Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 8. Dezember 2021, 13:49 Uhr

Isra Vision

WKN: 548810 / ISIN: DE0005488100

ISRA VISION: Zurück auf Wachstumskurs? Aktienanalyse


04.02.20 09:42
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - ISRA VISION-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der ISRA VISION AG (ISIN: DE0005488100, WKN: 548810, Ticker-Symbol: ISR, Nasdaq OTC-Symbol: IRAVF) unter die Lupe.

Das Jahr 2018/2019, welches im September geendet habe, sei für den Spezialisten für die industrielle Bildverarbeitung eine Herausforderung gewesen. Der Markt für Machine Vision sei unter Druck gewesen, und die Branche habe rückläufige Umsätze erlitten. Obwohl ISRA in das vergangene Jahr stark gestartet sei, habe sich die Dynamik quartalsweise verringert. Der Markt habe sich abgekühlt. Verzögerungen von erwarteten Großaufträgen, insbesondere aus Europa und Asien, hätten in Q4 sogar zu einer merklichen Abschwächung geführt.

So habe beispielsweise ein Rahmenauftrag aus dem Automobilsektor im mittleren zweistelligen Millionenbereich nicht wie geplant zeitnah abgeschlossen werden können. Aufträge, die zur Auslieferung im 4. Quartal geplant gewesen seien, hätten erst zu einem späteren Zeitpunkt gewonnen werden können. Dadurch seien die Produktionskapazitäten an ihre Grenzen gestoßen, und die jeweiligen Umsätze könnten erst im Geschäftsjahr 2019/2020 realisiert werden. Nach vorläufigen Zahlen habe ISRA daher in 2018/2019 lediglich ein Umsatzwachstum von 1% auf rund 154 Mio. Euro erzielt. Geplant sei einst ein Wachstum von über 10% gewesen. ISRA sei zwar breit diversifiziert, aber die Abkühlung des Marktes sei für den traditionell wachstumsstarken Konzern nicht zu kompensieren gewesen.

Sensationell sei, dass sich ISRA trotz eines deutlich schwächeren Wachstums bei den Margen weiterhin gut entwickle. Das EBITDA sei im Berichtszeitraum um 6% auf 52 Mio. Euro expandiert. Die EBITDA-Marge habe bei sage und schreibe 34% gelegen. Das EBIT habe 34 Mio. Euro betragen und der Gewinn vor Steuern habe einen Spitzenwert von 33,7 Mio. Euro erreicht, was einer EBT-Marge von 22% vom Umsatz entspreche. Auch beim operativen Cashflow habe ISRA überzeugt. Dieser habe im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert von 33,3 Mio. Euro erreicht.

Im Gespräch mit der Vorstandswoche zeige sich Firmenchef Enis Ersü optimistisch, den Wachstumskurs von ISRA wieder deutlich aufzunehmen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im Geschäftsjahr 2019/2020 zweistellig wachsen werden", so Ersü. Der Markt für Machine Vision ist und bleibt ein langfristiger Wachstumsmarkt, auch wenn es in einem Jahr mal zu einer Abkühlung kommt, nachdem die Vorjahre durch imposantes Wachstum geprägt waren, so die Experten von "Vorstandswoche.de". Der Machine Vision-Markt solle von 2018 bis 2023 um über 30% von 9 auf über 12 Mrd. US-Dollar wachsen. "Wir adressieren mit unseren Produkten sehr attraktive Wachstumsmärkte. Beispielsweise wird die Nachfrage nach 3D-Systemen und Inspektion der Systeme für Batterieproduktionen wieder anziehen und für deutliches Wachstum sorgen. Wir haben bereits 60 Systeme in die Batteriefolieninspektion geliefert. Großes Wachstum erwarten wir zudem im Bereich der Robot Vision Sensoren, die alle Roboterführungsaufgaben präzise erledigen", erkläre der Firmenchef.

Die Anwendungen für die 3D-Oberflächeninspektion mit integrierter Präzisionsmesstechnik und für 3D-Robot Vision-Anwendungen würden neben der Automobilindustrie weitere Branchen mit diskreter Fertigung wie zum Beispiel die Elektronik- oder Displayindustrie adressieren. ISRA sei somit einer der größten Profiteure der Automatisierung und von absoluten Trendthemen wie Digitalisierung und Industrie 4.0. Um die Zukunft seines Unternehmens müsse sich Ersü nun wirklich keine Sorgen machen.

