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Do, 30. Juni 2022, 22:35 Uhr

Snap

WKN: A2DLMS / ISIN: US83304A1060

Snapchat-Aktie sinkt vorbörslich um 30% wegen schwacher Aussichten - Aktiennews


24.05.22 14:48
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Snapchat-Aktie sinkt vorbörslich um 30% wegen schwacher Aussichten - Aktiennews

Das Technologieunternehmen Snap Inc. (ISIN: US83304A1060, WKN: A2DLMS, Ticker-Symbol Deutschland: 1SI, NYSE-Symbol: SNAP) hat gestern eine beunruhigende Erklärung abgegeben, die zum Teil an die US-Börsenaufsicht geschickt wurde, so die Experten von XTB.

Das Unternehmen habe seine vierteljährlichen Wachstumsprognosen gesenkt und auf das sich verschlechternde makroökonomische Umfeld verwiesen. Werde die Erklärung von Snapchat zu einem weiteren kaskadenartigen Ausverkauf und einer Verschlechterung der Stimmung unter den Technologieunternehmen führen, ähnlich wie es zuvor bei Netflix der Fall gewesen sei?

Die von Snapchat im April veröffentlichte Umsatzwachstumsprognose von 20-25% werde gesenkt und erneut revidiert werden müssen.

Das Unternehmen habe bekannt gegeben, dass es seine Umsatzwachstumsziele für das Quartal nicht erreichen werde. CEO Evan Spiegel beabsichtige, die Ausgaben des Unternehmens zu kontrollieren und werde bis Ende 2022 nur 500 neue Mitarbeiter einstellen, eine deutlich niedrigere Zahl als die 2.000 Mitarbeiter, die 2021 eingestellt worden seien. Der skizzierte Plan ähnle den zuvor veröffentlichten Plänen von Meta Platforms und Twitter, die ebenfalls in diesem Jahr Kosten einsparen möchten.

"Wir halten es für wahrscheinlich, dass der Umsatz und das bereinigte EBITDA unter dem unteren Ende unserer Prognose für das zweite Quartal 2022 liegen werden", habe CEO Evan Spiegel gesagt. "Das erste Quartal 2022 hat sich als schwieriger erwiesen, als wir erwartet haben", und "während unser Umsatz im Jahresvergleich weiter wächst, wächst er langsamer, als wir zu diesem Zeitpunkt erwartet haben", habe er ebenfalls festgestellt.

Laut Spiegel habe das Unternehmen derzeit mit untypischen Problemen zu kämpfen: Die grassierende Inflation und steigende Zinsen würden dazu führen, dass die Kunden ihre Käufe einschränken würden und die Nachfrage nach Ratenkaufprodukten sinke. Auch der unter anderem von Apple eingeführte Schutz der Privatsphäre auf iPhones beeinträchtige das Geschäft von Snap, während der Krieg in der Ukraine die Zahl der Kunden verringere.

Steigende Inflation und Zinssätze in Verbindung mit Unterbrechungen der Lieferketten hätten dem gesamten Technologiesektor zugesetzt, der kürzlich einen der größten Ausverkäufe in der Geschichte verzeichnet habe.

Snapchat sei zu einem sehr hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV 49,4 gegenüber 37,7 für die Tech-Branche) und Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV 10,6) im Vergleich zum Branchendurchschnitt gehandelt worden. Das Unternehmen gehöre zu den so genannten Wachstumsunternehmen, bei denen steigende Umsätze ein Vorwand für sehr hohe Bewertungen gewesen seien. Vor dem Hintergrund einer komplizierteren makroökonomischen Situation und Änderungen in der Geldpolitik gehe den Wachstumsunternehmen buchstäblich die Luft aus. Deshalb sei die Aussicht auf eine begrenzte Fähigkeit, Einnahmen zu generieren, besonders beunruhigend. Trotz boomender Umsätze sei Snapchat immer noch kein profitables Unternehmen, und die hohe Prämiennotierung bedeute, dass das Potenzial für weitere Rückgänge weiterhin bestehe.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von Snapchat (10,6) sei im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen wie Meta Platforms (4,67) oder Netflix (4,72) immer noch deutlich höher.

Die von Snapchat gemeldeten Nachrichten seien bereits auf den Markt übergeschwappt und hätten Druck auf andere Tech-Aktien ausgeübt. Im vorbörslichen Handel würden die Aktien von Meta Platforms, Twitter und Google fallen.

Wenn Snapchat den heutigen Handelstag in der Nähe der 15-USD-Marke beginne, würde dies einen Rückgang von fast 80% gegenüber dem Allzeithoch bedeuten. Dies sei ein massiver Ausverkauf, der nur sieben Monate gedauert habe. Das Unternehmen habe jedoch immer noch eine Basis von mehr als 330 Millionen Nutzern weltweit, die seine Dienste eifrig nutzen würden. Einige aggressive, langfristig orientierte Anleger könnten nach Gelegenheiten in kürzlich verlorenen Wachstumsunternehmen wie Netflix und Snapchat suchen. Gleichzeitig habe Spiegel mitgeteilt, dass: "Wir sind weiterhin begeistert von den langfristigen Wachstumschancen für unser Unternehmen (...) Unsere Community wächst weiter und wir sehen weiterhin ein starkes Engagement bei Snapchat, und wir sehen weiterhin bedeutende Möglichkeiten, unseren durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer langfristig zu steigern."

Snap (SNAP.US) im Chart: Die Aktie habe sich seit Beginn der Pandemie in einem sehr dynamischen Aufwärtstrend bewegt. Der Kurs sei von den Tiefstständen im März 2020 um fast 1.500% in die Höhe geschossen, da die Menschen mehr Zeit mit der App verbracht hätten und zu Hause geblieben seien. In der zweiten Jahreshälfte 2021 seien die Kurse jedoch nach schwachen Quartalsergebnissen abgestürzt. Seitdem befinde sich die Aktie in einem dynamischen Abwärtstrend. Sollte es den Käufern gelingen, die Unterstützung bei 15 USD zu verteidigen, könnte eine Aufwärtskorrektur in Richtung des 20-USD-Bereichs eingeleitet werden. Sollte sich die derzeitige Stimmung durchsetzen, könnte sich der Ausverkauf in Richtung der psychologischen Unterstützung bei 10 USD beschleunigen. (Quelle: xStation 5)

Börsenplätze Snap-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Snap-Aktie:
14,154 EUR -32,74% (24.05.2022, 14:31)

NYSE-Aktienkurs Snap-Aktie:
22,47 USD -3,40% (23.05.2022)

ISIN Snap-Aktie:
US83304A1060

WKN Snap-Aktie:
A2DLMS

Ticker-Symbol Deutschland Snap-Aktie:
1SI

NYSE-Ticker-Symbol Snap-Aktie:
SNAP

Kurzprofil Snap Inc.:

Snap Inc. (ISIN: US83304A1060, WKN: A2DLMS, Ticker-Symbol Deutschland: 1SI, NYSE-Symbol: SNAP) ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Bekannt ist Snap Inc. vor allem als Anbieter des Instant Messaging-Dienstes Snapchat. Zu den weiteren Produkten zählt die in 2016 vorgestellte Brille Spectacles.

Das IPO von Snap Inc. ist der größte Börsengang seit der Emission der chinesischen Handelsplattform Alibaba in 2014.

Gründer von Snap Inc. sind die US-Amerikaner Evan Spiegel und Bobby Murphy. (24.05.2022/ac/a/n)





 
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