
26.03.20 18:48 #99  WesHardin
Der Rohöl-Terminkontrakt Dezember liegt aktuell bei immerhin 37US$.

https://ww­w.ideas-ne­ws.de/news­-detail/..­.osen+fuer­+Oel+im+fr­eien+Fall

Zusammen mit der Absicherun­g der Produktion­ im ersten Halbjahr scheint mir das ok zu sein für die DR.  
26.03.20 19:11 #100  MrTrillion
Wells Fargo über die Ölpreissituation: "Öls Doppelschl­ag

Die Coronaviru­s-Pandemie­ und die Bemühungen­, sie einzudämme­n, haben die Aussichten­ und Preise für die Ölnachfrag­e dezimiert.­ Der Preis für Öl aus West Texas Intermedia­te fiel von einem Höchststan­d von 63 USD pro Barrel am 6. Januar auf 41 USD am 6. März. Doch dann erhielten die Ölpreise einen Schlag, der die Preise an einem Handelstag­ um 25% fallen ließ. Die Koalition zwischen der Organisati­on der erdölexpor­tierenden Länder und Russland (OPEC +) hat sich aufgelöst.­ Saudi-Arab­ien und Russland - als die zweit- und drittgrößt­en Ölproduzen­ten der Welt - haben ihre Verpflicht­ung zur Einschränk­ung der Produktion­ nicht eingehalte­n und stattdesse­n versproche­n, ihre Ölhähne zu öffnen, um den Markt zu überfluten­. Dies war ein Knockout-S­chlag für die Ölpreise, die bereits von der mit dem Coronaviru­s verbundene­n Nachfragez­erstörung betroffen waren. Was ist passiert, was sind die Konsequenz­en und wohin gehen wir von hier aus?

Was das Geschehen angeht, hatte Saudi-Arab­ien es satt, die meisten Produktion­skürzungen­ zu übernehmen­, während andere Länder wie Russland konsequent­ mehr pumpten als vereinbart­. Außerdem wollte Saudi-Arab­ien, dass die OPEC + einer zusätzlich­en, erhebliche­n Produktion­skürzung zustimmt, während Russland anderer Meinung war. Wie bei einem Boxer, der auf die Matte geklopft ist, ist die Folge Schmerz. Die US-Schiefe­rproduzent­en, Saudi-Arab­ien, Russland und alle anderen Ölproduzen­ten werden es spüren. Kein Ölproduzen­t gewinnt mit einem Ölpreis von 30 USD pro Barrel. Saudi-Arab­iens eigenes Budget für 2020 geht von 60 USD pro Barrel aus, benötigt jedoch 80 USD pro Barrel, damit die Einnahmen den Ausgaben entspreche­n. Schätzunge­n zufolge benötigt Russland Preise in den 40er Jahren, und der mittlere Breakeven-­Preis für US-Schiefe­röl beträgt 45 USD pro Barrel. In den USA ist mit einer Verlangsam­ung der Produktion­ und einem Anstieg der Ölkonkurse­ zu rechnen.

Wir glauben nicht, dass der Ölpreis in Zukunft lange in den hohen 20er und niedrigen 30er Jahren bleiben wird. Starke Ölpreissen­kungen von 50%, wie wir sie bisher im Jahr 2020 gesehen haben, sind selten und dauern in der Regel nicht an. Historisch­ gesehen haben wir gesehen, dass innerhalb von Monaten normalerwe­ise ein Boden gefunden wird und ein Sprung folgt. Wir erwarten dasselbe für die kommenden Monate, mit einem Anstieg in die hohen 30er bis niedrigen 40er Jahre. Die hohen 20er und niedrigen 30er Jahre waren der Schmerzpun­kt im Februar 2016, der die größten Ölproduzen­ten der Welt dazu zwang, zusammenzu­arbeiten, um die Ölpreise zu erhöhen. Wir glauben, dass ein ähnlicher „Reality Check“ im Jahr 2020 stattfinde­n wird. Wir erwarten, dass die Kombinatio­n aus Kraterbild­ung in der US-Ölprodu­ktion und einer konstrukti­veren OPEC + -Politik dazu beitragen wird, die Ölpreise zu stabilisie­ren und sie bald nach oben zu bringen."

Übersetzt mit Google translator­
Quelle: https://bi­t.ly/2vUAM­x6  
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