Ins neue Jahr 2019/2020 sei das Unternehmen im Rahmen der eigenen Erwartungen gestartet. Das Q1 sei noch von den Auswirkungen des 4. Quartals geprägt gewesen. Aber zum Ende der Periode bis Ende Dezember sei es wieder aufwärts gegangen. "Am Anfang des Quartals war die Dynamik nicht zurück. Aber Ende des Jahres hat sich der Auftragseingang beschleunigt. Im neuen Jahr sehen wir einen guten Schwung, und ab März erwarte ich eine deutliche Steigerung." Ersü sehe ISRA auf Kurs, in diesem Turnus ein zweistelliges Wachstum zu zeigen. Stornierungen von Aufträgen verzeichne ISRA bis heute keine.

In 2019/2020 werde das Unternehmen zusätzliche Umsätze aus der erstmaligen ganzjährigen Konsolidierung von Photonfocus generieren, die mit 7 bis 8 Mio. Euro den gesamten Umsatz zusätzlich beeinflussen würden. Trotz der Verschiebungen aus dem Vorjahr könnte ISRA den Umsatz auch organisch um mindestens 10% steigern. Derzeit würden die Experten für 2019/2020 mit einem Wachstum auf mindestens 170 bis 175 Mio. Euro rechnen. Die Margen wolle der CEO mindestens auf hohem Niveau halten. "Wir sind schon sehr margenstark. An dieser Stelle wird die Luft nach oben sicher dünner. Unser Ziel ist, den operativen Cashflow und das Working Capital weiterhin zu steigern."

Ersü sei mit einem Anteil von über 25% der größte Einzelaktionär von ISRA. Der Firmenchef suche seit einiger Zeit einen idealen Nachfolger. Das Unternehmen sei aber auch in der Industrie heiß begehrt. Es sei nicht auszuschließen, dass der CEO früher oder später einen strategischen Partner präsentiere, um ISRA in eine neue Dimension zu heben. "Ich führe immer mal wieder Gespräche mit strategischen Partnern. Bisher hat es nie richtig gepasst. Aber vielleicht ändert sich das in der Zukunft einmal", so der CEO und Gründer von ISRA.

ISRA zähle zu den Perlen der Experten. Sie würden die Aktie seit vielen Jahren zum Kauf empfehlen. Im 10-Jahreszyklus habe sich das Papier um mehr als 1.000% verteuert. Im Hoch habe die Aktie bei Kursen von fast 60 Euro notiert. Das sei vermutlich ein wenig übertrieben gewesen.

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten nunmehr, bei aktuellen Kursen erneut zum Kauf ihres Altfavoriten. (Analyse vom 04.02.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze ISRA VISION-Aktie:

Xetra-Aktienkurs ISRA VISION-Aktie:
34,04 EUR +0,29% (03.02.2020, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs ISRA VISION-Aktie:
34,60 EUR +1,88% (04.02.2020, 09:07)

ISIN ISRA VISION-Aktie:
DE0005488100

WKN ISRA VISION-Aktie:
548810

Ticker-Symbol ISRA VISION-Aktie:
ISR

Nasdaq OTC-Symbol ISRA VISION-Aktie:
IRAVF

Kurzprofil ISRA VISION:

Die ISRA VISION AG (ISIN: DE0005488100, WKN: 548810, Ticker-Symbol: ISR, Nasdaq OTC-Symbol: IRAVF) ist mit ihren Tochtergesellschaften führend in der Entwicklung und Produktion von Oberflächeninspektionssystemen und Bildverarbeitungsprogrammen (Machine Vision) mit der Spezialisierung im Bereich 3D Vision, insbesondere für das "3D Robotersehen". Als eine Kernkompetenz entwickelt und vertreibt die Gesellschaft die ISRA-BrainWARE®, eine Software für die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen.

Einsatz findet diese Anwendung in so genannten Machine-Vision-Systemen, die das dreidimensional sehende "elektronische Auge" ermöglichen, d.h. die digitale Bildverarbeitung in der Steuerung von automatisierten Produktionsprozessen. Schwerpunkt bilden dabei Automationslösungen für die Roboterführung (Industrial Automation). Zielmärkte sind Energie, Healthcare, Nahrung, Mobilität und Information. Zu den Kunden gehören Global Player in diesen Branchen. (04.02.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
07.11.21 , Aktiennews
Isra Vision-Anleger dürfen nicht länger zögern!
Für die Aktie Isra Vision aus dem Segment "Elektronische Geräte und Instrumente" wird an der heimatlichen ...
30.10.21 , Aktiennews
Isra Vision Aktie: Unfassbarer Gewinn!
Für die Aktie Isra Vision aus dem Segment "Elektronische Geräte und Instrumente" wird an der heimatlichen ...
28.10.21 , Aktiennews
Interessante Signale bei Isra Vision!
Für die Aktie Isra Vision aus dem Segment "Elektronische Geräte und Instrumente" wird an der heimatlichen ...