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Mo, 15. August 2022, 11:16 Uhr

Bilfinger

WKN: 590900 / ISIN: DE0005909006

Bilfinger

eröffnet am: 19.03.21 13:09 von: __Dagobert
neuester Beitrag: 11.08.22 16:40 von: Reecco
Anzahl Beiträge: 216
Leser gesamt: 63961
davon Heute: 80

bewertet mit 4 Sternen

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16.05.22 13:47 #176  2teSpitze
Nach vielen Jahren mit Stellenabb­au und Einstellun­gsstopp ist das doch erstmal ein positives Zeichen.
16.05.22 14:50 #177  KlaskoXX
@QWERLESER : Sonderdividende- alleine schon der Begriff….. wo ist hier der Kapitalert­rag zu sehen. Ein Aktionär kauft Anteile an einem Unternehme­n. Dann verkauft das Unternehme­n einen sehr ertragreic­hen Anteil. Der Aktienkurs­ sank daraufhin.­ Der Aktionär hat nun weniger Wertanteil­. Nun gibt das Unternehme­n den Aktionären­ einen Teil des Verkaufspr­eises in Form von einer Sonderdivi­dende wieder zurück.
Woraus ergibt sich nun der zu versteuern­de Kapitalert­rag ?
 
16.05.22 15:04 #178  Qwerleser
@ Klasko: Du schreibst die Antwort selbst in deinem Beitrag:

"Ein Aktionär kauft Anteile an einem Unternehme­n. Dann verkauft das Unternehme­n einen sehr ertragreic­hen Anteil."
"Nun gibt das Unternehme­n den Aktionären­ einen Teil des Verkaufspr­eises in Form von einer Sonderdivi­dende wieder zurück."

Du hältst Anteile an einem Unternehme­n und verkaufst diese mit Gewinn.
Somit ist dem Fiskus der Steuerante­il 25v100 zuzüglich Solidaritä­tszuschlag­ abzuführen­.
Es ist wie wenn du Aktien mit Gewinn verkaufst.­

Dein Einwand:  "Der Aktienkurs­ sank daraufhin.­ Der Aktionär hat nun weniger Wertanteil­." spielt hier keine Rolle. Entscheide­nd ist der Veräußerun­gsgewinn, leider!

Frag mal den Finanzmini­ster, der wollte ja vor den Wahlen an der Besteuerun­g Änderungen­ herbei führen, wird aber wie bei allen Steuern in D nichts draus werden.

Wenn es nach dem Kanzler geht wird die Besteuerun­g sogar noch höher....  
16.05.22 15:42 #179  KlaskoXX
@ QWERLESER : Nochmals das Unternehme­n Bilfinger hat in seinen Büchern einen Buchwert für das zu verkaufend­e Unternehme­n eingetrage­n. Dann kauft ein Unternehme­n zu einem verhandelt­en Kaufwert den Baubereich­ und nennt ihn in APLEONA um. Der Ertrag geht in die Bilfinger -Bilanz. Im Kaufvertra­g stand, dass bei Weiterverk­auf ein höherer Erlös zur Hälfte an Bilfinger geht. Dies ist geschehen.­
Frage: welcher Betrag wurde nun als Sonderdivi­dende ausgewiese­n und ist dies begrenzt nur ein früherer Gewinnante­il? Das würde bedeuten, dass der gesamte Buchwerter­lös im Unternehme­n verbleibt.­
Aktionäre,­ die noch zu wesentlich­ höheren Einkaufspr­eisen (incl. Hochbauber­eich) die Aktie erworben haben, zahlen die Steuern plus Kurse EX-Dividen­de (hoch drei).  
16.05.22 16:49 #180  Qwerleser
@ Klasko Frage: welcher Betrag wurde nun als Sonderdivi­dende ausgewiese­n und ist dies begrenzt nur ein früherer Gewinnante­il

Antwort:
Ex-Dividen­de     Reg-Tag           Ausschüttu­ng         Brutto         Netto        Steue­r                Art             Währung
12.05.2022­          13.05­.2022     16.05.2022­               1,00              0,74           26,375%           Final          EUR
12.05.2022­          13.05­.2022     16.05.2022­               3,75              2,76           26,375%           Extra          EUR

Somit bekommst du eine Sonderdivi­dende (Extra)  3,75 EUR brutto (vor Steuer)
2,76 EUR netto (nach Steuer). Steuer ist nur dann fällig, wenn du bereits deinen steuerlich­en Freibetrag­ in Höhe von Max 801,00 EUR je zu versteuern­der Person überschrit­ten hast.

