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Fr, 3. Februar 2023, 3:53 Uhr

Welches Wachstum braucht Deutschland in Zukunft?


20.10.21 11:00
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Aktuell steht Deutschland vor großen Transformationen, so die Analysten der DONNER & REUSCHEL AG.

Beispielsweise in der Automobil- und verschiedenen Zulieferindustrien und im Einzelhandel, stünden mit der Digitalisierung und der Klimaneutralität disruptive Transformationsprozesse an. Es gehe um die Wirtschafts- und Strukturpolitik, aber auch um die Handels- und Einwanderungspolitik. "In den vergangenen Jahren wurden wichtige industriepolitische Reformen aufgeschoben und bestehende Strukturen konserviert. Die Grundlagen unseres Wohlstandes und der Wettbewerbsfähigkeit - wie Infrastruktur, Innovationsfähigkeit und notwendige Qualifikationen - müssen erneuert werden", so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der DONNER & REUSCHEL AG.

Konkret stehe die nächste Bundesregierung vor diesen Aufgaben:

- Ein mehrjähriges Investitionsprogramm für - insbesondere digitale - Infrastruktur, Bildung, Forschung und Entwicklung zu lancieren.

- Die Digitalisierung als Kernentwicklungsthema zu platzieren und eine nationale Digitalstrategie mit dem Ziel einer dynamischen und vertrauenswürdigen digitalen Wirtschaft zu erstellen. Dabei sollten digitale (Daten-) Sicherheit und entsprechende Standards als Standortvorteil herausgestellt werden.

- Gegen Protektionismus vorzugehen und internationale Arbeitsteilung als wesentlichen Faktor für die Steigerung des breiten, weltweiten Wohlstands weiter zu proklamieren.

- Startups und das Eingehen unternehmerischen Risikos verstärkt zu fördern und deren Standortbedingungen generell zu verbessern, vor allem den Zugang zu Risikokapital, sowie die Bildung von Innovations- und Knowhow-Hubs zu unterstützen.

- Bürokratie abzubauen und Unternehmenssteuern zu senken, um nach der Pandemie insbesondere die Investitionskraft und Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu stärken. Eine aktuelle Studie des ifo habe gerade wieder gezeigt, dass eine Steuersenkung mittelfristig positive Effekte auf Wachstum und Beschäftigung habe.

- Das Angebot an Fachkräften durch aktivierende Arbeitsmarkt- und Weiterbildungspolitik sowie durch qualifizierte Zuwanderung zu stärken. (20.10.2021/ac/a/m)