Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 9. Dezember 2022, 16:34 Uhr

Inflation

WKN: / ISIN:

Inflationsdruck in den USA lässt zu wenig nach


20.09.22 09:18
DONNER & REUSCHEL AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Im Juni und Juli stiegen die US-Verbraucherpreise um 9,1 bzw. 8,5 Prozent - vor allem aufgrund deutlich gestiegener Energiepreise, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.

Im August sei die nominale Inflation dann auf 8,3 Prozent gesunken. Experten hätten jedoch einen Rückgang auf 8,0 Prozent erwartet. Die von der US-Notenbank FED erhoffte, deutlichere Entspannung sei somit nicht eingetreten. Außerdem sei der leichte Rückgang maßgeblich durch fallende Energie- und Spritpreise verursacht worden, während der Nahrungsmittelpreisindex mit 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr den stärksten Anstieg seit 1979 verzeichnet habe. Die Kernrate der Inflation, welche die Preise von Lebensmitteln und Energie unberücksichtigt lasse, sei zuletzt sogar auf 6,3 Prozent angestiegen, nach 5,9 Prozent im Juli.

Dies verdeutliche, dass mittlerweile nahezu alle für die Inflationsberechnung relevanten Preiskomponenten deutlicher zulegen würden. Gleichzeitig sei die Kapazitätsauslastung der Industrie im August trotz nachgebender Produktion um nur 0,2 Prozent auf einen anhaltend hohen Wert von 80 Prozent gesunken.

Weiterhin robust zeige sich auch der Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge von Arbeitslosenhilfe sei bereits seit fünf Wochen rückläufig. Die Unternehmen würden nach wie vor über einen massiven Fachkräftemangel klagen - auf jeden Arbeitssuchenden kämen aktuell zwei offene Stellen. Die hohe Auslastung der Kapazitäten und am Arbeitsmarkt verstärke den Lohn- und Preisdruck vorerst weiter, erkennbar auch am starken Anstieg der Stundenlöhne, die zuletzt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5.2 Prozent zugelegt hätten. Das Gesamtbild lasse eine entschlossene Reaktion der US-Notenbank in der morgigen Sitzung mit einem Zinsanstieg um 0.75 Prozentpunkte erwarten. Dabei sei selbst eine Anhebung um einen ganzen Prozentpunkt nicht ausgeschlossen worden.

Allerdings habe der am Montag veröffentlichte, zum neunten Mal hintereinander auf das tiefste Niveau seit April 2020 gesunkene NAHB-Hauspreisindex verdeutlicht, dass die wirtschaftliche Abkühlung bereits deutlich spürbar sei. Um eine zu heftige Entschleunigung zu vermeiden, dürfte man daher auf den sehr großen Zinsschritt verzichten, wenngleich mit weiteren Zinserhöhungen im November und Dezember zu rechnen sei. (20.09.2022/ac/a/m)




 
10:35 , boerse.de
Inflationsgewinner und wie Champions von der neue [...]
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, bei einer Teuerungsrate von aktuell über sieben Prozent in den ...
09:12 , dpa-AFX
China: Inflation geht erneut zurück und sinkt deutlic [...]
PEKING (dpa-AFX) - In China bleibt der Preisauftrieb im internationalen Vergleich gering. Im November ging die Inflation ...