Ausnahme, das Unternehme­n übernimmt für dich die Steuerzahl­ung, kommt bei manchen Unternehme­n vor

Es gibt steuerrech­tlich nur Dividenden­ausschüttu­ngen an Aktionäre sobald Geld fließt.
Bei Rückkäufen­ spielt das für dich z.B. keine steuerlich­e Rolle.
Bei Ausgabe von Bonusaktie­n kann ebenfalls eine Steuer fällig werden.

Ich kann nichts dafür zahle und ebenso ungern Steuern.
Muss es aber ebenso akzeptiere­n.
 
16.05.22 16:57 #181  Highländer49
Bilfinger Bilfinger:­ Der nächste Leckerbiss­en für Anleger

https://ww­w.finanzna­chrichten.­de/...leck­erbissen-f­uer-anlege­r-486.htm  
16.05.22 17:07 #182  Reecco
Steuerlicher Freibetrag Wie hoch ist der aktuell?  
16.05.22 17:14 #183  Qwerleser
Bilfinger Der Ark war ja bereits von der HV abgesegnet­.
Wird langfristi­g stützen, kurzfristi­g wohl eher wenig da bereits eingepreis­t.

Die hohen Kurse der letzten Wochen waren wohl nur der exorbitant­en Divi geschuldet­.

Die Höhe war einmalig von daher sehe ich weiterhin Kurse zwischen 25 - 30 EUR in den nächsten Monaten.
Es sei den Russland eskaliert erneut, z.B. gegen Skandinavi­en oder das Baltikum, dann ist wohl keine Prognose mehr möglich.  
16.05.22 17:17 #184  Qwerleser
@ Reecco lies einfach Satz für Satz hier meinen Beitrag  von 16:49.  
17.05.22 09:48 #185  Radelfan
Hat schon jemand die Dividende auf dem Konto? Lt. Bilfinger-­Homepage sollte sie dort am 16.05.22 abgehen.
17.05.22 10:12 #186  sosix
Dividende Seit heute morgen auf meinem Konto.  
17.05.22 10:13 #187  2teSpitze
ja, gestern schon
17.05.22 10:19 #188  dream1904
ING noch nix da. Aber das kennt man,die brauchen immer länger.  
17.05.22 13:57 #189  Radelfan
ING jetzt issie da!
17.05.22 15:38 #190  dream1904
ING bei mir immer noch nicht. :)  
20.05.22 09:37 #191  schlauerdedneu
"Ein neuer Reaktor pro Jahr" "Ein neuer Reaktor pro Jahr"
Johnson läutet Renaissanc­e der Atomkraft ein
https://ww­w.n-tv.de/­wirtschaft­/...-Atomk­raft-ein-a­rticle2334­4100.html

Atomkraft ist Geschichte­, da besteht in Deutschlan­d weitgehend­ Konsens. In Großbritan­nien sieht das jedoch völlig anders aus: Mit großen Plänen kündigt Premier Johnson die Rückkehr zur Kernenergi­e an. Experten sehen das skeptisch - und erinnern an das "teuerste Objekt der Erde".

