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Fr, 20. Mai 2022, 16:48 Uhr

Industriemetalle: US-Handelsministerium empfiehlt Einführung von Zöllen auf Aluminium- und Stahlimporte


19.02.18 11:57
Commerzbank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metallpreise starten mit negativen Vorzeichen in die neue Woche, so die Analysten der Commerzbank.

Der heutige Handelstag werde aber von einer sehr geringen Liquidität geprägt sein, da in den USA heute Feiertag sei und die chinesischen Märkte noch wegen des Neujahrsfestes geschlossen seien. Aluminium gebe zum Handelsstart einen Teil seiner kräftigen Gewinne von letztem Freitag wieder ab und notiere unter 2.200 USD je Tonne. Das US-Handelsministerium habe am Freitagnachmittag die Ergebnisse seiner Untersuchungen veröffentlicht, ob die Importe von Aluminium und Stahl die nationale Sicherheit der USA gefährden würden. Die Untersuchung sei im April letzten Jahres angestoßen worden und die Ergebnisse seien US-Präsident Trump bereits im Januar vorgelegt worden.

Das Handelsministerium empfehle einerseits, die Importe von Aluminium und Stahl generell mit Zöllen von 7,7% bzw. mindestens 24% zu belegen. Andererseits könnten die USA laut des Handelsministeriums bei der Einführung von Zöllen auch selektiv vorgehen. Demnach sei im Gespräch, die Aluminiumimporte aus fünf Ländern - darunter China und Russland - mit einem Zoll von 23,6% zu belegen. Bei Stahl könnten auf Importe aus zwölf Ländern wie zum Beispiel China, Russland, Indien und Südkorea Zölle von 53% erhoben werden. Trump habe bis Mitte April Zeit, um zu entscheiden, ob er die empfohlenen Zölle einführe. Die USA würden sich damit aber gerade bei Aluminium nach Erachten der Analysten ins eigene Fleisch schneiden. Denn im letzten Jahr sei fast 90% des US-Aluminiumbedarfs durch Importe gedeckt worden. Zudem könnten die USA mit dieser Aktion einen Handelskrieg heraufbeschwören. (19.02.2018/ac/a/m)