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Mo, 5. Dezember 2022, 5:12 Uhr

Vita 34

WKN: A0BL84 / ISIN: DE000A0BL849

Vita 34: Gewinnwarnung verdeutlicht eingeschränkte Visibilität - Aktienanalyse


05.09.22 13:05
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Vita 34-Aktienanalyse von der Montega AG:

Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Vita 34 AG (ISIN: DE000A0BL849, WKN: A0BL84, Ticker-Symbol: V3V, NASDAQ OTC-Symbol: VTIAF) unter die Lupe.

Vita 34 habe vergangene Woche Zahlen für das erste Halbjahr 2022 publiziert, nachdem am Vorabend eine Gewinnwarnung veröffentlich worden sei.

Der Umsatz habe in der ersten Jahreshälfte mit 32,1 Mio. Euro im Rahmen der Analysten-Erwartung (32,3 Mio. Euro) gelegen. Der Sprung zum Vorjahreswert von 10,5 Mio. Euro (+206,8% yoy) sei auf die Konsolidierung des Teilkonzerns PBKM zurückzuführen (Konsolidierung seit dem 08.11.2021). Das EBITDA sei wie prognostiziert aufgrund des im folgenden Absatz beschriebenen Bilanzierungseffektes mit -2,6 Mio. Euro deutlich negativ ausgefallen (MONe: -2,7 Mio. Euro; Vj.: 1,7 Mio. Euro).

Im Kern gehe es bei diesem Thema um den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung der naturgemäß langlaufenden Kundenverträge für die Einlagerung von Stammzellen. Beide Teilkonzerne hätten bislang gemäß IFRS 15 einen Großteil der über die Laufzeit vereinbarten Zahlungen bei Vertragsabschluss als Umsatz realisiert (ca. 70% je nach Land und Vertrag), da die Kündigungsquoten extrem gering seien (unter 5%) und der Großteil der Kosten zu Beginn der Laufzeit durch die Aufbereitung der Präparate anfalle. Im Gegensatz zu den Verträgen bei Vita 34 hätten die Klauseln bei PBMK aus Verbraucherschutz- und Marketingründen jedoch eine Kündigungsmöglichkeit vorgesehen.

Im Zuge der Konzernabschlussprüfung habe sich PwC in Deutschland entgegen des bisherigen Vorgehens von PwC in Polen bei der Auslegung von IFRS 15 auf die tatsächliche Vertragsgestaltung gestützt und die vorzeitige Umsatzrealisierung bei PBKM untersagt. Daraufhin habe das Management die Verträge bei PBMK bereits in Q2 angepasst, um eine Harmonisierung der Bilanzierung ab Q3 zu erwirken. Anfang der Woche sei nun von PwC überraschend mitgeteilt worden, dass die bisherigen vertraglichen Anpassungen bei PBMK nicht ausreichen würden. Aufgrund der Nachlaufzeit von Neuverträgen von durchschnittlich vier bis sechs Wochen für die Rechnungsstellung würden die von PwC verlangten Vertragsanpassungen nun erst ab Q4 wirksam werden.

Die EBITDA-Guidance sei entsprechend um -2,5 Mio. Euro reduziert worden, um diesen Effekt in Q3 zu berücksichtigen. Zusätzlich habe das Management im Hinblick auf das herausfordernde Marktumfeld und vorgezogenen Schritten der Post-Merger-Integration Restrukturierungskosten in Höhe von -1,5 Mio. Euro zurückgestellt. Die Guidance für den Konzernumsatz sei folglich auf 65 bis 72 Mio. Euro (zuvor: 68 bis 75 Mio. Euro) und für das EBITDA auf -6,0 bis -3,0 Mio. Euro (zuvor: -2,0 bis +1,0 Mio. Euro) angepasst worden. Der Analyst habe seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2022 entsprechend reduziert und für 2023 ff. leicht erhöht, da die fehlenden 2,5 Mio. Euro Umsatz aus Q3 nun in den Folgejahren verbucht würden.

Die Entwicklungen der letzten Monate würden zeigen, dass der Zusammenschluss der beiden Unternehmensbereiche herausfordernder als erwartet verlaufe. Hinzu kämen die makroökonomischen Herausforderungen. Die grundsätzliche Ertragskraft und Kontinuität des Stammgeschäfts seien weiter vorhanden. Wann und in welcher Höhe diese aber wieder zum Vorschein kämen, sei aktuell wenig visibel.

Entsprechend bestätigt Tim Kruse, Aktienanalyst der Montega AG, sein Rating "halten" und das Kursziel von 10,00 Euro für die Vita 34-Aktie. (Analyse vom 05.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Vita 34-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Vita 34-Aktie:
10,00 EUR -0,99% (05.09.2022, 09:02)

XETRA-Aktienkurs Vita 34-Aktie:
10,00 EUR -1,48% (05.09.2022, 09:12)

ISIN Vita 34-Aktie:
DE000A0BL849

WKN Vita 34-Aktie:
A0BL84

Ticker-Symbol Vita 34-Aktie:
V3V

NASDAQ OTC-Symbol Vita 34-Aktie:
VTIAF

Kurzprofil Vita 34 AG:

Vita 34 (ISIN: DE000A0BL849, WKN: A0BL84, Ticker-Symbol: V3V, NASDAQ OTC-Symbol: VTIAF) wurde 1997 in Leipzig gegründet und ist heute mit Abstand die führende Zellbank Europas und die drittgrößte weltweit. Als erste private Nabelschnurblutbank Europas und Pionier im Cell Banking bietet das Unternehmen seitdem als Komplettanbieter für Kryokonservierung die Entnahmelogistik, die Aufbereitung und die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und sonstigem postnatalen Gewebe an.

Auf Basis der 2019 erfolgten Erweiterung des Geschäftsmodells beabsichtigt Vita 34, zukünftig auch die Einlagerung von Immunzellen aus peripherem Blut sowie von aus Fettgewebe gewonnenen Stammzellen anzubieten. Körpereigene Zellen sind ein wertvolles Ausgangsmaterial für die medizinische Zelltherapie und werden in Dämpfen von flüssigem Stickstoff am Leben gehalten. Kunden aus rund 50 Ländern haben bereits mit mehr als 850.000 Einheiten eingelagerter biologischer Materialien bei Vita 34 für die Gesundheit ihrer Familie vorgesorgt. (05.09.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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