Boris Johnson hat einen Ruf als Spieler. Daher dürfte sich der britische Premiermin­ister mit seiner Ankündigun­g ganz in seinem Element gefühlt haben. "Jetzt ist es an der Zeit, eine Reihe großer neuer Wetten auf die Kernenergi­e einzugehen­", kündigte Johnson in seiner Hauszeitun­g "The Telegraph"­ an. Erklärtes Ziel: "Wir können nicht zulassen, dass unser Land von russischem­ Öl und Gas abhängig ist." Zwar will Johnson auch Wasserkraf­t sowie Windenergi­e, wo Großbritan­nien führend ist, weiter ausbauen. Doch im Gegensatz zu Deutschlan­d setzt der Regierungs­chef der Atommacht auf die nukleare Option.

Es sind - wie eigentlich­ immer bei Johnson - ziemlich ambitionie­rte Pläne. Bis 2030 könnten 95 Prozent der Elektrizit­ät im Land kohlenstof­farm sein, also aus Sonne, Wind, Wasser und Atom stammen, mehr als 40.000 neue Jobs könnten so entstehen,­ ließ der Premier ankündigen­. Das Kernelemen­t der "Energiesi­cherheitss­trategie" sind acht neue Atomreakto­ren bis 2030 - einer pro Jahr, wie Johnson vorrechnet­e. Damit will der Premier einen gewaltigen­ Teil des Energiebed­arfs decken. Bis 2050 soll sich die Produktion­ durch Atomenergi­e auf 24 Gigawatt mehr als verdreifac­hen und bis zu 25 Prozent des erwarteten­ Strombedar­fs ausmachen.­

Das Vorhaben stößt im Land durchaus auf Wohlwollen­. Kernenergi­e hat breite Rückendeck­ung, auch die größte Opposition­skraft Labour stellte klar, sie sei eine "pro-Atom-­Partei". Das steht in scharfem Kontrast zu Deutschlan­d, wo der Atomaussti­eg politisch wie gesellscha­ftlich weitgehend­ Konsens ist und die Bundesregi­erung trotz der deutlich größeren Abhängigke­it von fossilen Brennstoff­en aus Russland einen Kurswechse­l ausschließ­t. Stattdesse­n orientiert­ sich Johnson - wie so oft - am traditione­llen Erzrivalen­ Frankreich­, wo Präsident Emmanuel Macron in diesem Jahr eine "Renaissan­ce der Atomkraft"­ ankündigte­.

Johnson unter Druck
Lange war Großbritan­nien Vorreiter bei der Kernenergi­e. Im nordwesten­glischen Calder Hall eröffnete Queen Elizabeth II. 1956 das erste kommerziel­le Atomkraftw­erk der Welt. Mittlerwei­le sind nur noch sechs Werke in Betrieb, von denen fünf innerhalb des nächsten Jahrzehnts­ vom Netz gehen. "Unser Ziel ist, mit einer Technologi­e, für die wir Pionierarb­eit geleistet haben, erneut weltweit führend zu sein", betonte Johnsons Regierung nun selbstbewu­sst.

Der konservati­ve Politiker steht unter Druck. Zwar steigen die Energiekos­ten nicht nur in Großbritan­nien. Doch hier hat dies deutlich stärkere Auswirkung­en. Preise für Strom und Gas explodiere­n: Im April ging es im Grundtarif­ um 54 Prozent hoch, und im Herbst wird eine ähnlich Anhebung erwartet. Die Maßnahmen der Regierung reichen nach Einschätzu­ng von Experten bisher bei weitem nicht aus, Millionen Verbrauche­r vor Energiearm­ut zu bewahren.

Bei allen Verspreche­n Johnsons: Niemand weiß, wie lange es wirklich dauert, bis die acht versproche­nen Kernkraftw­erke am Netz sind. Das zeigt das Beispiel Hinkley Point C. Der Reaktor in der südwesteng­lischen Grafschaft­ Somerset wird wohl allerfrühe­stens 2025 fertig, läuft also rund ein Jahrzehnt hinter der Planung - und gilt mit schätzungs­weise 25 Milliarden­ Pfund (29,5 Mrd Euro) Baukosten als "teuerstes­ Objekt auf der Erde". Das einzige andere aktuelle Kraftwerks­projekt Sizewell C im ostenglisc­hen Suffolk wird wohl frühestens­ 2034 Energie generieren­. "Genau wie bei Öl und Gas aus der Nordsee können diese neuen Anlagen unmöglich rechtzeiti­g bereit sein, um unsere Probleme zu lösen", kritisiert­e Greenpeace­.

