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Internationale Börsen im Überblick


29.11.23 11:12
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die EZB bestätigte gestern, dass die Geldmenge M3 im Oktober das vierte Monat in Folge rückläufig war, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Geldmenge M3, welche neben Bargeld und täglich fälligen Einlagen (M1) und Einlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren (M2) auch Repogeschäfte, Geldmarktfondsanteile und Schuldverschreibungen beinhalte, habe sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,0% reduziert. Die Konsensschätzungen seien mit -0,9% von einer etwas schwächeren Abnahme ausgegangen. Eine Abnahme der Geldmenge gehe meist mit einer abkühlenden Konjunktur und bei konstanter Gütermenge auch mit einer rückläufigen Inflation einher. Ein genaueres Bild der aktuellen Inflation bekämen Anleger heute und am Donnerstag, wenn in Spanien, Deutschland, Frankreich und der Eurozone die Verbraucherpreisindices veröffentlicht würden. Gestern habe man sich an den europäischen Börsen daher zurückhaltend gezeigt. Es scheine als würden die anstehenden Preisdaten noch abgewartet, ehe man sich wieder aufs Parkett wage. Der EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) habe den Handelstag mit einem leichten Verlust von 0,15% beendet. Auch der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe sich mit einem Plus von 0,16% kaum von der Stelle bewegt, während sich der ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) robuster gezeigt habe und um 0,63% habe zulegen können.

Auch in den USA liege der Fokus diese Woche auf den Inflationsdaten. Am Donnerstag würden dazu Zahlen zur Kernrate der privaten Konsumausgaben (PCE) veröffentlicht. Man hoffe auf eine weiterhin abnehmende Inflation und in Folge darauf auf eine Senkung der Leitzinsen seitens der FED. Die Mehrheit der Reuters-Analysten (61,9%) gehe von einer Zinssenkung im Mai 2024 aus. Einige, weniger starke Impulse habe gestern das vom Conference Board erhobene Verbrauchervertrauen gebracht. Im Monat November sei es zum vierten Mal in Folge rückläufig gewesen und von zuvor 102,6 auf 102,0 zurückgegangen. Allerdings habe sich die Stimmung nicht so stark eingetrübt, wie vom Konsens erwartet (101,0). Wie auch in Europa sei der gestrige Handelstag an der Wall Street von Zurückhaltung geprägt gewesen. Bei den namhaften Aktienindizes wie dem NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X), dem Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) und dem S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) habe es dementsprechend wenig Bewegung gegeben. Dennoch hätten alle drei Indices zarte Kursgewinne verbuchen können.

Der Ölpreis habe gestern moderat zulegen können. Weitere Impulse werde es am Donnerstag geben, wenn sich die aus 23 Staaten bestehende OPEC+ in einer Videokonferenz über die Förderpolitik für das kommende Jahr beratschlage. Aktuell liege der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei rund USD 81. Angetrieben von einem schwächeren Dollar und den Hoffnungen, dass die FED den Zinserhöhungszyklus hinter sich lasse, habe der Preis von Gold gestern auf ein Sechsmonatshoch klettern können. Heute notiere Gold bei rund USD 2.040 je Feinunze. Krypto-Investoren hätten gestern aufatmen können, nachdem sich die Handelsplattform Binance mit dem US-Finanzministerium in einem langwierigen Strafverfahren einig geworden sei. Wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze werde das Unternehmen USD 4,3 Mrd. Strafe zahlen. Aktuell handele der Bitcoin bei rund USD 38.000.

Die asiatischen Börsen würden sich heute Morgen schwächer präsentieren, wobei vor allem Hongkong mit einem deutlichen Minus heraussteche. Aber auch Festland-China und der japanische TOPIX würden derzeit mit moderaten Verlusten handeln. Der Datenkalender sei heute prall gefüllt mit spannenden Makrodaten: Neben den Verbraucherpreisindices in Spanien und Deutschland stünden auch das Wirtschafts-, Industrie- und Dienstleistungsvertrauen im Euroraum und das US-BIP auf dem Programm. (29.11.2023/ac/a/m)




 
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