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Fr, 20. Mai 2022, 15:34 Uhr

OPEC-Komittee erwartet schnelleren Abbau des verbliebenen Überangebots am Ölmarkt


21.02.18 11:21
Commerzbank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise können sich dem festen US-Dollar nicht entziehen und geben in der Folge merklich nach, so die Analysten der Commerzbank.

Brent falle auf 64,50 USD je Barrel, WTI auf 61 USD je Barrel. Solange der US-Dollar aufwerte, dürften die Ölpreise nachgeben, zumal auch die Fundamentaldaten eher für fallende Preise sprechen. Daran würden auch die jüngsten Kommentare aus den Reihen der OPEC wenig ändern. Nachdem schon OPEC-Generalsekretär Barkindo zu Wochenbeginn von einer beschleunigten Markteinengung gesprochen habe, sei das Joint Technical Committee (JTC) der OPEC und der an den Kürzungen beteiligten Nicht-OPEC-Länder zum gleichen Befund gekommen. Der verbliebene Lagerüberhang von 74 Mio. Barrel solle laut JTC nun entweder im zweiten oder dritten Quartal vollständig abgebaut sein und damit etwa ein Quartal früher als bislang erwartet. Voraussetzung hierfür sei, dass die gegenwärtigen Fördermengen durch alle Länder im Abkommen beibehalten würden, d.h. die Umsetzung der Produktionskürzungen auf dem für Januar festgestellten Niveau von 133% bleibe.

Die deutliche Übererfüllung sei auf hohe unfreiwillige Produktionsausfälle in Venezuela zurückzuführen, die das JTC offensichtlich als dauerhaft erachte, was plausibel erscheine. Dem stehe aber eine stark steigende Ölproduktion in den USA gegenüber. Das Szenario des JTC könnte sich daher als zu optimistisch erweisen. Der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate und aktuelle OPEC-Präsident al Mazrouei habe sich für eine permanente Zusammenarbeit der OPEC und Russland ausgesprochen. Die weitere Vorgehensweise nach dem Auslaufen des Abkommens Ende 2018 solle bei der nächsten OPEC-Sitzung im Juni besprochen werden. (21.02.2018/ac/a/m)