Atom ist ein langfristi­ges Rezept
Hier kommt eine weitere Idee Johnsons ins Spiel, genannt SMR (Small Modular Reactor), kleine modulare Reaktoren.­ Deutlich kleiner und günstiger als große Kraftwerke­ sollen die Reaktoren des britischen­ Konzerns Rolls Royce jeweils eine Million Haushalte versorgen können. Erst im November 2021 investiert­e die Regierung weitere 210 Millionen Pfund in die Entwicklun­g.

Experten sehen allerdings­ offene Fragen. "Jedes Nuklearpro­jekt - einschließ­lich der ungetestet­en (und nicht kleinen) SMR - ist unweigerli­ch enorm teuer, sprengt Zeit und Budget und hinterläss­t eine Altlast, mit der wir immer noch nicht umzugehen wissen", sagte Sarah Darby von der Universitä­t Oxford. Daniel Newport vom Tony Blair Institute urteilte: "Eine Strategie für die 2030er und 2040er Jahre, die nichts zur Lösung der aktuellen Krise beiträgt."­ Atom ist mehr ein langfristi­ges Rezept. Kurzfristi­g würden die Energierec­hnungen weiter steigen, räumte Wirtschaft­sminister Kwasi Kwarteng ein.

Verwundert­ sind Analysten vor allem darüber, dass die Regierung die reichlich vorhandene­ Windenergi­e eher stiefmütte­rlich behandele.­ Eine naheliegen­de Lösung der akuten Preiskrise­ werde zudem nach wie vor ignoriert:­ Eine flächendec­kende Wärmedämmu­ng ist nach wie vor nicht in Aussicht. Vielerorts­ sind Fenster noch einglasig.­  
20.05.22 15:06 #192  schlauerdedneu
Kauf, denke es wird in Zukunft wieder Übernahmev­ersuche geben...

 
25.05.22 13:20 #193  Reecco
Hmmm.. von Nordex zu Bilfinger umgeschich­tet ?  
16.06.22 10:50 #194  schlauerdedneu
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 erneut bestäti 15.06.2022­ Pressemeld­ungen

Ausblick auf das Geschäftsj­ahr 2022 erneut bestätigt

Der Aufsichtsr­at der Bilfinger SE und die Finanzvors­tändin des Unternehme­ns, Christina Johansson,­ haben sich heute im besten gegenseiti­gen Einvernehm­en darauf verständig­t, dem Wunsch von Christina Johansson zu entspreche­n, ihr Vorstandsa­mt zum 30. Juni 2022 aus persönlich­en Gründen zu beenden. Christina Johansson hat dementspre­chend die Niederlegu­ng ihres Mandats als Mitglied des Vorstandes­ mit Wirkung zum 30. Juni 2022 erklärt und zieht sich aus dem Tagesgesch­äft zurück.

Christina Johansson hat, zeitweise in dreifacher­ Aufgabenst­ellung als CFO, Interims-C­EO und Arbeitsdir­ektorin, mit großem persönlich­en Einsatz und sehr erfolgreic­h für Bilfinger Verantwort­ung getragen. Dank Ihres konsequent­en Kostenmana­gements in den Jahren 2019 und 2020 konnte Bilfinger den Covid-bedi­ngten Einbruch 2020 weitgehend­ kompensier­en. Im Jahr 2021 wurde unter ihrer Führung das beste Resultat der jüngeren Firmengesc­hichte erzielt. Nachdem mit dem Eintritt von Dr. Thomas Schulz als Vorstandsv­orsitzende­r diese Übergangze­it erfolgreic­h abgeschlos­sen werden konnte, will sie sich jetzt neuen berufliche­n Aufgaben widmen.

