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So, 27. November 2022, 13:58 Uhr

Kampf gegen Ölpreisverfall - OPEC+ zieht "Förderbremse"


14.04.20 09:46
Oberbank

Linz (www.aktiencheck.de) - Die COVID-19-Pandemie lähmt die Weltwirtschaft, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Ein desaströses Umfeld für den Ölpreis, welcher aufgrund des massiven Überangeboteszeitweilig auf 18-jährige Tiefststände abgestürzt sei. Dem nicht genug, hätten sich Russland und Saudi-Arabien zuletzt einen erbittertenPreiskrieg geliefert. Im OPEC+-Meeting am vergangenen Donnerstag habe vorerst kein Deal erreicht werden können. Obwohl sich Saudi-Arabien und Russland zu einer Förderkürzung um 8,5 Mio. Barrel pro Tag hätten einigen können, habe Mexiko der geplanten Kürzung des Fördervolumensum 400T Barrel vorerst nicht zugestimmt. Insgesamt sollten die Förderkürzungen 10 Mio. Barrel umfassen. Schlussendlich habe man sich doch auf 9,7 Mio. für den Zeitraum von Mai bis Juni einigen können, indem man Mexiko enorme Zugeständnisse eingeräumt habe.

Der weitere Ausblick werde zudem stark vom Verhalten anderer Öl-Nationen wie den USA, welche die mexikanischen Anteile kompensieren möchten, abhängen. Die USA hätten besonderes Interesse an steigenden Ölpreisen, denn die Schieferölförderer würden Experten zufolge einen Ölpreis von etwa 50 Dollar je Barrelbrauchen, um profitabel zu arbeiten. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen stünden - ausgerechnet im US-Wahljahr - Marktanteile der USA auf dem Spiel. Der Ölpreis dürfte weiterhin volatil bleiben. (14.04.2020/ac/a/m)