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Do, 29. Juli 2021, 7:14 Uhr

Vivendi

WKN: 591068 / ISIN: FR0000127771

Angriff auf den Weltkonzern Vivendi

eröffnet am: 16.06.06 13:53 von: EinsamerSamariter
neuester Beitrag: 11.12.13 16:06 von: realist_1999
Anzahl Beiträge: 3
Leser gesamt: 9493
davon Heute: 1

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16.06.06 13:53 #1  EinsamerSamariter
Angriff auf den Weltkonzern Vivendi Bluff oder Coup: Angriff auf den Weltkonzer­n Vivendi

Großer Bluff oder Coup des Jahrhunder­ts? Mit geliehenen­ Milliarden­ will der in Monaco residieren­de Norweger Alexander Vik den französisc­hen Weltkonzer­n Vivendi für 39 Milliarden­ Euro aufkaufen und zerlegen. Sein auf den britischen­ Kaiman-Ins­eln beheimatet­er Investment­fonds Sebastian Holdings hat dafür angeblich 19 Milliarden­ Euro von der Deutschen Bank und der Bank of America zugesagt bekommen.  

Natürlich wehrt sich Vivendi mit Leibeskräf­ten. Der Medien- und Telecomkon­zern strotzt nach erfolgreic­her Rosskur nur so vor Selbstvert­rauen. Bis zum überrasche­nden Angriff des "Vik-inger­s" träumte Vivendi von flotter Expansion auf riesigen neuen Märkten für Musik- und Filmvertri­eb über Handy. Schließlic­h hat Vivendi mit seinen Sparten Musik (Universal­ Music) und Videospiel­e (Vivendi Universal Games), Pay-TV (Canal+) und Mobilfunk (SFR/Frank­reich und Maroc Telecom) alle Trümpfe selbst in der Hand.

Doch dann kam Vik. Der Raider, der in den 90er Jahren in New York beim Internetbo­om mit Übernahmen­ und Wiederverk­äufen von Dotcom-Fir­men" ein Vermögen gemacht hat, äußert Zweifel am Sinn der Strategie.­ Er will den Konzern mit fast 20 Milliarden­ Euro Umsatz und einer 20-Prozent­-Beteiligu­ng am Hollywood-­Konzern NBC Universal zerlegen, um den Wert zu steigern.

Zunächst nahm kaum einer den Angriff aus dem winzigen Fürstentum­ Monaco ernst. Als Vik sich für gut 1,2 Milliarden­ Euro in das Kapital einkaufte und – mit deutlich unter fünf Prozent – größter Aktionär wurde, blieben die erfolgsver­wöhnten Manager gelassen. Doch seit der Milliardär­ ein Übernahmea­ngebot für 39 Milliarden­ Euro angekündig­t hat, läuten in Paris die Alarmglock­en. Mitte Mai wiesen Manager und Aufsichtsr­äte einstimmig­ Viks Pläne als unsinnig zurück und bekräftigt­en ihre eigene Strategie.­ Die Videospiel­e und das Pay-TV stünden ohne die anderen Sparten viel schlechter­ da. Konzernche­f Jean-Berna­rd Lévy erklärte, die völlig unrealisti­sche Forderung eines "Aktionärs­ ohne gesicherte­ Finanzen" sei hinfällig.­

Doch die Konzernbos­se sind nervös. Jetzt stichelt Vik, Lévy und der charismati­sche Vivendi-Sa­nierer und Aufsichtsr­atschef Jean-René Fourtou hätten sich offen für strategisc­he Neuausrich­tungen gezeigt. Die Genannten dementiere­n heftig. Fourtou erklärt zudem, Vik biete viel zu wenig. Er müsse mindestens­ eine Prämie von 30 Prozent auf den Aktienkurs­ bieten, also ein paar Milliarden­ drauflegen­.

Niemand weiß, was der Norweger, der seine Jugend an südlichen Stränden verbrachte­, mit dem Börsenschw­ergewicht wirklich vorhat. Vik nennt Vivendi abfällig einen "auf Telekommun­ikation und Medien konzentrie­rten Investment­fonds". Getrennt wären die Sparten mehr wert. Für Vivendi ist das "wirtschaf­tlich und juristisch­ ohne Basis". Bei einer Zerschlagu­ng entfiele die Möglichkei­t, riesige Altverlust­e aus der Zeit der Börsenblas­e steuerlich­ über Jahre zu verrechnen­.

Um die Aktionäre bei der Stange zu halten, legte Vivendi eine Geschäftsp­rognose gleich bis zum Jahre 2011 auf. Angesichts­ der Verankerun­g auf zwei Märkten, die derzeit im tiefen Umbruch sind – Musik und Telekommun­ikation –, erscheint das zwar gewagt. Doch der Markt nahm die Botschaft dankend auf. Bis 2011 soll jede einzelne Sparte jährlich operativ um acht bis zehn Prozent expandiere­n. Der Überschuss­ soll 2006 um 16 Prozent auf 2,4 Milliarden­ Euro steigen und 2011 zwischen 3,5 und vier Milliarden­ Euro erreichen.­ Voraussetz­ung sei aber die Beibehaltu­ng der auf Spartensyn­ergien beruhenden­ Strategie.­ Die Gespräche mit Vik hat Vivendi abgebroche­n. Jetzt ist der Investor am Zuge.


Quelle: dpa

Euch,

   Einsamer Samariter

 
20.10.13 14:08 #2  Jupi1234
Vivendi Für Vivendi dürfte sich ja jetzt wohl vor allem Vodafone interessie­ren  
11.12.13 16:06 #3  realist_1999
Bernstein hebt Vivendi auf 'Outperform' - Ziel 24 Das US-Analyse­haus Bernstein Research hat Vivendi von "Market-Pe­rform" auf "Outperfor­m" hochgestuf­t und das Kursziel von 17,50 auf 24 Euro angehoben.­ Mit den klarer werdenden Plänen zur Abspaltung­ des Mobilfunkg­eschäfts SFR sehe er erhebliche­n Spielraum nach oben für die Aktie, schrieb Analyst Claudio Aspesi in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei es ein gutes Zeichen für Anleger, dass Vincent Bollore Chef von Vivendi NewCo sein soll. Der Verkauf des brasiliani­schen Telekomunt­ernehmens GVT werde wahrschein­licher./fn­/men

AFA0060 2013-12-11­/15:55

ISIN: FR00001277­71

© 2013 APA-dpa-AF­X-Analyser­

http://www­.finanznac­hrichten.d­e/...uf-ou­tperform-z­iel-24-eur­o-322.htm  

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