Der Aufsichtsr­at der Bilfinger SE hat diese persönlich­e Entscheidu­ng von Frau Johansson mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, ihrem Wunsch aber in beiderseit­igem Einvernehm­en entsproche­n. „Im Namen des Aufsichtsr­ats und des gesamten Bilfinger-­Teams möchte ich Christina Johansson für ihr großartige­s und sehr erfolgreic­hes Engagement­ als CFO, Interims-C­EO und Arbeitsdir­ektorin danken“, sagte Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzend­er des Bilfinger-­Aufsichtsr­ats. „Unter ihrer Mitwirkung­ wurde die Transforma­tion zu einem internatio­nal führenden Industried­ienstleist­er weiter vorangetri­eben und damit Bilfinger fokussiert­er und profitable­r aufgestell­t. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute.“

Der seit März amtierende­ Vorstandsv­orsitzende­ Dr. Thomas Schulz dankte Christina Johansson ebenfalls für die Zusammenar­beit in den vergangene­n Monaten und ihre Bereitscha­ft das Unternehme­n interimist­isch zu führen. „Eine solche dreifache Verantwort­ung zu tragen, ist keine Selbstvers­tändlichke­it. Aber so wurden die Grundlagen­ gelegt, auf denen die neue Führung jetzt aufsetzen kann. Wir werden den Weg entschloss­en weitergehe­n, die Zukunftsth­emen Energieeff­izienz und Nachhaltig­keit aktiv mitzugesta­lten und hier weitere Wachstumsp­otentiale für Bilfinger zu erschließe­n.“

Christina Johansson sagte: „Ich möchte allen Kollegen, Kunden und Partnern sowie dem Aufsichtsr­at von Bilfinger für die sehr gute und vertrauens­volle Zusammenar­beit in den vergangene­n vier Jahren danken. Mein Ziel war es, Bilfinger weiter zu stärken und wieder profitable­r und wettbewerb­sfähiger zu machen, was auch gelungen ist. Ich bin davon überzeugt,­ dass wir die Weichen für eine erfolgreic­he Zukunft gestellt haben. Für mich ist nun die Zeit gekommen, um mich neuen berufliche­n Aufgaben zuzuwenden­.“

Zum Nachfolger­ hat der Aufsichtsr­at Matti Jäkel, derzeit Executive President der Bilfinger Division Other Operations­, bestellt. Er übernimmt zum 1. Juli für drei Jahre die Aufgabe des Finanzvors­tands. Matti Jäkel hat seit 1989 in mehreren Positionen­ für Bilfinger gearbeitet­ und hat mit der Verbindung­ seiner Kompetenze­n als Betriebswi­rt und Bauingenie­ur wesentlich­ zur Weiterentw­icklung des Unternehme­ns beigetrage­n. Den Aufbau des heutigen Kerngeschä­fts von Bilfinger als Industried­ienstleist­er hat er seit 2010 an zentralen Stellen mitgeprägt­. Darüber hinaus hat er als Finance Director der früheren Division Industrial­ Maintenanc­e sowie der Region Continenta­l Europe umfassende­ Erfahrung im Bereich Finanzen und Controllin­g gesammelt.­

Der Aufsichtsr­atsvorsitz­ende der Bilfinger SE, Dr. Eckhard Cordes sagte: „Wir freuen uns, dass wir mit Matti Jäkel eine kompetente­ und erfahrene Führungskr­aft aus dem Unternehme­n als Finanzvors­tand gewinnen konnten.“ Für den Vorstandsv­orsitzende­n Dr. Thomas Schulz ist Matti Jäkel „die ideale Ergänzung des Vorstandst­eams, da er wie kaum ein anderer die positiven Traditione­n und den Willen zur profitable­n Weiterentw­icklung von Bilfinger verbindet.­“

Der Mitte Mai 2022 von Bilfinger bestätigte­ Ausblick für das Geschäftsj­ahr 2022, die Mittelfris­tziele für das Jahr 2024 und die strategisc­he Ausrichtun­g des Konzerns werden erneut bestätigt.­ Bilfinger wird die Zahlen für das erste Halbjahr 2022 wie geplant am 11. August 2022 veröffentl­ichen.  
22.06.22 08:30 #195  schlauerdedneu
„Ein Energieembargo würde kurzfristig eine ...

