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So, 17. Oktober 2021, 23:18 Uhr

Wirecard

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard: Skandal-Unternehmen taucht immer wieder noch in den Schlagzeilen auf - Aktienanalyse


16.09.21 14:02
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Anbieters von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Immer wieder tauche das insolvente Skandal-Unternehmen Wirecard noch in den Schlagzeilen auf. Sei es in Fragerunden mit Kanzler-Kandidat Olaf Scholz, sei es durch die DAX-Reform, die wegen dem betrügerischen Zahlungsdienstleister nötig geworden sei. Auch der als neuer Wirecard-Firmensitz geplante Bürokomplex schaffe es in die Medien. Die noch handelbaren Wirecard-Aktien würden derweil neue Trauer-Tiefen markieren.

Die Gemeinde Aschheim bei München sei mit der Wirecard-Pleite in Finanznöte gerutscht. Massive Steuereinnahmen seien weggebrochen, möglicherweise müssten Gewerbesteuern auf manipulierte Wirecard-Umsätze sogar zurückgezahlt werden. Nun liege Hoffnung auf neue Mieter in dem ursprünglich als neuer Konzernsitz für Wirecard geplanten Bürokomplex. Das 42.000 Quadratmeter große Gebäude solle Ende 2022 fertiggestellt sein. Als Kunden habe der Projektentwickler Rock Capital Group Konzerne, kleine Unternehmen und Start-ups im Blick.

Rock Capital wolle dabei mit coronasicheren Arbeitsplätzen für rund 2.000 Menschen neue Maßstäbe in puncto Hygiene setzen. Mit Fieberscannern an den Zugängen, berührungsfrei zu öffnenden Türen und Luftsterilisation wie in OP-Sälen entstehe aus der Not heraus eine "Blaupause für das gesündere Büro von morgen", heiße es in einer Mitteilung von Rock Capital.

Eigentlich sollte Rock Capital das 130 Millionen Euro teure Gebäude für den Zahlungsdienstleister Wirecard errichten - aber der einstige DAX-Konzern sei 2020 nach Aufdeckung von Milliarden-Bilanz-Betrügereien zusammengebrochen. Wegen der Corona-Pandemie sei zugleich die Nachfrage nach Büros eingebrochen. "Wir waren im Sommer 2020 gezwungen, in kürzester Zeit ein komplett neues Konzept zu entwickeln", habe Rock-Capital-Geschäftsführer Andreas Wißmeier gesagt.

In den Büros und Meetingräumen des Gebäudes solle die Luft wie in OP-Sälen über UV-C-Strahlen geleitet und so von Viren und Bakterien gereinigt werden. Dazu kämen Luftfilter. "So bringen wir Krankenhausstandard ins Büro, was auch von vielen Allergikern als große Entlastung empfunden wird", so Wißmeier. Das schütze nicht nur Corona, sondern auch vor Grippe und Erkältung. Digital lasse sich die Belegung so steuern, dass ausreichend Abstand gewährleistet sei.

Abstand habe auch der Wirecard-Kurs, und zwar von den einstigen Höchstkursen. Bis auf 199 Euro habe der Wirecard vor exakt drei Jahren angezogen, bevor das Unternehmen im DAX aufgenommen worden sei. Heute notiere das Papier via Tradegate noch bei 24 Cent.

Die bei Anlegern einst beliebte Wirecard-Aktie habe sich zum Fiasko entwickelt. Wer nicht rechtzeitig den Absprung gefunden habe, müsse sein investiertes Kapital abschreiben. Eine Hoffnung auf nachhaltige Belebung der Pleite-Aktie gebe es nicht. Lediglich ein paar unerschrockene Hasardeure bewegen das zukunftslose Papier, so Martin Mrowka von "Der Aktionär". (Analyse vom 16.09.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,24 EUR -1,28% (16.09.2021, 13:58)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Am 25.06.2020 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (16.09.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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