Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 10. Dezember 2022, 0:08 Uhr

Sind Kryptowährungen einen Schritt näher am Preisabsturz?


26.08.22 14:48
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das Ende der Woche bringt einen Ausverkauf auf dem Kryptowährungsmarkt, der angesichts der Risikoaversion vor der Rede von Jerome Powell auf der Jackson Hole-Konferenz mit Rückgängen reagiert, so die Experten von XTB.

Die digitalen Vermögenswerte würden erneut eine Korrelation mit den Kontrakten auf die US-Indices zeigen, bei denen vor der Eröffnung der Sitzung eine Verschlechterung der Stimmung zu beobachten sei:

- Bitcoin habe sich von den Niveaus von 21.800 USD erholt, den Bullen sei es nicht gelungen, die Notierungen über 22.000 USD zu drücken. Ethereum rutsche unter 1.630 USD, gestern sei der Token bereits über 1.700 USD gehandelt worden.

- Der Preis des "Königs der Kryptowährungen" liege immer noch unter der 200-Wochen-Linie bei 22.800 USD. Bitcoin sei in der vergangenen Woche unerwartet unter den gleitenden Durchschnitt gefallen, was zu einem kaskadenartigen Ausverkauf und der Auflösung von Positionen im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar geführt habe. Die Nachfrage habe sich eindeutig abgeschwächt, die Bullen hätten eindeutig Schwierigkeiten gehabt, über dem gleitenden Durchschnitt anzugreifen, der von einer Unterstützung wieder zum Widerstand geworden sei.

- Besorgniserregend sei auch der Rückgang der wichtigsten Kryptowährungen unter wichtige On-Chain-Niveaus, d.h. unter den so genannten Realized Price, der den durchschnittlichen Kaufpreis einer Kryptowährung auf der Blockchain bestimme. Das bedeute, dass die große Mehrheit des Marktes jetzt Verluste mache. Langfristig hätten Einbrüche unter diese Niveaus in der Vergangenheit die Nachfrage gestützt, kurzfristig seien sie jedoch oft mit einer Abschwächung der Stimmung und einer drohenden Panikwelle in Verbindung gebracht worden.

- Ethereum habe vor "The Merge" zwei bedeutende Bugs identifiziert, für deren Identifizierung die Ethereum Foundation eine Belohnung von bis zu 1 Million Dollar ausgesetzt habe. An den Märkten sei spekuliert worden, dass die Entwickler angesichts der Bugs den Merge in letzter Minute noch verschieben könnten. Diese Berichte seien jedoch von den ETH-Entwicklern nicht bestätigt worden und sollten daher nur als unbestätigte Spekulationen betrachtet werden.

- Die Kapitulation von Bitcoin-Minern habe historisch gesehen die späten Stadien eines Bullenmarktes angezeigt, was Charles Edwards, den Gründer des Capriole-Fonds, im Jahr 2019 dazu veranlasst habe, einen "Hash Ribbons"-Indikator zu erstellen, um Kaufgelegenheiten für Kryptowährungen zu identifizieren. Wenn der gleitende 30-Tage-Durchschnitt für Hash-Ribbons (das so genannte Death Cross) unter den 60-Tage-Durchschnitt falle, würden in der Regel Kapitulationen der Miner beobachtet. Daher habe Edwards den Indikator umgedreht und schlage vor, auf einen möglichen Schnittpunkt des 30-Tage-Durchschnitts mit dem 60-Tage-Durchschnitt zu achten, der die Rückkehr der Miner auf den Markt ankündige und möglicherweise ein Engagement in den "billigen", aber wieder zu Gunsten von Bitcoin ausschlaggebenden Markt ermögliche.

- Einige Analysten würden aufgrund der beobachteten Kapitulation der Miner optimistisch bleiben, was die langfristige Bewertung von Bitcoin angehe. Der Indikator "Hash Ribbons" zeige Schwäche. Seit dem 30. Mai sei der 30-Tage-Durchschnitt für Hash Ribbons von 7 auf bis zu 10% gefallen, was den Rückgang der Bitcoin-Netzwerkleistung aufgrund der Mining-Suspendierung bestätige.

- Es scheine, dass eine kurzfristige Verbesserung der Stimmung am Kryptomarkt durch Powells überraschend "dovishe" Rede ausgelöst werden könnte, auch wenn dies derzeit kein wahrscheinliches Szenario sei, wie der Markt derzeit einpreise. Die Erwartungen für eine Zinserhöhung im September seien auf 75 Basispunkte gestiegen, bis vor kurzem habe der Markt 50 Basispunkte für wahrscheinlicher gehalten. (26.08.2022/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
-    plus
0,00%
-    plus
0,00%
17.111 minus
-0,32%