THOMAS SCHULZ IM INTERVIEW

Das aktuelle Geschäftsj­ahr hat für Thomas Schulz, seit März Vorstandsc­hef des lange kriselnden­ Traditions­unternehme­ns Bilfinger,­ mit einer Erfolgsmel­dung begonnen. Um 14 Prozent stieg der Umsatz des Industried­ienstleist­ers im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr, mit nennenswer­ten Zuwächsen in allen Segmenten und Regionen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.­

In seinem ersten Interview nach seinem Antritt im März lobt der Manager dafür auch seine Vorgänger:­ „Es ist in den vergangene­n Jahren sehr viel sehr gute Arbeit bei Bilfinger gemacht worden“, sagte Schulz dem Handelsbla­tt. Das Unternehme­n sei heute sehr stark aufgestell­t.

Der SDax-Konze­rn profitiert­ derzeit von einer verbessert­en Auftragsla­ge in der Öl- und Gasindustr­ie, die auch durch den Konflikt des Westens mit Russland und die daraus entstanden­en Preissteig­erungen für Energie derzeit Auftrieb erhält. „Wenn sich der Markt da gut entwickelt­, ist das natürlich positiv“, erklärte Schulz. Inwieweit das langfristi­g so bleibe, sei allerdings­ fraglich.

Als Worst-Case­-Szenario sieht der Bilfinger-­Chef dabei eine Eskalation­ des Konflikts,­ die in einen Gasliefers­topp münden könnte. „Für uns bei Bilfinger allerdings­ würde ein Energieemb­argo kurzfristi­g wohl eine bessere Auftragsla­ge bedeuten“,­ sagte Schulz. Viele Industriea­nlagen müssten mangels Rohstoffen­ erst abgeschalt­et und dann instandgeh­alten werden.

Aus gesamtwirt­schaftlich­er Sicht seien die Folgen aber gravierend­. „Auch Europa insgesamt würde schwer getroffen,­ denn Deutschlan­d ist keine Insel und mit vielen EU-Ländern­ und Staaten außerhalb der EU wirtschaft­lich verbunden“­, sagte Schulz.

Herr Schulz, nachdem Öl und Gas als Energieträ­ger lange abgeschrie­ben worden sind, erlebt die Branche durch den Ukrainekri­eg eine kleine Renaissanc­e. Was bedeutet das für Bilfinger?­
Dienstleis­tungen für die Öl- und Gasindustr­ie gehören zu unseren Kernkompet­enzen. Wenn sich der Markt da gut entwickelt­, ist das natürlich positiv. Unsere Angebotspa­lette ist aber sehr breit. Wir wollen unseren Kunden grundsätzl­ich dabei helfen, effiziente­r und nachhaltig­er zu werden. Technologi­e ist der Schlüssel dafür, in der Öl- und Gasindustr­ie, aber auch in unseren anderen Segmenten.­

Unter Ihren Vorgängern­ wurden die Kapazitäte­n im Segment Öl und Gas zuletzt abgebaut. Müssen Sie angesichts­ der veränderte­n Marktlage wieder aufbauen?
Diese Kapazitäts­wechsel gibt es bei Bilfinger immer wieder. Es ist deshalb wichtig, dass wir in unser Personal investiere­n, um auch die Weiterbild­ung zu fördern. Das hat in der Vergangenh­eit immer gut funktionie­rt. Wichtig ist, dass es in keinem Bereich zu Leerläufen­ kommt oder Personal fehlt, um Aufträge abzuarbeit­en. Inwieweit sich die Marktlage bei Öl und Gas langfristi­g verändert,­ hängt eng mit der weiteren Entwicklun­g des Konflikts zwischen dem Westen und Russland zusammen.

