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Fr, 23. Februar 2024, 15:03 Uhr

Novartis AG

WKN: 904278 / ISIN: CH0012005267

Novartis: Auch ohne Sandoz gut im Rennen - Aktienanalyse


01.12.23 16:14
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Novartis-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Raphael Schicho, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), stellt in einer aktuellen Aktienanalyse für die Aktie der Novartis AG (ISIN: CH0012005267, WKN: 904278, Ticker-Symbol: NOT, SIX Swiss Exchange-Symbol: NOVN, NASDAQ OTC-Symbol: NVSEF) das Kursziel von CHF 90 in Aussicht.

Novartis habe im dritten Quartal 2023 zufriedenstellende Geschäftsergebnisse präsentiert, mit einem Umsatzanstieg von 12% auf USD 11,8 Mrd. und einem bereinigten Betriebsgewinnanstieg von 17% auf USD 4,4 Mrd., beides über den Markterwartungen. Erfolgreiche Medikamente wie Cosentyx, Entresto und Kesimpta hätten wesentlich zum Wachstum beigetragen. Novartis habe außerdem die Abspaltung von Sandoz erfolgreich abgeschlossen und könne sich nun vollständig auf innovative Arzneimittel konzentrieren. Der Jahresausblick für den Betriebsgewinn 2023 sei leicht angehoben worden, wobei das Unternehmen nun ein Wachstum von etwa 15% erwartet. Insgesamt also ein erfreuliches Ergebnis. Novartis könne wieder einmal abliefern und erweise sich weiterhin als stabiler Dividendenzahler mit soliden Wachstumszahlen.

Novartis habe zwar in den letzten Jahren aktiv kleinere Pharmaunternehmen und Medikamente erworben, um sicherzustellen, dass kontinuierlich neue Produkte auf den Markt gebracht würden. Selbst entwickelt würden diese aber oft nicht. Die Firma sei dennoch mit ihrem Medikamentenportfolio breit aufgestellt und habe vor allem in letzter Zeit beeindruckende Erfolge in der Forschung und Entwicklung feiern können.

Die Analysten der RBI seien trotzdem mit dem Verhältnis des Aufwands zu den Ergebnissen nicht zufrieden. Sie würden der Pipeline einen Nettobarwert von USD 19 Mrd. geben, dem gegenüber hätten jährliche Forschungs- und Entwicklungsausgaben von USD 9 Mrd. im letzten Geschäftsjahr gestanden. Die Firma gebe 18% des Jahresumsatzes für F&E aus, was sie in das obere Mittelfeld der Branche bringe. Wenngleich die Pipeline nicht zu unterschätzen sei, kaufe man sich mit dem Unternehmen somit eine mittelmäßige Pipeline um einen hohen Preis. Das Akquirieren von neuen Medikamenten über M&A-Deals sei notwendig, um Patentenablaufe auszugleichen, was aber den Aktionär:innen dann teuer zu stehen komme. Der Vorteil davon sei jedoch, dass sich die Aktie weniger volatil verhalte als die von Vergleichsunternehmen, da sie weniger abhängig von risikoreichen Forschungsprojekten sei.

KI's würden von Pharma-Unternehmen schon jahrelang verwendet, doch der Boom in der Tech-Szene führe auch hier aktuell zu einem neuen Aufschwung. Novartis sei hier führend, insbesondere in der Anwendung von KI-Cloud-Technologien für die Medikamentenentwicklung. Mit mehr als 150 aktiven Projekten zur KI-Integration strebe das Unternehmen eine Verbesserung der Forschungseffizienz an. Durch Partnerschaften mit bekannten Namen aus dem Cloud- und Chipbereich plane Novartis, die KI-Nutzung über das nächste Jahrzehnt hinweg zu skalieren, um den Zugang zu verbessern, Kosten zu senken und bessere Gesundheitsergebnisse zu erzielen.

Die Bewertung von Novartis sei vergleichsweise hoch, vor allem wenn man die Firma mit seinem Baseler Pendant oder mit europäischen Pharma-Riesen vergleiche.

Hervorzuheben sei jedoch, dass die Margen von Novartis (sowohl Bruttomargen als auch operative Margen) überdurchschnittlich hoch seien. Das führe dazu, dass die Firma auf EV/Sales Basis sehr teuer aussehe, aber auf KGV Basis etwas günstiger bepreist sei. Die Dividendenrendite liege knapp unter 4%, wobei Novartis auch regelmäßig Aktienrückkäufe vornehme. Insgesamt mindert für uns die Bewertung jedoch das Kurspotenzial, so die Analysten der RBI.

Novartis präsentiere sich im dritten Quartal 2023 mit starken Geschäftsergebnissen und die Analysten der RBI freue vor allem die Anhebung des Ausblicks. Die erfolgreiche Abspaltung von Sandoz und die positive Entwicklung von Medikamenten wie Cosentyx, Entresto und Kesimpta seien hier maßgebliche Faktoren gewesen. Trotz hoher F&E-Ausgaben und einer mittelmäßigen Pipeline zeige sich Novartis als stabiler Dividendenzahler mit solidem Wachstum. Die Integration von KI-Technologien könnte die Forschungseffizienz erhöhen. Novartis biete Stabilität und weniger Volatilität im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche, aufgrund der Bewertung sei jedoch das Potenzial nach oben begrenzt.

Raphael Schicho, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, bleibt somit auf "Halten" und setzt für die Novartis-Aktie das Kursziel mit CHF 90 fest. (Analyse vom 01.12.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Novartis-Aktie:

LT Lang & Schwarz-Aktienkurs Novartis-Aktie:
90,0100 EUR +0,63% (01.12.2023, 16:12)

SIX Swiss Exchange-Aktienkurs Novartis-Aktie:
85,66 CHF +0,63% (01.12.2023, 15:57)

ISIN Novartis-Aktie:
CH0012005267

WKN Novartis-Aktie:
904278

Ticker-Symbol Novartis-Aktie:
NOT

SIX Swiss Exchange-Symbol Novartis-Aktie:
NOVN

NASDAQ OTC-Symbol Novartis-Aktie:
NVSEF

Kurzprofil Novartis AG:

Die Novartis AG (ISIN: CH0012005267, WKN: 904278, Ticker-Symbol: NOT, SIX Swiss Exchange-Symbol: NOVN, NASDAQ OTC-Symbol: NVSEF) ist ein weltweit tätiger Pharmakonzern, Produkte zur Krankheitsbehandlung und Prophylaxe erforscht, entwickelt und vertreibt. Das Medikamentenportfolio setzt sich aus Spezialmedikamenten, Generika, Humanimpfstoffen, rezeptfreien Medikamenten zur Selbstmedikation und Produkten für die Tiermedizin zusammen. Zu den Therapiegebieten zählen vorwiegend Atemwegs- und Augenerkrankungen, Immunologie, Infektionskrankheiten, Onkologie (Krebs) und Hämatologie (Blutkrankheiten), Neurologie (Nervensystemerkrankungen) sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. (01.12.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
Werte im Artikel
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