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Mi, 5. Oktober 2022, 4:35 Uhr

Hohe Ölpreise und ein anhaltendes Versorgungsdefizit bestimmen den Markt


04.04.22 17:11
Global X ETFs

New York (www.aktiencheck.de) - Das Zusammenspiel aus Sanktionen gegen Russland und der immer noch bestehenden Abhängigkeit von russischem Öl führt dazu, dass die Ölpreise vorerst auf einem hohen Niveau bleiben werden. Rohan Reddy, Research Analyst bei US-ETF-Anbieter Global X, rechnet infolge dessen mit einer bescheidenen Erhöhung der Ölproduktion durch die OPEC+.

Derweil hätten die Vereinigten Arabischen Emirate auf eine Aufstockung ihrer Kapazitäten bestanden. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten aber auch bislang darauf hingewiesen, dass sie hinter Russland stünden und sich an die geltende Vereinbarung halten würden. Ein Kommentar von Rohan Reddy zur derzeitigen Marktlage:

"Die OPEC+ Länder werden ihr monatliches Ziel wahrscheinlich von 400.000 Barrel pro Tag (bpd) auf 432.000 bpd leicht anheben. Wir rechnen mit dieser zusätzlichen Ölproduktion der OPEC+, da für Mai eine Revision der Produktionsgrundlagen für Saudi-Arabien, Russland, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait in Kraft treten soll. Diese Aufwärtskorrekturen wurde bereits Mitte 2021 vereinbart, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate auf eine Aufstockung ihrer Upstream-Kapazitäten bestanden hatten.

Die Überlegung eines möglichen Produktionsanstiegs dürfte im Vergleich zum derzeitigen Angebotsdefizit auf dem Markt vernachlässigbar sein, was die Ölpreise unserer Einschätzung nach auf einem hohen Niveau halten wird. Mit dem nahezu vollständigen Ausfall Russlands, des drittgrößten Öllieferanten mit einem Anteil von 10 Prozent an der Weltproduktion, wird das Versorgungsdefizit weiter bestehen bleiben.

Die US-amerikanische Schieferölproduktion könnte von dem derzeit herrschenden Versorgungsdefizit auf dem Ölmarkt profitieren: Der US-Energiesektor scheint der wahrscheinlichste Kandidat zu sein, um mit einer höheren Produktion auf den Markt zu kommen. Die Upstream- und Midstream-Pipeline-Segmente könnten die Nutznießer der konservativen OPEC+-Politik sein, was wiederum das Interesse der Anleger auf sich ziehen sollte." (04.04.2022/ac/a/m)