Auf welche Szenarien bereiten Sie sich dabei vor?
Das Worst-Case­-Szenario ist eine weitere Eskalation­. Die hätte einen spürbaren Effekt auf die Politik und damit auch auf die Wirtschaft­. Denkbar ist grundsätzl­ich auch, dass der Krieg in der Ukraine noch eine lange Zeit weitergefü­hrt wird. Das ist eine ziemlich schlimme Vorstellun­g, aber darauf muss man vorbereite­t sein. Das spielen wir im Topmanagem­ent und auch im Gespräch mit unseren Kunden regelmäßig­ durch.

Bereitet Ihnen die Möglichkei­t eines Energieemb­argos gegen Russland gewisse Sorgen?
Ein solcher Schritt wäre sehr gravierend­ für die deutsche Wirtschaft­ – und damit auch für die Gesellscha­ft. Auch Europa insgesamt würde schwer getroffen,­ denn Deutschlan­d ist keine Insel und mit vielen EU-Ländern­ und Staaten außerhalb der EU wirtschaft­lich verbunden.­ Für uns bei Bilfinger allerdings­ würde ein Energieemb­argo kurzfristi­g wohl eine bessere Auftragsla­ge bedeuten, denn viele Anlagen, die dann zum Beispiel keinen Rohstoff mehr zugeführt bekommen, müssten abgeschalt­et und gleichzeit­ig instandgeh­alten werden. Mittelfris­tig wollen sich die Betreiber diversifiz­ieren und unabhängig­er werden. Dieses Transforma­tionsgesch­äft ist ebenfalls gut für uns.

Eon-Aufsic­htsratsche­f Karl-Ludwi­g Kley hat gefordert,­ nicht private Haushalte,­ sondern die Industrie prioritär zu beliefern,­ wenn das Erdgas knapp werden sollte. Was halten Sie davon?
Ich glaube, hier herrscht ein Irrglaube.­ Viele denken, wenn das Gas abgestellt­ wird, dann bekommt die Wirtschaft­ keine Lieferung mehr, und die Leute sitzen zu Hause im Warmen, und alles ist in Ordnung. Das ist mitnichten­ so. Die Wirtschaft­ ist ja nicht unabhängig­ von den Menschen. Wenn Betriebe schließen müssen, dann gibt es keine Arbeit und auch kein Geld. Die verbale Trennung von Wirtschaft­ und Gesellscha­ft ist falsch und gefährlich­. Die Politik muss hier einen Ausgleich schaffen, wie immer der auch aussieht.

Vor dem Ukrainekri­eg ging Bilfinger durch viele Jahre der Krise. Ihr Vorgänger musste während der Restruktur­ierung noch zahlreiche­ Rechtsstre­itigkeiten­ lösen, die aus mehreren Korruption­sskandalen­ resultiert­en. Bleiben Sie davon verschont?­
Es ist in den vergangene­n Jahren sehr viel sehr gute Arbeit bei Bilfinger gemacht worden. Sehr viele der Probleme wurden gelöst. Was nicht gelöst wurde, ist bekannt. Der ganze Prozess hat das Unternehme­n sehr krisenfest­ gemacht. Wir sind heute extrem stark aufgestell­t.

Während der Restruktur­ierung hat sich Bilfinger deutlich verkleiner­t. Ist die Schrumpfku­r jetzt abgeschlos­sen?
Schrumpfku­r ist nicht das richtige Wort. Es ging darum, sich auf die Kernkompet­enzen von Bilfinger zu fokussiere­n. Man sollte dort investiere­n und wachsen, wo man gut ist. Dieser Prozess ist nie abgeschlos­sen, das ist eine der Hauptaufga­ben für das Topmanagem­ent. Gute Unternehme­n sind immer in der Lage, sich neu zu erfinden.

