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Fr, 9. Dezember 2022, 16:04 Uhr

Medios

WKN: A1MMCC / ISIN: DE000A1MMCC8

Medios: Stabiles Fundament und großes Potenzial - Aktienanalyse


04.06.21 08:30
Nebenwerte Journal

Sauerlach (www.aktiencheck.de) - Medios-Aktienanalyse von "Nebenwerte Journal":

Klaus Hellwig, Aktienexperte des Fachmagazins "Nebenwerte Journal", nimmt die Aktie der Medios AG (ISIN: DE000A1MMCC8, WKN: A1MMCC, Ticker-Symbol: ILM1) unter die Lupe.

An Tagen, an denen die Börsen von Ängsten vor steigenden Inflationsraten und anschließenden Zinserhöhungen geplagt seien, würden sich positive Ergebnisse in der Regel nicht kurserhöhend auswirken. Das gelte auch für die Medios AG, die am 11.05.2021 überzeugende Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht und damit die Entscheidung für eine Titelgeschichte über den künftigen Umsatzmilliardär rechtfertigt habe, für den die Experten mittelfristig eine deutlich höhere Bewertung erwarten würden.

Der Vorstand habe im Geschäftsbericht 2020 als Highlights den Ausbau des Netzwerks auf ca. 500 Partnerapotheken, die deutliche Erweiterung des Produkt- und Indikationsportfolios sowie die zunehmende Diversifikation im Bereich Patienten individuelle Therapien genannt. Hinzu seien die Zentralisierung der Verwaltung und der Aufbau weiterer Labore, die Weiterentwicklung einer digitalen Plattform sowie Maßnahmen zur Etablierung einer E-Rezeptfähigen Plattform gekommen.

Im Jahresabschluss 2020 seien allerdings auch die Folgen des Coronajahres sichtbar geworden: Der Umsatz habe zwar um 21,2% auf EUR 626,5 (516,8) Mio. zugelegt, von dem EUR 564,3 (466,1) Mio. (+21,1%) auf die Arzneimittelversorgung entfallen seien, doch das EBT sei auf EUR 8,9 (14,2) Mio. zurückgegangen. Das bereinigte EBT habe mit EUR 12 (16,2) Mio. in der zuletzt veranschlagten Spanne gelegen. Der Bereich Arzneimittelversorgung habe zum bereinigten EBT EUR 8,2 (11,2) Mio. beigesteuert; der Bereich Patientenindividuelle Therapien sei mit EUR 4,7 (5,4) Mio. bei einem Umsatz von EUR 61,9 (50,4) Mio. stabiler geblieben. Die EBT-Marge sei im Konzern auf 1,4 (2,8)% gesunken, bereinigt auf 1,9 (3,1)%. Der Konzernüberschuss von EUR 6,1 (9,8) Mio. habe EUR 0,39 (0,67) je Aktie entsprochen.

Die Konzernbilanz habe sich zum 31.12.2020 kräftig auf EUR 194,5 (116,6) Mio. ausgeweitet. Mit der Erhöhung des Grundkapitals auf EUR 16,085 (14,564) Mio. sei die Kapitalrücklage auf EUR 104,5 (51,3) Mio. verstärkt worden. Einschließlich des Bilanzgewinns von EUR 21,9 (15,8) Mio. betrage das Eigenkapital EUR 142,4 (81,6) Mio., sodass sich die EK-Quote auf 73,2 (70)% erhöht habe. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sei aufgrund der Zunahme von Vorräten sowie von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR -38,1 (-0,4) Mio. tief in den roten Bereich geraten.

Für 2021 sei im Ausblick nach der Cranach-Akquisition ein voraussichtlicher Umsatz von EUR 1,15 bis 1,2 Mrd. genannt worden. Das bereinigte EBT werde zwischen EUR 31 und 32 Mio. erwartet. Die Zuwachsraten würden sich somit zwischen 84 bis 92% bzw. 158 bis 166% bewegen. Der Vorstand gehe davon aus, dass sich die Corona-bedingten Sondereffekte im Laufe des Jahres abschwächen würden.

