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Mo, 6. Februar 2023, 11:17 Uhr

publity

WKN: 697250 / ISIN: DE0006972508

publity: PREOS-Beteiligung soll mittelfristig von 93,1% auf rund 20% reduziert werden - Aktienanalyse


07.11.22 16:39
GBC AG

Augsburg (www.aktiencheck.de) - publity-Aktienanalyse von der GBC AG:

Matthias Greiffenberger und Marcel Schaffer, Aktienanalysten der GBC AG, nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Coverage für die publity-Aktie (ISIN: DE0006972508, WKN: 697250, Ticker-Symbol: PBY) mit einem "kaufen"-Rating auf.

Die publity AG sei ein Asset Manager, der hauptsächlich Umsatzerlöse über Provisionen für das Finden (Finder's Fee), das Verwalten (Basic Fee) und den Verkauf von Immobilien (Exit Fee) erziele. Das Verwalten beziehe sich hier auf die so genannte Manage-to-core-Strategie, in der die Verbesserung der Vermietungssituation und die Mietrenditen im Vordergrund stünden. Über ein eigenes Research-Tool würden umfangreiche Informationen über die rund 9.500 relevanten Immobilien in Deutschland nachgehalten, gepflegt und analysiert. Die standardisierten und formalisierten Prozesse würden sehr rasche Transaktionen ermöglichen, was einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstelle. Der aktuelle Fokus des Unternehmens liege auf Gewerbeimmobilien in A-Lagen der Ballungszentren der Top 7 Städte (ausgenommen Berlin). Der Hauptkunde sei die PREOS Global Office Real Estate & Technology AG (PREOS), an der die publity zu 93,1% beteiligt sei. PREOS sei ein aktiver Immobilieninvestor, dessen Management eigenständig und größtenteils unabhängig von der publity agiere.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 hätten die Umsatzerlöse um 79,6% auf 28,75 Mio. EUR (VJ: 16,01 Mio. EUR) gesteigert werden können. Die Umsatzsteigerung gehe vornehmlich auf Finder's Fees und Basic Fees zurück, sowie auf der Vermittlung eines neuen Großinvestors für die PREOS. Das Ergebnis habe sich überproportional verbessert und das EBIT sei um 140,9% auf 14,15 Mio. EUR (VJ: 5,87 Mio. EUR) angestiegen. Der Grund hierfür liege in dem Wegfall von Sonderkosten aus dem Vorjahr und in Kostenoptimierungen. Durch Wertminderungen von Finanzanlagen, insbesondere der gehaltenen PREOS-Aktien, in Höhe von 27,47 Mio. EUR sei es zu einem deutlich negativen Finanzergebnis von -24,83 Mio. EUR (VJ: 6,17 Mio. EUR) gekommen. Die Wertminderungen seien nicht liquiditätsmindernd gewesen und seien auf den allgemeinen Markttrend zurückzuführen. Somit habe das Jahresergebnis bei -15,43 Mio. EUR (VJ: 12,08 Mio. EUR) gelegen.

Im ersten Halbjahr 2022 hätten sich die Umsatzerlöse leicht um 14,1% auf 9,95 Mio. EUR (VJ: 11,59 Mio. EUR) reduziert. Gemäß dem Management habe sich der Umsatz hauptsächlich aus Bestands Fees und Finder's Fees zusammengesetzt. Gegenläufig zur Umsatzentwicklung habe das EBIT um 26,5% auf 6,35 Mio. EUR (VJ: 5,02 Mio. EUR) gesteigert werden können. Hintergrund dieser Entwicklung seien Kostenoptimierungen gewesen. Jedoch würden im zweiten Halbjahr 2022 zusätzliche Kosten anfallen, z.B. durch die Hauptversammlung und die Beratungskosten im Zuge der Anleihe-Emission. Insgesamt habe so das Periodenergebnis um 13,9% auf 5,23 Mio. EUR (VJ: 4,59 Mio. EUR) gesteigert werden können.

Die Guidance für das laufende Geschäftsjahr sehe Umsatzerlöse moderat über Vorjahresniveau vor, bei einem EBIT zwischen 11 und 15 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von 6 bis 10 Mio. EUR. Die Analysten würden für das laufende Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von 23,20 Mio. EUR erwarten, gefolgt von 25,52 Mio. EUR im Jahr 2023. Der Bereich Gewerbeimmobilien in A-Lagen sollte gut aufgestellt sein und weniger stark von der Zinswende und den steigenden Energiepreisen betroffen sein als der restliche Immobiliensektor. Mittelfristig würden die Analysten eine breitere Kundendiversifikation mit weiteren Mandaten außerhalb der PREOS erwarten. Möglicherweise könnte auch erneut ein Joint-Venture mit einem amerikanischen Hedgefonds eingegangen werden. Auch vorstellbar wäre ein Erwerb weiterer Asset Manager oder der Ausbau des NPL-Portfolios. Oder auch die Auflage eines eigenen Vehikel wäre möglich, um eigene kleinere Immobilieninvestitionen zu tätigen.