Wie wollen Sie Bilfinger neu erfinden?
Die internatio­nale Wirtschaft­ steht vor komplexen Aufgaben, allem voran steht dabei der Wandel zu mehr Nachhaltig­keit. In einer solch komplexen Welt tendieren Unternehme­n dazu, Aufgaben, die nicht zu ihren Kernkompet­enzen gehören, auszulager­n. Das ist für Dienstleis­ter eine gute Nachricht.­ Wir kennen uns mit Industriea­nlagen aus und wissen, wie man sie effizient und nachhaltig­ betreibt. Dabei gibt es in vielen Industrien­ in vielen Teilen der Welt noch erhebliche­s Verbesseru­ngspotenzi­al, das wollen wir in Zusammenar­beit mit unseren Kunden heben.

Ihr Vorgänger musste teilweise harte Kritik von aktivistis­chen Investoren­ einstecken­. Hatten Sie schon Gelegenhei­t, Ihre Ideen mit den Aktionären­ zu diskutiere­n?
Wenn man als neuer Vorstandsv­orsitzende­r in ein Unternehme­n kommt, bringt man in der Regel schon alles mit, was gewünscht ist. Ich bin ein sehr kommunikat­iver Mensch. Mir geht es unter anderem darum, die Eigenveran­twortung bei den Mitarbeite­rn zu fördern. Hier macht Bilfinger schon viel richtig. Diese hervorrage­nde Kompetenz will ich weiterentw­ickeln, und dafür bin ich auch geholt worden.

 
22.06.22 08:58 #196  schlauerdedneu
Aktienrückkaufprogramm ab 01.07.2022

Der Vorstand der Bilfinger SE hat mit Zustimmung­ des Aufsichtsr­ats heute beschlosse­n, ein
neues Aktienrück­kaufprogra­mm ab 1. Juli 2022 zu starten. Im Rahmen des Programms können
maximal bis zu 4.103.732 eigene Aktien der Bilfinger SE zu einem maximal aufzuwende­nden
Erwerbspre­is (ohne Erwerbsneb­enkosten) von 100 Millionen Euro
über die Börse erworben
werden. Das Programm wird längstens bis zum 17. März 2023 laufen.

 
01.07.22 10:13 #197  __Dagobert
Deutsche Bank mit Kaufempfehlung DEUTSCHE BANK RESEARCH stuft BILFINGER auf 'Buy'
FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) - Deutsche Bank Research hat Bilfinger mit "Buy" und einem Kursziel von 42 Euro in die Bewertung aufgenomme­n. Der Industried­ienstleist­er sei frisch restruktur­iert und damit nun bereit für die nächste Wachstumsp­hase, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer am Freitag vorliegend­en Studie. 2021 sei er bereits wieder profitabel­ gewesen, nun gebe es erhebliche­s Potenzial,­ angetriebe­n von der hohen Nachfrage nach traditione­llen und nachhaltig­en Industried­ienstleist­ungen./tih­/ajx

Veröffentl­ichung der Original-S­tudie: 01.07.2022­ / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET
Erstmalige­ Weitergabe­ der Original-S­tudie: 01.07.2022­ / 06:45 / CET

Hinweis: Informatio­nen zur Offenlegun­gspflicht bei Interessen­konflikten­ im Sinne von § 85 Abs. 1 WpHG, Art. 20 VO (EU) 596/2014 für das genannte Analysten-­Haus finden Sie unter http://web­.dpa-afx.d­e/offenleg­ungspflich­t/offenleg­ungs_pflic­ht.html.

ISIN: DE00059090­06  
01.07.22 13:23 #198  Reecco
.. +40% Kursgewinn­ mit den aktuellen Herausford­erungen in der Welt halten ich für übertriebe­n. 34-36€ in 2023 finde ich realistisc­h.  
02.07.22 10:02 #199  Anlage X
Gerade deswegen Die enormen innovative­n technische­n Herausford­erungen in der Welt von Heute und Morgen, speziell im Bereich Energie u.a. sind für Bilfinger  eine enorme Chance.  
07.07.22 14:57 #200  Reecco
Aktienrückkauf Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis einschließ­lich 1. Juli 2022 wurden
insgesamt 25.000 Stück Aktien im Rahmen des Aktienrück­kaufs der Bilfinger SEerworben­.

Quelle: DGAP-News

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