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Mo, 26. Februar 2024, 21:56 Uhr

Internationale Börsen im Überblick


01.12.23 10:43
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Auch wenn es gestern hauptsächlich bei Aktien-, aber nicht mehr bei Anleihenkursen aufwärts ging, so kann sich die Monatsperformance für die Hauptassetklassen im November sehen lassen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Hier habe der MSCI World in Summe fast 9% zugelegt, was dem besten Monatszuwachs seit November 2020 entsprochen habe. Die zehnjährige US-Treasury-Rendite sei hingegen im Gesamtmonat so stark gefallen, wie dies zuletzt 2008 (aktuell 4,34% vs. knapp über 5% im Oktober) der Fall gewesen sei. Für Unterstützung hätten zuletzt die mehrfach und in mehreren Regionen positiv (sprich nach unten) überraschenden Inflationsdaten gesorgt. Solcherart würden die Investoren auf mehr Spielraum für ein frühes und akzentuierteres Senken der Leitzinsen seitens der Notenbanken in 2024 hoffen.

Konkret habe es nach den besser als erwarteten Konsumentenpreisdaten in Deutschland dann auch gestern in der Eurozone eine positive Überraschung bei der Inflation gegeben, sei doch der Konsumentenpreisindex mit einem Zuwachs von 2,4% deutlich niedriger ausgefallen als die erwarteten 2,7%. In den USA sei der Preisauftrieb gemessen an den für die FED sehr relevanten PCE-Daten mit einem Zuwachs von 3,0% ebenfalls etwas besser herausgekommen als im Konsens erwartet. Ebenfalls zur Veröffentlichung sei der Chicago PMI angestanden, der deutlich angezogen, die Erwartungen übersprungen und somit eine erstaunlich starke Konjunkturdynamik in der Metropolregion signalisiert habe.

Im Hinblick auf die Leitindices hätten die positiven Daten gestern weiter für Rückenwind gesorgt. So hätten die europäischen Benchmarks mehrheitlich zugelegt, auch in den USA sei der breite Markt gemessen am S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) angestiegen. Der Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) habe sogar ein neues 2023er-Hoch markiert. Unterdurchschnittlich habe sich der seit Jahresbeginn sehr stark gelaufene NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) präsentiert, wo bei "Big Tech" Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Dementsprechend seien gestern auch die Sektoren IT und Kommunikationsdienstleistungen die schwächsten in den USA gewesen. Staatsanleiherenditen seien gestern hingegen überwiegend angestiegen, wobei in den USA eine leichte Kurvenversteilerung eingesetzt habe.

Am Ölmarkt sei das OPEC+-Meeting im Fokus gestanden. Schon vorab sei kommuniziert worden, dass das Ölkartell über eine weitere (freiwillige) Drosselung des Outputs im Ausmaß von 2,2 Mio. Fass pro Tag für Anfang nächstes Jahr übereingekommen sei. Der Ölpreis habe negativ auf die Information reagiert, da er schon im Vorfeld des Meetings angezogen habe und gewisse Fragezeichen im Hinblick auf die Einhaltungsdisziplin der OPEC+-Staaten ob der Freiwilligkeit der Kürzungen laut geworden seien.

Gold habe gestern etwas nachgegeben. Auf Monatssicht habe sich das Edelmetall aber das zweite Mal in Folge dank der Aussicht auf ein Ende des US-Zinsanhebungszyklusses fester gezeigt.

Im asiatischen Frühhandel würden die dortigen Leitindices heute Morgen überwiegend fallen. Positiv seien die Vorzeichen jedoch an der Tokioter Börse. Die asiatischen PMI-Veröffentlichungen von heute Morgen seien gemischt ausgefallen. Der private chinesische PMI habe überraschend angezogen (gestern sei der staatliche noch gefallen), der südkoreanische sei leicht angestiegen, während der japanische Einkaufsmanagerindex minimal gefallen sei.

Auch heute stehe mit dem ISM Index für das verarbeitende Gewerbe wieder ein makroökonomisches Datenschwergewicht zur Veröffentlichung an. Im Konsens werde ein Anstieg (Konsens 47,7 vs. 46,7 letztes Monat) beim US-Industriebarometer erwartet. (01.12.2023/ac/a/m)




 
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