Das Unternehmen habe nach Erachten der Analysten auch in der aktuellen Phase der Zinswende zahlreiche Wachstumsopportunitäten. Mit der Fortführung des Lean-Management-Ansatzes sollten sich auch die Ergebnisse weiter steigern lassen und die Analysten würden ein EBIT in Höhe von 12,65 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr 2022 erwarten, gefolgt von 13,56 Mio. EUR im Jahr 2023. Mit der Emission der weiteren Anleihe sollte die Zinslast deutlich steigen und die Analysten würden einen Jahresüberschuss von 9,91 Mio. EUR im Jahr 2022 prognostizieren, gefolgt von 5,64 Mio. EUR im Jahr 2023.

Die publity AG plane eine weitere Anleihe (2022/2027) mit einem Volumen von bis zu 100 Mio. EUR zu emittieren. Der Kupon werde voraussichtlich 6,25% betragen. Der Emissionserlös solle der Finanzierung des weiteren Wachstums dienen und dabei zur Akquise von Immobilien und Beteiligungen eingesetzt werden. Bei der bestehenden Anleihe 2020/2025 seien die entsprechenden Konditionen angeglichen worden, sodass das Laufzeitende ebenfalls auf den 19.12.2027 falle und der Kupon ab dem 19.06.2023 von 5,5% auch auf 6,25% angehoben werde.

Weiterhin sei eine umfangreiche Transaktion geplant, in der PREOS einen neuen Großaktionär erhalte und die Beteiligung seitens publity sich von zunächst 51% auf schlussendlich 20% reduzieren solle. Hierzu sollten Sachkapitalerhöhungen in der PREOS-Tochter GORE erfolgen und anschließend die neuen Aktien der GORE in die PREOS eingebracht werden. Geplant sei eine Sachkapitalerhöhung über 480 Mio. EUR und eine weitere über 1,75 Mrd. EUR. Die Sachkapitalerhöhung in der GORE solle zu jeweils 3,00 EUR je Aktie erfolgen und die Einbringung der GORE-Aktien in die PREOS solle zu jeweils 5,20 EUR je Aktie erfolgen. Für die erste Sachkapitalerhöhung und die Einbringung seien bereits außerordentliche Hauptversammlungen abgehalten worden, jedoch würden hierzu noch Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen vorliegen. Dies sollte aber nur den Zeitplan leicht verschieben. In ihren Prognosen würden die Analysten noch von der aktuellen Unternehmensstruktur ausgehen, in der publity 93,1% der PREOS-Anteile halte.

Die Analysten hätten das Unternehmen mit einem DCF-Modell bewertet und die Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen dem Netto-Finanzvermögen zugerechnet. Hier enthalten sei vornehmlich die PREOS-Beteiligung. Das Netto-Finanzvermögen in Höhe von 576,86 Mio. EUR zum 30.06.2022 würde eigenständig auf die Aktienanzahl der publity einen Fair Value von 38,78 EUR je Aktie ergeben.

Zuzüglich dem Wert des operativen Geschäfts auf Basis des DCF-Modell haben Matthias Greiffenberger und Marcel Schaffer, Analysten der GBC AG, insgesamt ein Kursziel in Höhe von 46,50 EUR je Aktie ermittelt und vergeben vor dem Hintergrund des hohen Upside-Potenzials das Rating "kaufen". (Analyse vom 07.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze publity-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs publity-Aktie:
30,00 EUR +0,33% (07.11.2022, 15:17)

XETRA-Aktienkurs publity-Aktie:
30,00 EUR 0,00% (07.11.2022, 15:25)

ISIN publity-Aktie:
DE0006972508

WKN publity-Aktie:
697250

Ticker-Symbol publity-Aktie:
PBY

Kurzprofil publity AG:

Die publity AG (ISIN: DE0006972508, WKN: 697250, Ticker-Symbol: PBY) ist ein seit über 15 Jahren am Markt etablierter Finanzinvestor für Gewerbeimmobilien. publity erwirbt renditestarke Gewerbeobjekte vornehmlich in deutschen Ballungszentren wie Frankfurt am Main sowie München und agiert dabei als einer der erfolgreichsten Player mit "manage to core"-Ansatz.

Am Transaktionsmarkt besticht publity durch seine hohe Transaktionsgeschwindigkeit und schnelle Kaufpreisbelegung aus 100 Prozent Equity. Aktuell verwaltet publity ein Immobilienvermögen von über 1,6 Milliarde Euro und hat in seiner Historie bereits 526 Immobilien in Deutschland gewinnbringend verkaufen können.

Neben dem Hauptsitz der Gesellschaft in Leipzig verfügt das Unternehmen über weitere Niederlassungen in Frankfurt am Main, München, Luxemburg und London. (07.11.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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