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So, 19. September 2021, 15:57 Uhr

Royal Dutch Shell A

WKN: A0D94M / ISIN: GB00B03MLX29

Royal Dutch Shell: Aktienrückkauf im Umfang von 2 Milliarden US-Dollar angekündigt - Aktienanalyse


30.07.21 08:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Royal Dutch Shell-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die A-Aktie des Mineralöl- und Erdgas-Konzerns Royal Dutch Shell (ISIN: GB00B03MLX29, WKN: A0D94M, Ticker-Symbol: R6C, London: RDSA, NASDAQ OTC-Symbol: RYDAF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Royal Dutch Shell setze angesichts eines Milliardengewinns im vergangenen Quartal sein Versprechen um und starte mit höheren Ausschüttungen an die Aktionäre. Der Energieriese habe am Donnerstag zur Vorlage seiner Quartalsbilanz einen Aktienrückkauf im Umfang von 2 Milliarden US-Dollar angekündigt, zudem sollten die Investoren eine ab sofort eine höhere Zwischendividende erhalten.

Die Ölkonzerne hätten im vergangenen Jahr als Reaktion auf den Ölpreisverfall an den Dividenden gefeilt, auch Shell habe erstmals seit dem zweiten Weltkrieg die Dividende gekappt. Doch inzwischen seien die Ölpreise wieder oben auf, sie hätten erst Anfang Juli mehrjährige Höchststände erreicht. Ein Barrel der Nordseesorte etwa habe mit knapp 78 US-Dollar etwa so viel wie seit Oktober 2018 nicht mehr gekostet. Aktuell notiere die Sorte bei rund 74 Dollar pro Barrel. Die Branche könne es sich daher wieder leisten, mit Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufen die Investoren zu umgarnen. Aber es gebe auch durchaus berechtigte Kritik. Demnach sollten die Firmen das Geld lieber in den Ausbau der neuen Geschäftsmodelle investieren oder zumindest in den Abbau der Schulden, was beides langfristig betrachtet wesentlich besser wäre.

"Die operative und finanzielle Qualität und die gestärkte Bilanz geben uns die Zuversicht, um unsere Dividende ab dem zweiten Quartal auf 24 US-Cent anzuheben", habe Konzernchef Ben van Beurden laut Mitteilung gesagt. Dies sei eine deutliche Erhöhung um 38 Prozent im Vergleich zur Auszahlung zum Jahresauftakt, da habe Shell etwas mehr als 17 Cent gezahlt. Unterdessen habe das britisch-niederländische Unternehmen noch am Tag des Quartalsberichts mit seinem Aktienrückkauf gestartet. Das Programm werde voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Shell sei bereits Anfang Juli mit dem Vorhaben herausgerückt, seine Investoren künftig wieder stärker finanziell zu berücksichtigen. Demnach sollten 20 bis 30 Prozent des Kapitalzuflusses aus dem operativen Geschäft über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre fließen - für 2021 sei ungefähr die Hälfte dieser Spanne angepeilt. Im Gegenzug habe sich das Management jedoch bereits von seinem ursprünglichen Ziel verabschiedet, die Verschuldung unter 65 Milliarden Dollar zu drücken.

Mit dem Anstieg der Preise für Öl und Gas schreibe Shell inzwischen wieder schwarze Zahlen, wenngleich durch gestörte Lieferketten noch nicht wieder das durchschnittliche Absatzniveau erreicht worden sei. Nach einem milliardenschweren Gewinn bereits zum Jahresauftakt habe der Konzern zwischen April und Juni unter dem Strich 3,4 Milliarden Dollar verdient. Im entsprechenden Vorjahresquartal habe Shell wegen des Einbruchs der Ölpreise und daraus resultierenden hohen Abschreibungen noch einen Fehlbetrag von mehr als 18 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Shell sei dank hoher Öl- und Gaspreise wieder voll auf Kurs. Davon würden die Aktionäre nun wieder in beträchtlichem Umfang profitieren. "Der Aktionär" hätte zwar lieber einen ambitionierteren Schuldenabbau oder höhere Investitionen in Erneuerbare Energien, E-Mobilität & Co gesehen, dennoch bleibe er für die Anteilscheine des Energieriesen zuversichtlich gestimmt.

Die günstig bewertete Aktie ist weiterhin kaufenswert, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". Der Stoppkurs sollte bei 13,60 Euro belassen werden. (Analyse vom 30.07.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Royal Dutch Shell-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Royal Dutch Shell-Aktie:
17,04 EUR -1,24% (30.07.2021, 08:49)

XETRA-Aktienkurs Royal Dutch Shell-Aktie:
17,32 EUR +3,63% (29.07.2021)

London Stock Exchange-Aktienkurs Royal Dutch Shell-Aktie:
14,50 GBP +3,55% (29.07.2021)

ISIN Royal Dutch Shell-Aktie:
GB00B03MLX29

WKN Royal Dutch Shell-Aktie:
A0D94M

Ticker-Symbol Royal Dutch Shell-Aktie:
R6C

London Stock Exchange-Symbol Royal Dutch Shell-Aktie:
RDSA

NASDAQ OTC-Symbol Royal Dutch Shell-Aktie:
RYDAF

Kurzprofil Royal Dutch Shell plc:

Royal Dutch Shell plc (ISIN: GB00B03MLX29, WKN: A0D94M, Ticker-Symbol: R6C, London: RDSA, NASDAQ OTC-Symbol: RYDAF) ist eines der weltweit größten Energieunternehmen. Shell ist an Explorations- und Förderprojekten in rund 70 Ländern beteiligt und einer der weltweit größten Vertreiber von Kraft- und Schmierstoffen. Die Förderoperationen werden zumeist über Joint Ventures mit internationalen und nationalen Öl- und Gasunternehmen ausgeführt und sind mit eigenen Infrastrukturen für den Transport versehen.

Die Endprodukte von Royal Dutch Shell umfassen Treib- und Schmierstoffe, Bitumen sowie Flüssiggas für den Hausgebrauch von Endkunden ebenso wie für die Industrie und das Transportwesen. Shell produziert außerdem Chemikalien und Petrochemikalien für Industriekunden, welche diese zu Plastik, Oberflächen und Reinigern weiterverarbeiten. (30.07.2021/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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