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Di, 29. November 2022, 9:41 Uhr

ifo-Index enttäuschte


28.01.20 11:00
Oberbank

Linz (www.aktiencheck.de) - Zu Jahresbeginn fiel der ifo-Geschäftsklimaindex um 0,4 Punkte auf 95,9 Punkte, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der Stimmungsindikator für Deutschland werde aus einer Umfrage von etwa 9000 Unternehmen ermittelt. Die aktuelle Geschäftslage werde zwar besser eingeschätzt als im letzten Monat, doch man schaue mit leichter Skepsis in die Zukunft. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank habe betont: "Der konjunkturelle Aufschwung bleibt eine Wackelpartie" (Quelle Reuters). Positiv sei die verbesserte Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe aufgefallen.

Besonders die chemische Industrie und die Hersteller elektrischer Ausrüstungen würden sich optimistischer zeigen. Der im Vorjahr starke Dienstleistungssektor und boomende Bau habe hingegen Schwäche gezeigt. Der Industrie-Verband BDI rechne für das laufende Jahr mit einem geringen Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Konjunkturrisiken: Drohende US-Autozölle für die EU; zweites Handelsabkommen zwischen USA und China; bevorstehende Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien.

Durch das enttäuschende ifo-Geschäftsklima in Deutschland habe der Euro gestern Kursverluste erlitten. Heute würden die anstehenden Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in Amerika veröffentlicht. Da man von einer Enttäuschung ausgehe, könnte der Euro kurzzeitig wieder gestützt werden. Zudem würden diese Woche die Zinsentscheidung der FED sowie die BIP-Zahlen des vierten Quartals für Interesse sorgen. Die heutige Handelsbandbreite bei EUR/USD liege zwischen 1,0980 und 1,1070. (28.01.2020/ac/a/m)