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Mi, 6. Juli 2022, 10:04 Uhr

Polytec Holding

WKN: A0JL31 / ISIN: AT0000A00XX9

POLYTEC: Erholung (erneut) verzögert - Aktienanalyse


02.05.22 10:17
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - POLYTEC-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Bernd Maurer und Markus Remis, Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI), raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der POLYTEC Holding AG (ISIN: AT0000A00XX9, WKN: A0JL31, Ticker-Symbol: P4N, Wiener Börse-Symbol: PYT) weiterhin zu kaufen.

Mit einer 6%igen Umsatzsteigerung auf EUR 556 Mio. hat POLYTEC im GJ 2021 sowohl unsere als auch die Markterwartungen leicht übertroffen, so die Analysten der RBI. Im Schlussquartal sei der Umsatz mit EUR 141 Mio. jedoch erneut leicht rückläufig gewesen. Das EBIT habe mit EUR 12,3 Mio. die Konsensprognose erreichen können, sei jedoch etwas hinter der Schätzung der Analysten der RBI zurückgeblieben. Analoges gelte für den Gewinn je Aktie, der mit EUR 0,32 ausgewiesen worden sei.

Wie von den Analysten der RBI erwartet, habe das Management eine Reduktion der Dividende von EUR 0,30 auf EUR 0,10 vorgeschlagen.

Angesichts der mannigfaltigen Herausforderungen könne das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt keine verlässlichen Finanzziele geben. Zu den weiterhin bestehenden Engpässen bei Halbleitern und Elektronikkomponenten hätten sich, als direkte Auswirkung des Krieges in der Ukraine, auch Produktionsausfälle bei Kabelnetzen in den letzten Wochen deutlich spürbar gemacht. So habe neben einigen Automobilherstellern auch TRATON, POLYTECs größter Kunde im LKW-Bereich, die Produktion in einigen Werken einstellen oder zumindest deutlich reduzieren müssen. Die erneuten Lockdowns in China würden zudem Sorgen bereiten, dass die Lieferketten erneut mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert werden könnten.

Die Möglichkeiten des Konzerns kostenseitig entgegenzusteuern, seien tendenziell limitiert. Als primäre Maßnahme sei die Einführung von Kurzarbeit genannt worden.

Die Verhandlungen mit den Kunden bezüglich Kompensationszahlungen für die massiv gestiegenen Rohstoffpreise hätten im Q4/2021 eine positiven, jedoch nicht quantifizierten Ergebnisbeitrag gebracht. Angesichts der weiteren Kostensteigerungen werde POLYTEC auch im aktuellen Jahr Nachforderungen stellen müssen. Inwieweit diese realisiert werden könnten, werde einen erheblichen Ergebniseinfluss haben.

Die Expansion der Produktionskapazitäten für Transportboxen sollte sich als margenstarker Geschäftszweig positiv bemerkbar machen.

Die Analysten der RBI hätten ihre Schätzungen drastisch reduziert und würden das Kursziel von EUR 10,50 auf EUR 7,50 kürzen. Angesichts des deutlichen Kursrückgangs bleibe die "Kauf"-Empfehlung aber intakt. Nach positiven Signalen zu Beginn des Jahres habe sich die Situation im europäischen Automarkt seit Kriegsausbruch deutlich eingetrübt. Die Probleme rund um Lieferketten (Kabelnetze, Halbleiter), damit einhergehend kurzfristige Abrufe der Kunden (welche höhere "Flexibilitätskosten" für das Unternehmen implizieren würden), sowie substanzielle Kosteninflation würden somit eine per se solide Nachfragesituation überwiegen (z.B. habe Mercedes im Q1 Report von "hoher Kundenachfrage" berichtet).

Allerdings erscheine den Analysten der RBI das negative Sentiment diskontiert und der aktuelle Aktienkurs suggeriere ihrer Meinung nach, dass eine dauerhafte Wertzerstörung eingepreist sei. Die Aktie sei mit rund der Hälfte des Buchwerts bewertet und damit deutlich unter den langfristigen Niveaus. Basierend auf dem Median Gewinn je Aktie der letzten Dekade von EUR 1,00 (sollte unserer Schätzung nach im GJ 2024 wieder erreicht werden) steht das in unserem Kursziel implizierte KGV bei 7,5x, so die Analysten der RBI.

Bernd Maurer und Markus Remis, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, raten die POLYTEC-Aktie weiterhin zu kaufen. (Analyse vom 02.05.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

5. Zwischen RBI oder einer mit ihr verbundenen juristischen Person und dem Emittenten war in den vorangegangenen zwölf Monaten eine Vereinbarung über die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates in Kraft bzw. ergab sich in diesem Zusammenhang die Verpflichtung zu einer Zahlung oder zum Erhalt einer Entschädigung; wobei eine Offenlegung nur dann erfolgt, wenn dadurch die Vertraulichkeit von Geschäftsinformationen nicht verletzt wird.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen zwölf Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze POLYTEC-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs POLYTEC-Aktie:
5,93 EUR -0,67% (02.05.2022, 08:42)

Wiener Börse Aktienkurs POLYTEC-Aktie:
5,91 EUR -2,48% (02.05.2022, 09:58)

ISIN POLYTEC-Aktie:
AT0000A00XX9

WKN POLYTEC-Aktie:
A0JL31

Ticker-Symbol POLYTEC-Aktie:
P4N

Wiener Börse-Symbol POLYTEC-Aktie:
PYT

Kurzprofil POLYTEC Holding AG:

POLYTEC (ISIN: AT0000A00XX9, WKN: A0JL31, Ticker-Symbol: P4N, Wiener Börse-Symbol: PYT), 1986 gegründet, ist ein führender Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich beschäftigt weltweit rund 3.600 Mitarbeiter und bietet seinen Kunden seit mehr als 35 Jahren Erfahrung und Know-how als Komplettanbieter im Bereich Spritzguss, als Spezialist für faserverstärkte Kunststoffe, als Hersteller von Originalzubehörteilen aus Kunststoff und Edelstahl.

POLYTEC zählt renommierte Weltmarken der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie zu ihren Kunden, beliefert zunehmend aber auch Märkte außerhalb dieses Sektors. Wichtigste Erfolgskriterien sind in beiden Fällen innovative Technologien, perfekte Qualität und absolute Liefertreue kombiniert mit wettbewerbsfähigen Preisen. Sowohl im Bereich Automotive als auch bei Non-Automotive-Anwendungen bietet POLYTEC in allen Segmenten eine sehr hohe Wertschöpfungstiefe. Sie umfasst Design und Projektentwicklung ebenso wie die Herstellung von Werkzeugen und Halbzeugen für Faserverbundwerkstoffe, Bauteilsimulation und -prüfung sowie nahezu alle verfügbaren kunststoffverarbeitenden Technologien. Darüber hinaus überzeugt POLYTEC in nachgelagerten Prozessen wie Lackierung und Montage sowie Just-in-Time- oder Just-in-Sequence-Lieferung mit exzellenter Performance. (02.05.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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