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BTC/USD (Bitcoin / US-Dollar)

WKN: A2YY63 / ISIN: XC000A2YY636

Krypto-Absturz: Bitcoin unter 26.000 USD!


13.06.22 11:35
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Kryptowährungen haben über das Wochenende deutlich nachgegeben, so die Experten von XTB.

Bitcoin sei unter 27.000 USD gerutscht und Ethereum habe wichtige Unterstützungen durchbrochen und sei auf ein Niveau von 1.400 USD gerutscht. Fast alle Altcoins würden die Gewinne vernichten, die im Jahr 2020 begonnen und im Jahr 2021 fortgesetzt worden seien, wobei Polygon, Kusama, Polkadot und Chainlink stark verloren hätten, bei denen die bullischen Erwartungen noch vor wenigen Monaten übertrieben gewesen seien. Der "König der Kryptowährungen" sei wieder auf Niveaus um 25.000 USD zurückgekehrt, die seit der durch den Luna-Crash ausgelösten Panik nicht mehr erreicht worden seien. Angesichts der schwindenden Stärke der Nachfrage bleibe eine stärkere, dynamische Bewegung nach Süden wahrscheinlich.

Die Stimmung rund um Kryptowährungen habe sich am Freitag durch alarmierende Daten aus der US-Wirtschaft (rekordtiefe Anlegerstimmung laut Daten der University of Michigan und eine höher als erwartete Inflationsrate) verschlechtert. Der Bitcoin sei zusammen mit den US-Indices gesunken, was einmal mehr die Korrelation verdeutliche. Die Anleger würden eine Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve befürchten, zu der sich die Banker aufgrund der alarmierenden Inflationswerte veranlasst sehen könnten.

Der Rückgang sei durch auslaufende Call-Optionen am Freitag verstärkt worden, was Händler, die eine Erholung erwartet hätten, dazu veranlasst habe, ihre Positionen zu schließen. Der Rückgang unter wichtige Unterstützungen sei auch durch den Abbau von gehebelten Positionen auf dem Markt begünstigt worden.

Ethereum-Netzwerk habe Schwierigkeiten. Die Ethereum-Entwickler hätten am Freitag eine weitere Verschiebung des Übergangs zur lange angekündigten Version 2.0 und damit auch des Datums der "Difficulty Bomb" angekündigt, auf die die Anleger warten würden. Die Verschiebung habe ein Problem mit identifizierten Fehlern im Ropsten-Testnetzwerk. Seine Aufgabe werde es sein, Miner dazu zu bringen, keine neuen Ether mehr zu schürfen und das Angebot zu begrenzen. Ethereum wolle schließlich ein organisches "Proof of stake"-Transaktionsgenehmigungsmodell einführen.

Ethereum-Entwicklungschef Tim Beiko habe angedeutet, dass der "Merge" wahrscheinlich noch in diesem Jahr stattfinden werde und die Wahrscheinlichkeit, dass er auf 2023 verschoben werde, mit 1 zu 10% gering sei. Beiko sei besorgt über die Überlastung und verminderte Effizienz der Entwickler, die an der Einführung der Version 2.0 arbeiten würden. Im Mai habe Vitalik Butern angesichts des angekündigten Termins im August auf September und Oktober dieses Jahres hingewiesen.

Die Besorgnis der Anleger sei durch das "Depegging" von stETH (von ETH-Validatoren eingesetzt) gegenüber dem ETH-Kurs noch verstärkt worden. Die vom Staking betroffenen Ethereum-Tokens sollten letztlich für das Ethereum-Netzwerk gesperrt werden und nach dem Übergang zu Version 2.0 und der Einführung von "Proof of Work" zur Validierung von Transaktionen im Netzwerk verwendet werden. Das Staking im Netzwerk sei auch für Finanzinstitute von Interesse gewesen, da sie für die Genehmigung von Transaktionen belohnt worden seien. Da der Preis der eingesetzten Ethereum-Token im Vergleich zu Ethereum selbst gefallen sei, zeige das Netzwerk die technologischen Unzulänglichkeiten und Risiken auf, die hinter dem scheinbar "sicheren" Einsatz stünden.

Das Celsius-Netzwerk, eine der größten dezentralen Finanzplattformen und Kryptowährungskreditgeber, habe heute die Abhebungs- und Transfermöglichkeiten ausgesetzt. Die Anleger würden eindeutig eine ähnliche Situation wie beim Luna-Crash befürchten. Einer der Analysten von CryptoQuant, Burac Tamak, habe in einem Interview mit Bloomberg darauf hingewiesen, dass der Rückgang der Celsius-Aktie mit der Erkenntnis des Risikos des LUNA/UST-ähnlichen Finanzinstruments zusammenhänge. Die Kryptowelt erwarte eine genaue Prüfung durch die Regulierungsbehörden, die Kryptowährungsfinanzprodukte mit hohen Renditen für passive Investitionen untersuchen würden (ähnlich wie das Ancor-Protokoll im Luna-Netzwerk).

Kryptowährungen würden trotz positiver Nachrichten über die Blockchain-Technologie von prominenten Persönlichkeiten aus der Finanzwelt wie Jack Dorsey und Schachgroßmeister Garry Kasparov nachgeben. Am Wochenende habe sich auch Edward Snowden zu Wort gemeldet, der die Zukunft der Kryptowährungen positiv sehe, sich aber über ihre "Finanzialisierung" (Gewinnorientierung) auf Kosten der Technologie, die die Grundlage der Projekte sein sollte, Sorgen mache. (13.06.2022/ac/a/m)




 
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