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So, 29. Januar 2023, 21:12 Uhr

Helma Eigenheimbau

WKN: A0EQ57 / ISIN: DE000A0EQ578

HELMA Eigenheimbau: Deutliche Ergebnisbelastungen durch Sonderaufwendungen erwartet - Aktienanalyse


07.12.22 10:07
GBC AG

Augsburg (www.aktiencheck.de) - HELMA Eigenheimbau-Aktienanalyse von der GBC AG:

Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der HELMA Eigenheimbau AG (ISIN: DE000A0EQ578, WKN: A0EQ57, Ticker-Symbol: H5E) weiterhin zu kaufen.

Nachdem die HELMA Eigenheimbau AG Ende September über die Insolvenz eines wesentlichen Subunternehmens des Ferienimmobilien-Bereiches informiert und aufgrund dessen eine Prognoseanpassung vorgenommen habe, sei der Newsflow der vergangenen Wochen von wesentlicher Bedeutung gewesen.

Am 17. Oktober habe die HELMA überraschend den langjährigen Vorstand Gerrit Janssen mit sofortiger Wirkung abberufen. Weitere Informationen zu den Hintergründen dieser Maßnahme seien nicht an den Markt kommuniziert worden. Selbst in der Zwischenzeit gebe es zu der ungewöhnlich nüchternen Ad-hoc-News keine näheren Informationen. Es sei denkbar, dass die Insolvenz des Sub-Unternehmens für den Ferienimmobilienbereich eine Rolle gespielt haben könnte. Der Analyst gehe aber nicht davon aus, dass dies der ausschließliche Grund für die Abberufung von Gerrit Janssen gewesen sein könne.

Als Nachfolgerin sei Frau Andrea Sander präsentiert worden, die seit dem 01. November 2022 den Vorstandsvorsitz übernommen habe. In den Zuständigkeitsbereich von Frau Sander würden die Bereiche Personal, Recht, Unternehmensentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Compliance sowie die Führung der von der Subunternehmen-Insolvenz betroffenen Tochtergesellschaft HELMA Ferienimmobilien GmbH fallen. Parallel zu Frau Sander unterstütze Herr Jannik Bayat, Partner bei der Beratungsgesellschaft Baker Tilly, um die Kontinuität sicherzustellen.

Am 24. November habe das neue HELMA-Management eine weitere Reduktion der Prognosen bekannt gegeben. Nachdem die erste Prognoseanpassung unmittelbar nach Bekanntwerden der Insolvenz des Subunternehmens veröffentlicht worden sei, habe eine genauere Einschätzung der damit verbundenen negativen Effekte zu einer weiteren Gewinnwarnung geführt. Für das laufende Geschäftsjahr rechne das HELMA-Management mit dem Erreichen der unteren Umsatz-Prognosebandbreite (300 Euro bis 320 Mio. Euro). Das EBT werde allerdings nunmehr in einem mittleren einstelligen Millionen-Bereich erwartet, statt bisher 20 Mio. Euro.

Für die neuerliche Prognoseanpassung seien, gemäß Aussage von HELMA, insbesondere drei Faktoren verantwortlich. Einerseits müssten Nacharbeiten bei den vom Subunternehmen betroffenen Projekten vorgenommen werden. Auf der anderen Seite würden, aufgrund der verspäteten Fertigstellung der betroffenen Objekte, Versäumniszuschläge anfallen. Schließlich müssten als Ersatz für das Subunternehmen neue Baudienstleister beauftragt werden, was zu entsprechenden Kostensteigerungen führen dürfte. Während die ersten beiden Punkte einmaliger Natur seien, dürfte die Beauftragung neuer Baudienstleister bei den betroffenen Projekten zu einer Reduktion der Ergebnismargen führen.

In der aktuellen Ad-hoc-Mitteilung vom 24. November berichte die Gesellschaft auch von einem sichtbaren Rückgang der Auftragseingänge, was zwar im Vorfeld erwartet worden sei, jedoch insbesondere mit dem aktuell schwierigen Marktumfeld zusammenhänge. Dies erhöhe die Prognoseunsicherheit insbesondere für den Zeitraum ab dem Geschäftsjahr 2023 deutlich.

Der Analyst nehme aus Sicherheitsgründen eine deutliche Anpassung der Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2022 vor sowie reduziere seine Umsatzprognosen des kommenden Geschäftsjahres 2023 und des Geschäftsjahres 2024. Er habe einen fairen Wert von 29,00 Euro (bisher: 54,35 Euro) ermittelt. Die deutliche Kurszielminderung sei insbesondere eine Folge der deutlich angepassten Schätzungen. Darüber hinaus habe die leichte Anhebung der gewichteten Kapitalkosten den fairen Wert weiter gemindert.

Cosmin Filker und Marcel Goldmann, Analysten der GBC AG, vergeben unverändert das Rating "kaufen" für die HELMA Eigenheimbau-Aktie. (Analyse vom 07.12.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze HELMA Eigenheimbau-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs HELMA Eigenheimbau-Aktie:
16,95 EUR -3,42% (07.12.2022, 09:41)

XETRA-Aktienkurs HELMA Eigenheimbau-Aktie:
17,00 EUR -2,30% (07.12.2022, 09:36)

ISIN HELMA Eigenheimbau-Aktie:
DE000A0EQ578

WKN HELMA Eigenheimbau-Aktie:
A0EQ57

Ticker-Symbol HELMA Eigenheimbau-Aktie:
H5E

Kurzprofil HELMA Eigenheimbau AG:

Die HELMA Eigenheimbau AG (ISIN: DE000A0EQ578, WKN: A0EQ57, Ticker-Symbol: H5E) ist ein kundenorientierter Baudienstleister mit Full-Service-Angebot. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung, der Planung, dem Verkauf sowie der Bauregie von schlüsselfertigen oder teilfertigen Ein- und Zweifamilienhäusern in Massivbauweise. Insbesondere die Möglichkeit der individuellen Planung bzw. Individualisierung ohne Extrakosten sowie das ausgeprägte Know-how im Bereich energieeffizienter Bauweisen werden am Markt als Alleinstellungsmerkmale der HELMA Eigenheimbau AG wahrgenommen.

Mit überzeugenden, nachhaltigen Energiekonzepten hat sich die Gesellschaft als einer der führenden Anbieter solarer Energiesparhäuser etabliert und gehört mit mehreren tausend gebauten Eigenheimen zu den erfahrensten Unternehmen der Massivhausbranche. Die Tochterunternehmen HELMA Wohnungsbau GmbH, HELMA Ferienimmobilien GmbH und Hausbau Finanz GmbH komplettieren als Bauträger, Ferienhausanbieter und Finanzierungsvermittler das Angebot des HELMA-Konzerns. (07.12.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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