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Mo, 3. Oktober 2022, 15:55 Uhr

Keine Verschnaufpause für europäische Währungen


28.04.22 10:13
Oberbank

Linz (www.aktiencheck.de) - Ängste vor einer Energiekrise in Europa durch ein mögliches Ende der Gasimporte aus Russland sorgten gestern für weitere Kursverluste der europäischen Währungen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der russische Energiekonzern Gazprom habe am Dienstag die Erdgaslieferungen nach Polen und Bulgarien eingestellt. Begründet worden sei der unerwartete Schritt damit, dass diese Länder abgelehnt hätten, Gas in Rubel zu bezahlen. Der Kurs EUR/USD sei heute Morgen bis auf 1,0481 gefallen. Der Polnische Zloty (PLN) habe selbst gegenüber dem schwächelnden Euro von Dienstag auf Mittwoch um fast 2% auf über 4,7200 abgewertet, habe sich dann aber stabilisiert.

Polen dürfte den Ausfall der Gaslieferungen aus Russland vergleichsweise gut meistern - die Gasspeicher dort seien angeblich zu 80% gefüllt; bereits im Herbst sei die Inbetriebnahme einer neuen Gaspipeline aus Norwegen geplant, außerdem verfüge Polen über ein LNG-Terminal im Nordwesten des Landes und arbeite an einem weiteren in Danzig. Ein mögliches Ende der Gasimporte aus Russland in die EU dürfte für Ungarn oder Tschechien ein größeres Problem sein als für Polen und aus dieser Hinsicht würden die Analysten die Währungen HUF (Ungarischer Forint) und CZK (Tschechische Krone) stärker gefährdet als den PLN sehen. (28.04.2022/ac/a/m)


 
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