Erwartungsgemäß habe das erste Quartal Rekorde gebracht: Der Umsatz habe sich um 94%, davon 86,6% anorganisch, auf EUR 315,9 (162,8) Mio. fast verdoppelt. Auf Cranach sei ein Umsatz von EUR 139,6 Mio. entfallen. Vom bereinigten EBT von EUR 7,1 (3,7) Mio. würden EUR 1,9 (1,6) Mio. aus dem Bereich Patientenindividuelle Therapien stammen, der EUR 16,1 (14,5) Mio. umgesetzt habe. Der Periodenüberschuss von EUR 2,8 (2,3) Mio. habe aufgrund der gestiegenen Aktien-anzahl EUR 0,15 (0,15) je Aktie entsprochen.

Die Sacheinlage des Cranach-Deals habe die Kapitalrücklage zum Ende des ersten Quartals 2021 auf EUR 267,8 (Ende 2020 104,5) Mio. anschwellen lassen. Die Bilanzsumme sei auf EUR 453,9 (194,5) Mio. gesprungen; allein die Langfristigen Vermögenswerte hätten sich nach dem Zukauf auf EUR 227,6 (58,2) Mio. vervierfacht. Mit der Zuführung neuer Mittel sei das Eigenkapital seit dem Jahresende auf EUR 312,8 (142,4) Mio. gewachsen und mache weiterhin komfortable 68,9 (73,2)% der Bilanzsumme aus. Bei finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 56,2 (19,2) Mio. und Zahlungsmitteln von EUR 74,2 (19,8) Mio. habe sich die Nettoliquidität auf EUR 18 (0,6) Mio. erhöht. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit habe sich auf EUR 21,4 (-10,5) Mio. verbessert.

In der Versorgung von Patienten mit komplexen und beratungsintensiven Erkrankungen über ein Netzwerk von Partnerapotheken setze die Medios AG ab 2021 bei bereinigter EBT-Marge von zuletzt 2,2% mehr als EUR 1 Mrd. um. Mit der entsprechend bereinigten EBT-Marge von 11,2% im ersten Quartal sei die Herstellung Patientenindividueller Therapien, die mit dem Aufbau weiterer Labore und der Übernahme von Herstellbetrieben ausgebaut werden solle, um ein Vielfaches profitabler. Zudem biete die notwendige Digitalisierung des Gesundheitswesens immense Chancen. Neben organischem Wachstum hier zu Lande dürften Akquisitionen erneut zu mehr Umsatz und höheren Margen führen. Nach dem diesjährigen Rückgang ist das in Q1/2021 bereits sichtbare Potenzial noch nicht im Kurs enthalten, so Klaus Hellwig. (Ausgabe 06/2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Medios-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Medios-Aktie:
33,50 EUR +0,30% (04.06.2021, 08:24)

XETRA-Aktienkurs Medios-Aktie:
33,30 EUR +0,15% (03.06.2021)

ISIN Medios-Aktie:
DE000A1MMCC8

WKN Medios-Aktie:
A1MMCC

Ticker-Symbol Medios-Aktie:
ILM1

Kurzprofil Medios AG:

Medios (ISIN: DE000A1MMCC8, WKN: A1MMCC, Ticker-Symbol: ILM1) ist der führende Anbieter von Specialty Pharma Solutions in Deutschland. Als Kompetenzpartner und Experte deckt Medios alle relevanten Aspekte der Versorgungskette in diesem Bereich ab: von der Arzneimittelversorgung bis zur Herstellung patientenindividueller Therapien einschließlich der Verblisterung. Im Mittelpunkt steht die optimale Versorgung der Patienten über spezialisierte Apotheken.

Die Medios AG ist Deutschlands erstes börsennotiertes Specialty Pharma Unternehmen und im Auswahlindex SDAX (Prime Standard) gelistet. www.medios.ag (04.06.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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