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Fr, 20. Mai 2022, 16:17 Uhr

Ölpreise profitieren von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten


19.02.18 11:29
Commerzbank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise starten mit leichten Zuwächsen in die neue Handelswoche und setzen damit ihre in der letzten Woche begonnene Erholung fort, so die Analysten der Commerzbank.

Brent handele bei 65 USD je Barrel, WTI bei 62 USD je Barrel. Für Rückenwind würden freundliche Aktienmärkte - der S&P 500 habe den stärksten Wochengewinn seit fünf Jahren verzeichnet - und geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgen. So habe der israelische Ministerpräsident Netanjahu dem Iran aufgrund dessen Aktivitäten in Syrien offen mit Gegenmaßnahmen gedroht. Auch das militärische Vorgehen der Türkei im Norden Syriens berge Konfliktpotenzial, da die dort von der Türkei bekämpfte Kurdenmiliz von den USA unterstützt werde. Wie die Positionierungsdaten von CFTC und ICE zeigen würden, sei der kräftige Rückgang der Ölpreise vor zwei Wochen stark auf spekulative Verkäufe zurückzuführen gewesen.

Die Finanzanleger hätten ihre Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 13. Februar um 4,8% auf 553,8 Tsd. Kontrakte reduziert, bei WTI um 4,1% auf 448,4 Tsd. Kontrakte. Bei Brent sei das der niedrigste Stand seit Mitte Dezember. In der Berichtswoche sei Brent um 6% gefallen und habe im Tief 62 USD erreicht. Der Preisanstieg seither spreche für einen erneuten Aufbau von Netto-Long-Positionen. Das Anstiegspotenzial sollte aufgrund der stark steigenden US-Ölproduktion begrenzt sein. Laut Baker Hughes sei die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA in der letzten Woche um weitere 7 auf 798 gestiegen. Das sei der vierte Wochenanstieg in Folge und das höchste Niveau seit April 2015 gewesen. Binnen Jahresfrist sei die Bohraktivität um 201 Ölbohrungen gestiegen. (19.02.2018/ac/a/m)